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2006

 

 
 
 

28.05.2006 Gebirgstälerlauf, Oberstdorf

- Oberstdorfer Wasserspiele  -

Die Wettervorhersagen waren alles andere als gut. Doch diese sollten uns nicht von der Teilnahme am Gebirgstälerlauf in Oberstdorf abhalten. Für Michael und Frank mittlerweile ein fester Termin im Terminkalender, da die abwechslungsreiche Strecke in der tollen Oberstdorfer Landschaft zu ihren Lieblingsläufen zählt. Die Strecke führt vom Kurhaus in Oberstdorf über Moorweiher, Christlessee bis nach Spielmannsau. Kurz danach ist der Wendepunkt und der Streckenverlauf führt ca. 2km auf einem ca. 1m breiten Wurzelpfad in Richtung Gottenried. Bevor es allerdings zurück nach Oberstorf geht steht nochmals ein ordentlicher Anstieg über ca 100HM ins Oytal an bevor auf einem leicht fallenden Betonweg der Rückweg nach Oberstdorf eingeschlagen wird.

Die Überschrift "Oberstdorfer Wasserspiele" darf allerdings etwas relativiert werden. Während des Laufs tröpfelte es zum Großteil und die überwiegende Nässe kam vom Läufer selbst. Erst im letzten Drittel der Strecke wurde es etwas stärker. Der tatsächliche Regen kam erst als die Drei im Ziel waren.

 
Da aufgrund der Umbaumaßnahmen in Oberstdorf die Strecke zu Anfang etwas geändert werden musste, waren einige "Haken" zusätzlich zu schlagen bevor es auf die ursprüngliche Strecke am Ortsausgang von Oberstdorf ging. Dort trennten sich auch die Wege von Michael und Frank, da Michael ein etwas schnelleres Tempo anschlug. Frank musste bereits nach 3km erkennen dass heute nicht sein Tag war. "An den ersten welligen Anstiegen haben ich bereits gemerkt, dass mir heute die Kraft fehlt". Die 2km vor der Wendemarke befand sich Frank in einer flotten Gruppe und konnte deren Tempo mitgehen. Nach der Wende und dem Wurzelpfad verlor er aber den Anschluß. "Der Anstieg ins Oytal war ebenfalls ganz schön hart und ich musste im Schlußteil nochmals einige Läufer ziehen lassen". Am Ende reichte es für Frank zu einer Zeit von 1:25:36 und Platz 25 (5.AK), was aufgrund der leichten Magenproblemen unterwegs und nach dem Lauf ganz in Ordnung ist.

"Wenn mir das heute morgen einer gesagt hätte - in Oberstdorf Gesamt 8. und dann noch in der AK auf dem Treppchen - ich hätte es nicht geglaubt", so Michael nach dem Lauf. "Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende das Tempo herausnehmen. Die letzten beiden Wettkämpfe waren hart und die anstehenden Beiden schüttelt man auch nicht aus dem Handgelenk. Beim ersten Anstieg ist es mir aber so gut gelaufen dass ich mir gedacht habe - jetzt nicht überziehen und schön halten. Bis zur Wendemarke konnte ich meinen Rhythmus optimal durchziehen. Auf der Bergab-Passage habe ich es dann schon krachen lassen. Ich konnte extrem lange und schnelle Schritte machen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Annette bedanken, die in den vergangenen Wochen mit mir, auch bei widrigstem Wetter, im Nürtinger Wörth-Stadion die Runden drehte. Ich habe hiervon heute absolut profitiert.

Vor dem letzten Anstieg im Oytal rückten mir zwei Läufer ins Blickfeld, die vor mir lagen. Den ersten der beiden habe ich im Anstieg überholt. Er versuchte dran zu bleiben doch ich hatte meine Gedanken schon beim zweiten Läufer und verfolgte diesen wiederum mit schnellen Schritten. Beim Abstieg hatte ich ihn dann erreicht. Nachdem ich ihn überholt hatte gingen mir die Schnürsenkel an einem Schuh auf. Ich wollte nichts riskieren und hielt an. Zwischenzeitlich war der Konkurrent natürlich wieder vorbei. Keine 100m später konnte ich ihn aber erneut überholen. Mit 1:22:03h überquerte ich dann die Ziellinie."

