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2006

 

 
 

 

28.10.06 Århus Nat Marathon, Dänemark

- Spontane Laufentscheidung von Benjamin ...-

Hallo aus Århus!

 

Nachdem schon über die Hälfte meines Auslandsaufenthaltes vorbei ist, möchte ich mich noch mal bei euch melden. Leider konnte ich hier nicht bei den Läufen mitlaufen, die ich geplant hatte (z.B. Extremlauf am Strand und im Wald). In den letzten Wochen war ich in einigen Ländern unterwegs, teils mit der Hochschule, teils mit anderen Austauschstudenten. Jeweils ein paar Tage war ich in Kopenhagen, Brüssel, Oslo und Göteborg. Also über zu viel Studiumsstress kann ich mich nicht beklagen ;-)

 

 

 

Mitte der Woche hab ich im Internet vom Århus Nat Marathon (Århus Nachtmarathon) gelesen. Am Samstag hab ich dann um 23.30 Uhr beschlossen um 1 Uhr meinen zweiten Halbmarathon zu laufen. Es hat geregnet, war windig und kühl. Ein paar Freunde haben mich für verrückt erklärt. Aber euch muss ich ja nicht erklären, warum man so was trotzdem macht.

Es waren nur ca. 30 Läufer für den Halbmarathon und ca. 50 für den Marathon am Start. Es war mehr ein spontaner Lauf, und die Dänen wunderten sich, dass ich im Internet davon gelesen habe. Die Strecke bestand aus drei Runden im Hafen, insgesamt ca. 0,000 Höhenmeter. Schon am Anfang hab ich gemerkt, dass hier keine Laufelite vertreten war. Also hab ich nach 3km zu den beiden Führenden aufgeschlossen. So ging es dann einige Zeit und wir redeten etwas (z.B. wollten sie wissen wo ich herkomme, was ich mache usw.). Schließlich musste einer abreißen lassen. Dann lief ich meistens 3m hinter dem Führenden. Ich fühlte mich gut und das Tempo war fast angenehm. Doch schließlich merkte ich, dass ich selten Halbmarathon laufe: Ab Kilometer 16 wurden plötzlich meine Beine und mein Magen verkrampfter. Schließlich bin ich mit 20sek. Rückstand als 2. über die Ziellinie, in 1:22:20 h, immerhin neue persönliche Bestzeit ;-) Danach gab es ab 3 Uhr Frühstück.

Bei diesem Lauf ist mir mal wieder bewusst geworden, wie gut man wohl sein muss, um einen Marathon zu bewältigen. Besonders Karl F. und Peter, der einfach ein Mörder-Programm in den letzten Wochen hingelegt hat (und jeder Halbmarathon unter 1:20 h, Wahnsinn), aber auch allen anderen „Kölnern“: Respekt!

Sonst gehts mir sehr gut. Hab keine Probleme mehr mit meinen Adduktoren, wahrscheinlich weil ich hier etwas weniger trainiere als zuhause (aber die Form wird gehalten!). Somit kann ich im Januar voll angreifen :-) So gern ich auch alleine lauf, meine Mittwochseinheit mit euch fehlt mir hier besonders.

 

Benjamin

 
 
 

21.10.06 25km Rechberglauf, Schwäbisch Gmünd

- Rechberglauf - die kurze Version des Schwäbisch Alb Marathon -

Am Samstag 21.10.06 fand in Schwäbisch Gmünd der 16. Schwäbisch Alb Marathon statt. Bei diesem Lauf, welcher auch zum Europacup der Ultramarathons gehört, ist eine Strecke von 50km über die 3 Kaiserberge (Hohenstaufen, Hohenrechberg, Stuifen) zurückzulegen. Die Kurzversion dieses Laufs ist der Rechberglauf über die halbe Distanz (25km), welcher auf der gleichen Strecke verläuft mit Ziel auf dem Hohenrechberg und mit ca.700 Höhenmetern ebenfalls als anspruchsvoll bezeichnet werden kann.
Mit vom Team Sport Schweizer dabei war Frank, der sich erstmalig über die Halbmarathon-Distanz hinaus wagte.
Bei der Ankunft in Schwäbisch Gmünd um 8:30 Uhr regnete es noch, aber pünktlich zum Start um 10:00 Uhr hörte der Regen auf und die Läufer fanden fast ideale Bedingungen vor. Die Ausgabe der Startunterlagen befand sich in der Großsporthalle, ca 1km vom Start am Marktplatz entfernt. Gegen Bezahlung des Startgelds in Höhe von 22 Euro bekam man einen Stoffbeutel mit Startnummer, Werbezetteln und einem Mini- Müsliriegel.
Frank fand sich gleich nach dem Startschuss im vorderen Teilnehmerfeld der ca. 1000 Sportler, wovon ca. 330 die 25km Strecke unter die Sohlen nahmen, ein und ging die ersten 10km, welche größtenteils noch flach waren, in knapp über 40min an. Auf den nächsten 10km ging es unter anderem über den Hohenstaufen und weiter in Richtung Hohenrechberg. "Der Abschnitt war dann schon deutlich schwerer, was auch meine Zwischenzeit von knapp unter 47min für diesen Abschnitt zeigt", so Frank später. Mit dabei zur mentalen Unterstützung war Franks persönliche Betreuerin Sandra, welche bei 18,5km auf ihn wartete und ihn beim Sturzflug runter vom Hohenstaufen anfeuerte. Leider klappte es nicht, dass Sandra bis ins Ziel kam, da der (kostenpflichtige!!) Zuschauerbus dort zu spät ankam, da er hauptsächlich für die Begleitung der 50km Läufer gedacht war.
Der Anstieg zum Hohenrechberg war dann nochmal richtig schwer und Frank erreichte erschöpft aber zufrieden das Ziel und beendete den Lauf auf Platz 9 im Gesamteinlauf und Sieger der Männer Hauptklasse. "Ich hätte nicht gedacht, so weit vorne zu landen und bin froh die Strecke geschafft zu haben, könnte mir aber absolut nicht vorstellen, jetzt nochmal 25km weiter zu laufen, da meine Füße ziemlich weh tun", so Frank zu Sandra später.
 
