Berichte

aktuelles Jahr - 2011 - 2010 - 2009 -2008 - 2007 - 2006 - 2005

Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember

 

 


2007

 

 
 

 

24.06.2007 Hugo-Boss-Lauf, Metzingen

- Bestzeit trotz 300 Höhenmeter bei fast idealen Bedingungen –

Wie angekündigt startete ich beim Hugo Boss-HM, wo drei 7km-Runden mit jeweils ca. 100hm zu bewältigen waren. Es starteten zeitgleich ca. 700 Läufer ( davon 140 beim HM), was die Sache auf der ersten Runde erschweren sollte, weil ich unter die ersten 8 laufen wollte.
Am Start war dann plötzlich Uli Heim neben mir, und ich sagte „heute habe ich wohl ein gutes Zugpferd und mindestens ebenbürtigen Konkurrenten neben mir“ zu ihm.
Wir startete aus der 2-ten Reihe, um am Anfang das Feld zu beobachten, und weil ich bei dem recht großen Starterfeld nicht wusste wer den 1/2-M läuft. Nach dem 1km an ca. 20-ter Stelle liegend haben wir abwechselnd gleich mächtig Druck gemacht und die erste Runde als 7-ter bzw. 8-ter in 27:30 min. beendet. Ich dachte dass dies viel zu schnell sein müsste, nicht ahnend das es heute eine persönlichen Bestzeit werden würde. Die 2-te Runde lief ich ein wenig verhalten in 30 min., Uli Heim immer dicht auf den Fersen und einen weiteren vom LAV Tübingen immer ca. 20-30m vor mir. Im Wald zur 3-ten Runde holte mich Uli am Anstieg ein, und wir versuchten den vor uns noch gemeinsam zu kriegen. Als Uli das Tempo wieder anzog und den anderen überholte konnte ich erst nicht folgen. Als es dann wieder in der Wald ging, dacht ich mir „jetzt oder nie“ und zog an. Dabei überholte ich den „Roten“ vom LAV und am letzten Anstieg holte ich auch Uli wieder ein. Auf den letzten 500 m habe dann nochmals angezogen, so dass Uli auch nicht mehr folgen konnte, und ich als gesamt 6-ter (AK 3.) in 1:25:30 ins Ziel lief. Da die letzten 3 km ohne Blick auf die Uhr von Taktik geprägt waren, war ich über die Zeit total überrascht. Bei der recht „schweren“ Strecke war dies von mir hatte ich eine langsamere Zeit erwartet.
Es gewann übrigens Triathlet Wolfgang Gauss aus Metzingen in 1:16.
 

Fotos unter Bilder

 

 
 

 

24.06.2007 Osterfelder Berglauf, Garmisch-Partenkirchen

- Benjamin lässt es krachen –

Sonntag morgens um 6:15 Uhr war die Welt noch in Ordnung J und Michael, Benjamin, Dennis und Frank machten sich auf den Weg nach Garmisch zum Osterfelder Berglauf. Unser Fahrer Michael gab auf der Fahrt richtig Gas, so dass wir gegen 8:45 Uhr an der Talstation der Alpspitzbahn waren und unsere Startnummer abholen konnten. Bis zum Start um 10:00 Uhr war wie üblich noch mal austreten und ein paar Meter warm traben angesagt. 1-2-3-4-5-Schuss und es ging los. Die TSSler hielten sich auf den ersten Metern noch etwas zurück, da man sich schon vor dem Start einig war, dass der Lauf mit seinen 12km und 1300 Höhenmetern sicher nicht auf den ersten Metern entschieden wird.

Die ersten 2 Kilometer mit mäßigen Steigungen dienten noch zum „einrollen“, bevor die Strecke auf einen schmalen Single Trail im Wald weiter führte, bei dem Überholen eigentlich nicht möglich war. Nach einer ersten richtig giftigen Steigung (km 3) ging es auf breiten Forstwegen weiter. Ab ca. km 5 ging es auf teilweise serpentinenartigen schmalen Pfaden im schattigen Wald voran. Insgesamt gesehen bietet die Strecke eine relativ gleichmäßige Steigung. Zwischendurch gibt es jedoch immer wieder mal etwas steilere Passagen sowie einige kurze Flachstücke. Bei km 8 sogar 200m bergab. Danach geht es jedoch wieder kräftig nach oben (es heißt schließlich auch Berglauf). Das letzte Drittel der Strecke führt durch ungeschütztes alpines Gelände ohne Aussicht auf Schatten. Glücklicherweise waren die äußeren Bedingungen heuer fast ideal und trotz Sonnenschein nicht zu heiß.
Am Fuße imposanter Felswände des Alpspitzkopf geht es dem Ziel entgegen, welches glücklicherweise erst auf dem letzten Kilometer zu sehen ist. Im Ziel hielten die Helfer Decken und Tee sowie Bananen, Äpfel und Wecken für die Teilnehmer bereit. Im Gegensatz zu den Verpflegungsstellen auf der Strecke, die eher provisorischen Charakter hatten (10 Becher reichen doch). Das Team um Organisator Wolfgang Plümpe sieht es scheinbar einfach ein bisschen lockerer, was der tollen Veranstaltung jedoch insgesamt keinen Abbruch tut. Neu in diesem Jahr war eine exakt vermessene Strecke mit Höhenangaben je Kilometer.