Dennis war der Neuling bei diesem Halbmarathon. Mit leichten Problemen an der Achillessehne und der Tatsache dass er die Strecke nur von Beschreibungen kannte startete er gelassen und taktisch klug ins Rennen. Nach eher vorsichtigen ersten 10km holte er auf dem Wurzelpfad wieder auf. "Das hat mir gefallen. Da konnte man es richtig laufen lassen". "Der letzte Anstieg war aber dann schon hart. Nach 15km nochmals nach oben tut dann schon weh". Letztlich überquerte er als 56. Gesamt (8.AK) in 1:30:48h den Zielstrich und war sichtlich zufrieden.

 

Weitere Fotos sieht unter "Bilder"

 

 

 

 

 

 
 

 

27.05.2006 Murrhardter Stadtlauf

- Erfolgreicher Formtest -

Um für anstehende Wettkämpfe in Form zu kommen und den derzeitigen Stand zu überprüfen startete Annette spontan am Murrhardter Stadtlauf. Auch sie hatte mit den derzeitigen Wetter-Kapriolen zu kämpfen und musste die 10km Runde im Regen angehen. "Schlimmer war aber der Kurs selber. Unter einem Stadtlauf mit 4 Runden habe ich mir eigentlich max. 4 Ecken pro Runde vorgestellt, es waren aber deutlich mehr." Doch sie holte das Maximale heraus, am Ende gewann sie die Frauenwertung in 37:27min. "Mit der Zeit auf einem solchen verwinkelten Kurs bin ich zufrieden", so Annette später.
 
 

 

 
 

 

21.05.2006 Schönbuch Marathon, Leinfelden

- "Lass doch der Jugend ihren Lauf"  -

Neben der Jagd auf eigene Bestzeiten ist das Team Sport Schweizer auch
darauf aus, den nicht sehr dicht gesäten Langstrecken- Nachwuchs zu fördern. Ein tolles Beispiel dafür gab es im Rahmen des Schönbuchmarathons am letzten
Sonntag, 21. Mai. Sieben Zwölftklässler des Nürtinger Hölderlin Gymnasiums, 4 Jungs und 3 Mädels hatten sich entschlossen, ihrer Abinote im Neigungsfach Sport, durch einen Halbmarathon aufzubessern. Am Sonntag stellten sie sich gut trainiert, dieser nicht ganz alltäglichen
Ausdauerprüfung für 18 Jährige. Ausgerüstet mit extra gestylten Trikots, natürlich aus dem Hause Sport Schweizer, konnte fast nichts schiefgehen. Mit dabei vom Team war Hannes Wezel, der seinen Sohn Mario seit März, trainierte und ihn auch einmal "Heilige- Abend- Luft" in der Mittwochsgruppe, schnuppern ließ. Zielzeit am Sonntag war 1.38.h. Hannes sorgte von Beginn an als Tempomacher für einen 4.30 Min Schnitt bis zum Wendepunkt, wo eine größere Hö-Gy Fangemeinde mit Tröten, Rasseln und Plakaten. Auf dem bekanntlich nicht einfachen Rückweg der Strecke, wie in  Jürgen Heubachs Marathonimpressionen trefflich zu lesen ist, gesellte sich dann mit Marcel Franz ein weiterer Högyrunner, zunächst noch mit MP3 Player im Ohr, zu Mario und Hannes. Marcel forcierte nun seinerseits das Tempo. Hannes wich den beiden Jungs nicht von der Seite und drückte als "Hase" ab Kilometer 12 bis Kilometer 20,5 richtig aufs Tempo. Diese Renntaktik ging voll und ganz auf! Die beiden Jungs zeigten dann, was 18 Jährige richtig gut können, nämlich richtig beißen! Als guter "Hase" ließ sich Hannes unter dem Motto "Lass doch der Jugend ihren Lauf" zurückfallen: Mario gewann die Jugendwertung in sehr guten 1.35.19. dicht dahinter, Marcel auf Rang  3. in  1.35.56 und mit David Weber schaffte es ein weiterer Högyrunner mit 1.39.23 unter die magischen 1.40 h. Hannes joggte locker und lächelnd in 1.36.12. ins Ziel. Alle Högyrunner erreichten die vorgegebenen Zielzeiten und bekamen dafür 15 Punkt also eine Eins für diese tolle Ausdauerleistung!! Weitere Zeiten der HöGy Nachwuchsläufer: Moritz Stiefel 1.51.34, Steffi Hundt 1.56.50, Steffi Bauder 2.09.27 und  Meike Doster schaffte trotz Erkältung 2.15.45. Ein Kompliment und ein Dankeschön dem Sportlehrer, Klaus Morschet. Diese Aktion findet ihrer Fortsetzung bei der 100 km Staffel am 24. Juni in Tübingen. Eine tolle Demonstration zur Förderung des Läufernachwuchses und ein Beispiel für das original
Högy-Gemeinschaftsfeeling. Vielleicht trifft man ja den einen oder die andere bald im Team Sport Schweizer!