Leider dauerte es ziemlich lange, bis im Anschluss an den Lauf eine Ergebnisliste ausgehängt wurde und gegen 15:30 die wenigbesuchte Siegerehrung in der kleinen Schwerzerhalle statt fand. Zu diesem Zeitpunkt waren aber noch immer Läufer auf der 50km Strecke unterwegs.
Der Lauf war ganz schön, nur hatte er ingesamt etwas zuviel Asphaltpassagen, die fast 50% der Strecke ausmachten. Wir sind halt von unserem Laufrevier zuhause schon etwas verwöhnt.

 
 
 
 
 

15.10.2006 Bottwartal-Marathon, Oberstenfeld

- Auslaufen im Bottwartal ... -

Kaum zu glauben aber wahr Peter und Dennis starteten mit Michael Merkle beim Bottwartal-Halbmarathon mit Erfolg. 

Noch etwas müde von den Wettkämpfen der letzten Wochen starteten Peter und Dennis dann spontan am vergangenen Sonntag über die kurze Distanz

Michael der erst seit etwa einem halben Jahr in der Gruppe des Team Sport Schweizer mittrainiert hatte sich vorgenommen diesen Lauf als Formtest zu nehmen und lief ein sehr gutes Rennen. Michael verbesserte seine eigene Bestzeit um über 4 Minuten auf 1.25.29 Std. Dennis lief mit leichten Kreislaufproblemen (Sondertraining mit Peters Bruder Ulrich im Mönchle ) das Rennen mit einer sehr schnellen Frau an und er lief seine zweitbeste Zeit und beste Zeit des Jahres 1.24.01 Std. Platz 44 im Gesamteinlauf. Peter lief als 16. des Gesamteinlaufes ins Ziel Seine zeit 1.19.38 Std.  "Jetzt ist aber Winterpause, denn so viele Wettkämpfe machen müde. Wer läuft schon in 4 Wochen 3 Halbmarathon alle unter 1.20 Std. eine Zehner und noch kurz einen Marathon unter 3 Std.", so Peter später.

 
 

 

 
 

08.10.2006 Ford Köln Marathon

Am Freitag reiste eine Gruppe Läufer des Team Sport Schweizer zum 10. Köln Marathon 2006.
Peter, Heinz, Dennis und Ralf Fischer fuhren mit dem Teambus nach Köln
Fast genau gegen 12.00 Uhr war man dann im Hotel Park Inn. Das Hotel ist schön am Rhein gelegen so dass man sich noch gut auf den Marathon mit einer kleinen Joggingrunde fit halten konnte. Jürgen Leuchte, der mit Armin (Laufkollege von Jürgen) im Zug anreiste besichtige am Nachmittag Köln und die tollen Brauhäuser. Am Abend genoss er ein sehr gutes Essen in einem Feinschmeckerrestaurant. Karl Fischer kam abends mit Gerhard Novacovic und seiner Frau an, so dass dann alle wohlbehalten ihr Abenteuer Marathon antreten konnten.

Lange Läufe hatten alle in den Beinen. Wochenlange Schinderei, Kilometer um Kilometer. Alle waren Topfit.

Samstag ging man dann zu einem Italiener um noch die letzten Kraftreserven aufzutanken. Obwohl der Marathon erst Sonntags um 12.00 Uhr startete ging man
früh zu Bett. Alles passte, gutes Wetter, tolle Vorbereitung, Köln von der schönsten Seite gesehen dann konnte ja nichts mehr schief gehen.