 

 

 

 

 

 

 
 

 

21.05.2006 Schönbuch Marathon, Leinfelden

- 32. Schönbuch-Marathon, - landschaftlich bemerkenswert!  -

Wie heißt es so schön im Fernsehen immer "…liebe Kinder, bitte nicht nachmachen…". Das selbe könnte man von dem Experiment, das Jürgen am Sonntag mit seiner Teilnahme beim Schönbuch-Marathon veranstaltete schreiben "…liebe Läufer, bitte nicht nachmachen - es sei den ihr seid Peter Schweizer oder habt schon eine gewisse Marathonerfahrung…" :-)))

"Einfach nur so zum Spaß, trotz 8 Wochen ohne langen Lauf - hauptsächlich weil ich das Schaichtal noch nicht kannte entschied ich mich den Schönbuch-Marathon zu laufen und Spaß zu haben". Das waren die Voraussetzungen zum Start von Jürgen Heubach beim 32. Schönbuch-Marathon am 21.05.2006.

"Es war spannend, am Anfang aufregend (weil ich nicht einschätzen konnte wie ich den Lauf überhaupt durchstehen sollte), am Ende traumhaft schön - ein Marathon halt".

Zusammen mit 209 Finishern machte sich Jürgen um 9:00Uhr an den Start. Das Wetter war bewölkt, trocken und leichter Wind - fast optimale Bedingungen. So nutzten einige enttäuschte Marathonis, die am vorigen Tag in Mannheim nicht starten durften (der Mannheim-Marathon musste wegen Sturm abgesagt werden), den Schönbuch-Marathon um doch die Früchte ihrer Marathon Vorbereitung zu ernten.

Da es die ersten 10km ab Musberg stetig bergab geht, gilt es hier nicht zu schnell anzugehen, da die schwierigen Teile der Strecke zwischen km13 und 21 und ab km32 noch kommen sollten. Jürgen ließ es dann die ersten 5 km langsam angehen um dann so langsam "seinen Marathon-Drive" zu finden. Nach 10 km auf dem alten Bahndamm durch das Siebenmühlental wurden dann die Marathonis an der Burckhartsmühle teilweise auf der Straße nach Neuenhaus geleitet, wo dann am Ortsende in das landschaftlich bemerkenswerte Schaichtal eingebogen wurde. Hier ca. bei km13 begann dann ein erster anspruchsvoller Teil der Strecke - es ging bis zur Halbmarathonwende nach ersten Wellen fast stetig, schleichend berauf, was man an der höheren Kraftanstrengung und der langsameren Laufgeschwindigkeit sehr gut bemerken könnte. An der Halbmarathon-Wende durften wir ja aber dann die selben 7km uns wieder erholen und die Beine "laufen lassen". Dies war auch nötig, denn wer diesen Marathon, wie Jürgen, zum ersten mal lief, wußte nicht wie es sich nach gelaufenen 32 Kilometern anfühlen würde nun die letzen 10km mit 120 Höhenmetern Anstieg zu bewältigen. "War aber halb so schlimm - bei einem Marathon beginnen ab ca. km35/36 sowieso die Schmerzen in den Beinen, ob flach oder bergig". Wieder im Siebenmühlental angekommen mit den üblichen müden Beinen konnte Jürgen seinen Rhythmus überraschend gut halten und verlor durch den Anstieg nicht so viel Zeit, wie erwartet. "Es begann die Endorphin-Phase und es hat einfach nur Spaß gemacht". So war Jürgen dann auch im Stadion von Leinfelden-Echterdingen angekommen, überrascht und sehr zufrieden, dass die Uhr nicht wie geplant 3:30 , sondern 3:16:26 anzeigte. Wobei wir wieder beim Experiment wären: "Wenn die Gesundheit mitspielt ist der Spaß der größt mögliche Treibstoff um 42km laufenden Schrittes zu bewältigen". So konnte Jürgen dann mit Gesamtzplatz 35 (AK6) einen ordentlichen Marathon absolvieren. Die Leistungsfähigkeit zur 3 Stunden-Grenze ist aber noch ein gutes Stück weit weg - wir arbeiten daran...

Der Schönbuch-Marathon ist, obwohl man praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit läuft, ein laufenswerter Lauf. Vor allem wegen der landschaftlich bemerkenswert schönen Strecke. "Bis zum nächsten Jahr".

 

 

 

 

 
 

 

20.05.2006 Rennsteiglauf, Schmiedefeld

-Aus Trümmern auferstanden, ehemaliger DDR- Klassiker als Wiedereinstieg-

Nachdem ich in letzter Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht gerade so trainieren konnte wie ich wollte, kam der Rennsteiglauf zur richtigen Zeit um an Freiburg anzuknüpfen.

Ziel war es einen Mitarbeiter meiner Firma, der aus Thüringen stammt, deutlich zu distanzieren bzw. auf der Strecke zu überholen.

Die Voraussetzung hierfür waren nicht gerade günstig. Als Neuling am Rennsteiglauf hat man die Bürde aus dem letzten Startblock starten zu müssen. Mein Mitarbeiter, wir nennen ihn einfach Mark, durfte auf Grund seiner Vorjahreszeit ( 1:40) aus dem ersten Block starten. Das Wetter war sehr bescheiden 7° und Sturmböen ließen nicht gutes verheißen, da sich am Horizont dunkle Wolken ankündigten.

 

Jetzt aber zum Lauf. Beim Startschuß um 7:30, mitten in der Nacht, konnte ich mir noch gar nicht vorstellen wo das Hauptproblem meiner mir gestellten Aufgabe lag. Wir benötigten ca. 7-8min nach dem Startschuß um selbst die Startlinie in Oberhof zu überqueren. Nun lagen 21,1km und so um die 5.500 Läufer vor mir, mir war kalt und ausgeschlafen hatte ich auch nicht. Warum also nicht gleich zum Zielbierchen übergehen. Ich war also auf der Strecke und machte mich sogleich auf eine sehr wilde Aufholjagd. Nach 400-500m bergab kam ein leichter Anstieg von ca. 500m Länge, ich traute meine Augen nicht als ich auf die ersten Läufer auflief die diesen bereits gehend bewältigten, wo war ich nur hingeraten? Jetzt ging es für ca. 1km über eine Bundesstrasse die ich auf dem Grünstreifen neben der Strecke absolvierte um die ersten Bergaufbremser zu überholen, es läuft ja ganz gut dachte ich noch, aber wo sind die Km- Angaben? Nach gut 2,5km kam dann endlich dieser Rennsteig, von der Autobahn auf den Trampelpfad. Platz für meist nur 2 Läufer nebeneinander, wie soll man da nur vorbeikommen? Ich entschied mich neben der Strecke durch den Wald zu springen, zwar sehr anstrengend aber immerhin konnte ich hier die Trainingseinheiten von unserem Mittwochstraining am besten umsetzen. Endlich einmal die erste km- Anzeige 5km ein Blick auf die Uhr 27min, ich dachte ich steh im Wald und so war es auch.