Dann Sonntag, Marathontag, 8.30 Uhr Frühstück, 10.30 Uhr Abmarsch zum Start. Langsam stieg der Puls.
20000 Starter standen Punkt 12.00 Uhr an der Startlinie.

Peter, Dennis, Heinz sowie Karl und Ralf standen fast ganz Vorne. Reinhold brauchte ca. 12 Minuten bis er über der Startlinie war.
Alle kamen sehr gut weg. Peter wollte mit einer Halbmarathondurchgangszeit von 1.22 Std. anfangen und dann versuchen ca. 2:45 Std. zu laufen.
Alles hatte gepasst. Peter lief mit einer schnellen Frau da er dachte dass diese gleichmäßig Läuft. Doch bei KM26 wurde Peter müde und er konnte seinen
Kilometerschnitt von 3:56 min nicht mehr halten. Peters Zeiten schwankten zwischen 4:15 und 5:15 min was zur Folge hatte dass er die zweite Hälfte nur noch 1:35 Std. lief. Enttäuscht kam er ins Ziel. Seine Endzeit 2:57:52 Std., die ja auch nicht so schlecht sind. Platz 139 im Gesamteinlauf unter 20000. Karl lief ein sehr
starkes Rennen. Mit Heinz und Dennis lief er wie ein Uhrwerk an. Durchgangszeit beim Halbmarathon für die drei 1:27 Std. Die Rechnung Marathon unter 3 Stunden
zu laufen schien aufzugehen. Dann ging es bei Heinz los und er musste nach 23 Kilometern verletzt aufgeben. Karl und Dennis liefen gleichmäßig weiter.
Bei der Schallgrenze 30 km hatte man 2:05 Std. Alles passte doch dann kam bei KM33 der Mann mit dem Hammer und Dennis hatte einen Einbruch.
Karl war aus der Dreiergruppe nun alleine auf sich gestellt und lief sogar bei Kilometer 39 an Peter vorbei ohne dass er Ihn gesehen hatte. So war Karl vor
seinem letzen Kilometer wie erstarrt als Peter an Karl vorbeigelaufen ist. Karl vollbrachte eine starke Leistung und lief 2:58:06 Std. und Platz 146
im Gesamteinlauf. Super Karl - großes Lob.
Dennis war enttäuscht als er über die Ziellinie kam, Wollte er doch unbedingt unter 3 Stunden kommen.
Doch ich finde 3:06 Std. ist auch nicht schlecht und er hat immerhin seine Bestzeit um 4 Minuten verbessert. Dennis ist noch jung er hat noch Zeit und ich finde diese Leistung, wenn es auch "nur" 3:06 Std. waren toll. Nur wer einmal dem Mann mit dem Hammer verkommen ist, weiß wie groß die Leistung ist. Dennis belegte Platz 369 im Gesamteinlauf.


Jürgen Leuchte ging mit leichten Problemen an den Start. Er ging etwas schnell an und kam dann mit 3.29,57 Std. ins Ziel. Von Jürgens Lauf weiß ich sehr wenig denn Jürgen ging sehr früh zum Essen und dann leicht müde zu Bett.


Ralf ist der letzte im Bunde. Toll vorbereitet mit 1.29 Std. Halbmarathon aus Ulm hatte die Form gestimmt. Ralf wollte mit 1.37 Std. angehen und alles war noch auf eine Endzeit um 3.20 Std. Doch auch Ralf begegnete wie Peter und Dennis dem Mann mit dem Hammer und nichts ging mehr. Ralf musste 10 Kilometer gehen und kam völlig enttäuscht nach 4.00.36 Std. ins Ziel .Viele viele kamen noch hinter Ralf ins Ziel. Ralf probiert es sicher wieder das hat er mir versprochen. Am Abend besuchten wir dann noch ein tolles Brauhaus mit sündigem Getränk. Aßen und tranken ausgiebig bis die Schmerzen des Laufes weg waren.

Köln war ein tolles Wochenende. Man kann sich nicht vorstellen wie viele Menschen in Köln an der Strecke waren. Ich finde dieses Publikum und den
Lauf großartig. Danke an alle die mit mir ein schönes Wochenende verbrachten. Danke Gerhard Novacovic mit seiner Frau Dorothea sowie Dennis mit Julia, Karl
und mein Schlafpartner Ralf (mit dem hatte ich viel Spaß), Jürgen und Armin sowie Reinhold mit Franziska und natürlich Heinz mit Isolde.

Ich hoffe dass es euch mit mir auch gefallen hat. Sorry Ralf dass ich dich jede Nacht wecken musste aber ich hatte dir immer neue Stories zu erzählen.



Peter Schweizer

 

 

 

Die Ergebnisse (Netto-Zeiten):

Peter Schweizer 2:57:52h
Karl Fischer 2:58:08h
Dennis Galac 3:06:28h
Jürgen Leuchte 3:29:58h
Hans-Reinhold Müller 3:30:01h
Ralf Fischer 4:00:32h