Also zurück auf die Strecke und ohne Rücksicht auf Verluste diese blöden Hügel im Slalomlaufstil hoch. Auf einmal ein Schild „höchster Punkt 973m“ aber wie viel km waren gelaufen? Jetzt ging es fast nur noch bergab, schnell war das 10km Schild (das zweite auf der Strecke) erreicht, endlich, die Uhr zeigte 49min an. Jetzt hatte ich meinen Rhythmus gefunden und setzte meinen Slalomkurs fort. Die jetzt folgenden Anstiege sind es nicht Wert sie zu erwähnen, wichtig war, dass die zu überholenden Läufer weniger wurden. Ab km 15 konnte ich dann mein eigenes Rennen Laufen, das Feld war hinter mir. Die Uhr zeigte 1:11, na ja dachte ich nicht gerade Freiburg (hier zeigte die Uhr an selber Stelle 1:00).

 

Die letzten 6km wollte ich nochmals alles geben um zumindest eine Zeit unter 1:40 zu erreichen (Vorjahreszeit von Mark, wir erinnern uns) wenn ich schon Mark nicht überholen konnte (so dachte ich zu dieser Zeit). Ich also mit Vollgas dem Ziel in Schmiedefeld entgegen, schließlich hatte ich ja auch noch einen Biergutschein in der Tasche und der Durst wurde größer. Im Ziel bleib die Uhr dann doch noch bei 1:35 (Platz 292 AK 42) stehen, geht doch dachte ich, aber wo war Mark?

Wie sich  später herausstellte habe ich ihn noch auf den letzten 2 km überholt und ihm 6min (er lief diesmal nur 1:41) und 5.500 Läufer abgenommen.

Hoffentlich ein Schritt zu alter Stärke, der Berglauf rückt näher!

 
 

 

 
 

 

20.05.2006 Hundseck-Berglauf, Bühlertal

- Frank und Michael trotzen heftigen Windböen beim Hundseck-Berglauf  -

Die Aussicht auf einen trockenen Rennverlauf waren eine halbe Stunde vor dem Startschuss noch nicht erkennbar. Der ständige Wind vertrieb die Regenwolken allerdings wenige Minuten vor dem Start. Einen Haken hatte die Sache allerdings. Wenn auch der Regen abgehalten wurde, der Wind war dafür umso heftiger. Die Aussage der Organisatoren "Wartet ab bis ihr oben seid, hier unten ist es praktisch windstill " ließen den einen oder anderen sicher noch einmal über die Frage nachdenken was er eigentlich gerade hier tut.

Trotz allem versammelten sich rund 180 Läuferinnen und Läufer zum Hundseck-Berglauf 2006. Auf der 9,5km langen Strecke müssen 805 Höhenmeter bis zum 1007m hohen Mehliskopf bewältigt werden. Die Strecke führt zum Großteil auf gut befestigten Waldwegen nach oben, nur auf dem Schlussteil gibt es noch einen etwas anspruchsvolleren Wanderweg, der direkt ins Ziel führt. Um ins Ziel zu kommen muss allerdings Hochprozentiges bewältigt werden. Bereits vom Start geht es bergan und man biegt nach wenigen hundert Metern in eine, kapp einen Kilometer lange, 19 prozentige Steigung ein, die manchem die Luft raubt. Nach der Bewältigung dieser Passage geht es mit durschnittlichen 9 -10 % Steigung weiter. Vor allem der Anstieg von Km 3 bis Km 6 hat es dabei in sich. Hier flacht die Strecke im Prinzip an keiner Stelle ab, was kurzzeitig die Beine erholen würde. Nach einem temporeicheren Abschnitt geht es in der Schlussphase über einen Wanderweg ins Ziel. Die Schwiergkeit hierbei ist weniger die Steigung als die Untergrundbeschaffenheit und den dadurch unrhythmischen Lauf.

Im ersten Steilstück trennten sich bereits die Wege von Frank und Michael. Der kurzfristig eingefügte Lauf in Waldkirch wirkte sich bei Michael positiv aus und er konnte mit ordentlich Druck laufen. In seiner Gruppe mit dabei - Werner Steinhilber. Der routinierte und bekannte Mössinger Bergläufer hatte Michael am Kandel 2min abgenommen. "Eigentlich wollte ich bis Km 6 nicht so schnell laufen und erst dann schauen was noch geht. Im ersten Anstieg hatte ich aber bemerkt dass es besser als erwartet lief. Werner zog auch nicht vorbei, da wollte ich dann mal schauen wie lange ich dabei bleiben konnte." Bis kurz nach Km 5 hielt diese Gemeinschaft an und Werner Steinhilber erhöhte das Tempo. "Ich musste kurz die Beine lockern. Nach dem langen Anstieg waren die Oberschenkel etwas fest geworden. Ich war aber froh dass ich diesen Streckenabschnitt nicht im Alleingang bewältigen musste". Nach kurzer Lockerungsphase erhöhte Michael das Tempo wieder etwas und versuchte den Abstand der vor ihm Laufenden zu halten. Der Versuch noch einmal näher zu kommen wurde mit zunehmenden Windböen erschwert. Bei stürmischem Einlauf (dies ist jetzt nicht in Punkto Tempo gemeint) erreichte Michael als Gesamt 9er das Ziel (3.AK) in 48:12min.

Frank musste bereits am ersten heftigen Steilstück Michael ziehen lassen und bekam ihn ausser kurz danach das restliche Rennen auch nicht mehr ins Blickfeld. "In dem langen Anstieg zwischen 3-6km lief es bei mir ganz gut nur gegen Ende dieser Passage habe ich gemerkt dass die Kraft nachlässt" In diesem Teil ging an Frank auch die spätere Siegerin (Steffi Buss) vorbei und wenig später in Führung. Frank konnte in dem kurzen Bergab Stück bei km 7,5km ein paar Läufer überholen und hatte die restliche Strecke zu kämpfen nicht selbst wieder überholt zu werden. "Besonders der letzte steinige Teil ab km 9 war hart aber dann war doch irgendwann das Ziel da". Am Ende reichte es für Frank als Gesamt 19er (5.Ak) in 50:47min

Parallel zur Berglauf-Veranstaltung fand ein MTB Bergzeitfahren auf leicht abgewandelter und etwas längerer Strecke statt. Mit dabei waren die beiden Biker Christof und Mathias Ganzner. Mit den beiden Bergläufern starteten sie gemeinsam in der Kombinationswertung, die je aus einem Läufer und einem Biker besteht. Unglücklicherweise bekam Christof unterwegs Probleme mit der Wade und verlor dadurch einige Minuten auf seinen Bruder, so dass ein kleines internes Mannschaftsduell ausblieb. Das Team "Hohenneuffen 2" mit Mathias und Frank belegte letztlich Rang 2. "Hohenneuffen 1" mit Christof und Michael belegte den 4. Platz

 
 

 

 
 

 

13.05.2006 Kandel-Berglauf, Waldkirch

- Die Stundenmarke unglücklich knapp verfehlt  -

Der Kandel-Berglauf kam in Michaels Vorbereitungsphase eigentlich nicht vor. Mitte der Woche keimte allerdings der Gedanke doch noch auf in Waldkirch an den Start zu gehen. Ein Entscheidungskriterium sollte unter anderem das Wetter sein. Der Wetterbericht hatte allerdings alles dabei was das Herz begehrte "trocken, Regen, gar Unwetter und Gewitter". Man konnte es sich also heraussuchen. Die Waldkircher wollten von dem alles nichts wissen und hatten einen nahezu wolkenlosen Himmel und Temperaturen knapp über der 20 Grad Marke. Eigentlich nicht typisch für den Kandel-Berglauf. "Seit ich hier laufe, bin ich irgendwie immer bei Nebel oder Regen im Ziel angekommen, ein Wetter wie heute hatte ich noch nie", so der Kirchheimer Manfred Schütte später.

Der Kandel-Berglauf mit seinen 12,2km und 940 Höhenmetern gehört natürlich zu einer anderen Kategorie von Bergläufen wie sie bei uns in der Gegend bekannt sind. Dennoch kann er als "Anfänger-freundlich" bezeichnet werden, da der Weg nach oben über die Kandel-Passstrasse führt und nicht über unwegsames Gelände. Traditionell wird der Lauf auch als Auftakt in die Berglaufsaison genutzt. So blieb es nicht aus dass sich die Schwarzwälder Spitzenläufer Dominik Ulrich, Markus Jenne, Ulrich Benz, sowie weitere am Start tummelten. Kurzfristig nachgemeldet hatte der Spitzen-Triathlet Lothar Leder. An Klasse sollte es also nicht fehlen.

Für Michael stand im Vordergrund den Rhythmus für Bergläufe zu finden und einigermaßen passabel oben anzukommen. So hielt er sich auch zunächst aus dem Start-Gerangel heraus und überlies dies anderen. Bei Km1,5 und dem Einstieg in die Passstraße hatte sich das Feld dann etwas beruhigt und Michael forcierte ein wenig. "Es war Klasse, ich konnte nach und nach andere Läufer einholen. Einige haben sich wohl am Start etwas übernommen oder waren ein wenig übermotiviert." Die erste Wasserstelle ignorierte er großzügig und konnte stattdessen zu Meinrad Beha, einem bekannten Schwarzwälder AK50-Läufer aufschließen. In einer 4-Mann Gruppe ging es weiter nach oben. "Die ersten 6km Kilometer vergingen beinahe wie im Flug, danach wurde es etwas härter". Letzteres war nicht weiter verwunderlich stiegen die Steigungsprozente, für einen Kilometer, doch von durchschnittlichen  ca. 7% auf 9% an. Beha versuchte das Tempo dann etwas zu erhöhen, doch Michael ließ sich von ihm nicht beirren und zog geradezu stoisch sein seinen Lauf durch. Die Mitläufer in seiner Gruppe merkten wohl auch dass Michael das gleichmäßigere Tempo hatte und hielten sich an ihn. Behas Versuch war somit gescheitert. 3km vor dem Ziel konnte Beha allerdings einen erfolgreicheren Fluchtversuch für sich verbuchen. In einer etwas steileren Passage konnte er ein paar Meter auf Michael gut machen.

Bei Km10 bekam Michael plötzlich einen etwas unangenehmen Rumpler von Manfred Schütte ab. Was eigentlich als Motivations-Klaps des auflaufenden Läufers gedacht war wurde aufgrund der eingeschränkten Kräfte und Koordination beider zu einem Beinahe-Zusammenstoß. War aber kein weiteres Problem. Folgen konnte Michael aber nicht. "Es lief gut, aber nach 10km aus dem eingespielten Trott ausbrechen ging nicht von jetzt auf nachher. Erst bei Km11 konnte ich Tempo und Rhythmus nochmals erhöhen. Ich bin dann zu einem aufgelaufen, dem das wohl gar nicht gefallen hat. So kam es dann noch zu einem kleinen Lauf-Duell auf den letzten 500m. Zielsprint nach 12,2km Berg - schon verrückt."

"Die Bestzeit (58:32min) war nie im Blickpunkt und Ziel. Eine Endzeit von 1:00:02h tat dann aber schon etwas weh." Gesamt bedeutete dies Platz 22 (AK.4). Sieger wurde Dominik Ulrich in 51:11min.

 
 

 

 
 

 

06.05.2006 Warmbronner Waldmeisterlauf

- 39:00 - Gleiche Zeit wie letzte Woche, schwierigere Strecke - die Form steigert sich - Waldlauf in Warmbronn  -

Am Samstag, den 06.Mai 2006 fand bereits zum 30. Mal der Warmbronner Waldmeisterlauf statt. Pünktlich um 18:00 starteten die 667 Läuferinnen und Läufer bei strahlenden Sonnenschein und leicht schwülen 22°C - völlig untypisch für diesen Lauf, sagten doch eingefleischte "Waldmeister", dass es in der 30-jährigen Geschichte dieses Laufs erst zum "zweiten oder dritten Mal nicht regnen würde".

Jürgen Heubach versuchte sich auch in diesem Wettkampf weiter zur alten Form zurück zu kämpfen: Der anspruchvolle erste Teil der Strecke mit teilweise giftigen und langgezogenen Anstiegen absolvierte er dann in 20:32. "Obwohl ich Schwierigkeiten hatte in den Lauf zu kommen, die Kraft in den Beinen fehlte, konnte ich in den Bergab-Passagen Zeit gut machen und dann eine 18:28 über die letzten 5km absolvieren". Mit exakt der selben Zeit (39:00, Platz 26, AK9) wie eine Woche zuvor beim Pleidelsheimer Süwag-Lauf, wo die Strecke deutlich einfacher und schneller war, konnte Jürgen sich dann gegenüber dem letzen Jahr in Warmbronn sogar um ein paar Sekunden steigern und war mit diesem Ergebnis voll zufrieden. Die landschaftlich sehr schöne Strecke im Warmbronner Wald mit einem harten Training (Wettkampf) zu verbinden ist immer wieder schön…

 

 
 

 

 
 

 

05.05.2006 Geislinger Stadtlauf

- Trau keinem, der ein Taschentuch in den Händen hält ...  -

Top in Form präsentierte sich  Peter Schweizer in den letzten Wochen. Seine Trainingsergebnisse waren gut, denn er lief beim harten Mittwochstraining immer vorne mit und wer das kann der weiß, dass man auch bei einem Volkslauf vorne mitlaufen kann. (siehe Ergebnis von Michael und Frank letzte Woche) 

Peter wollte seine Form in Geislingen beim 10km Stadtlauf testen doch hatte er sich tags zuvor erkältet. Schade, aber man geht trotzdem hin und läuft dann eben locker die 6 Runden. Peter lief wieder eine Taktik die er selbst nicht versteht. Langsam starten und dann in der 2. Hälfte Tempo machen. So startete er wieder an Position 30 liegend in die 2. Runde. In der 3. Runde war er schon unter den besten 15. In der 5. Runde bekam er von außen die Info dass er auf Rang 6 lag. Eine letzte starke Runde und Peter wurde 5. des stark besetzten Feld im Gesamteinlauf wurde

Und natürlich klarer Sieger seiner Altersklasse. Sicher wäre, wenn Peter Fit gewesen wäre, eine bessere Zeit herausgekommen doch das ist nicht schlimm. So lange er Mittwochs in der Spitze mitlaufen kann, so lange ist er auch für bessere Zeiten gut.