Zum Rennverlauf:
Nach dem ersten Kilometer lag Michael ca. an 25. Stelle, 30m und einige Plätze dahinter folgte Benjamin, welcher wiederum 30m vor Frank lag. Ein Stück dahinter Dennis, der bereits vor dem Start seine Taktik verkündete: „Am Anfang lass ich es gemütlich angehen, um dann später nur noch überholen zu können.“ Gesagt getan – nach KM 4 passierte er Frank, der nur einen halben Kilometer dran bleiben konnte und Dennis ziehen lassen musste. Dennis konnte seinen Plan bis auf den letzten Kilometer umsetzen, als er in Gehpassagen noch von 2 Läufern überholt wurde. Im Ziel reichte es mit einer Zeit von 1:22:19 zu Platz 31. Frank bekam Dennis auf den letzten 2km wieder in Sichtweite, aber der Abstand war zu groß und er konnte keinen Boden mehr gut machen. Leider reichte es für Frank auch nicht mehr an Helmut Reitmaier ran zu kommen, der in Berglaufkreisen für seine krassen Ansichten und Kommentare zu „Huggel-Muggel-Bergläufen“ (u.a. gemeint für Hohenneuffen Berglauf) bekannt ist. Als 38. in 1:23:23 beendete Frank seine Osterfelder Premiere. Weiter vorne hatten es Michael und Benjamin, die die Strecke bereits kannten (Michael 3.Teilnahme / Benjamin 2. Teilnahme) etwas flotter angehen lassen. Benjamin, der wegen seinem Studium die Tage zuvor ziemlich im Stress und vor dem Start wenig euphorisch war, lief ein super starkes Rennen. „Als ich nach km 7 Michael überholte lief ich wie in einer Art Rausch..“ Michael blieb in Schlagdistanz, konnte Benjamin jedoch nicht mehr gefährden. Beide haben ihre Vorjahreszeiten mehr als deutlich unterboten, was zum Teil sicher auch auf die kühleren Temperaturen als 2006 zurück zu führen ist. Laut Ergebnisliste erreichte Benjamin als 18. (3.AK) in 1:15:50 das Ziel und Michael als 20. (3.AK) in 1:16:30. Michael später: „Meine Uhr hat 1:18 angezeigt irgendetwas kann nicht stimmen…“
Den Lauf gewonnen haben übrigens Andre Syme (1:07:20) und Ellen Clemens (1:21:04).

Nach Siegerehrung und Tombola (Flasche Wein für Michael) bei bestem Wetter auf der Hochalm ging es mit der Seilbahn ins Tal und nach 3 Std. Heimfahrt war der Osterfelder Ausflug beendet. „Ein sehr schöner Lauf in toller Landschaft“ – waren sich alle einig.
 

Fotos unter Bilder

 

 
 

 

17.06.2007 AESCULAP-Donautal-Marathon, Tuttlingen

- Marathon-Debütant verfehlt gestecktes Planziel von 3h denkbar knapp –

Für Marathon-Neuling bzw. einem, der einmal Marathon-Luft schnuppern möchte, gibt es sicherlich einfachere Alternativen als den Donautal-Marathon. Ein welliges Profil und sommerliche Temperaturen verlangen dann doch vom Läufer einiges ab. Trotzdem hat sich Michael für diese Herausforderung entschieden.

Um halb vier Uhr Nachts prasselte der Regen, trotz aller Voraussagen, an das Fenster. Die Schwüle der vergangen Tage gehörte der Vergangenheit an. In der Nacht kühlte es auf frische 11°C ab. Die Wettervorhersage sagten aber ein ganz heißes Rennen bevor.
Zum Startschuss um 8.30 Uhr lösten sich die letzten Nebelfelder auf und die Sonne gewann allmählich die Oberhand. Gleich nach dem Start drückten der spätere Sieger Gerhard Schnebele, sowie der Zweitplatzierte Christian Bauer mächtig aufs Tempo und zeigten dem restlichen Feld nur noch die Sohlen. Schnebele ist seit dem Freiburg Marathon 2007 kein Unbekannter mehr in der baden-württembergischen Laufszene. Erinnern wir uns doch an das Interview nach dem Freiburg-Marathon "ich wollte eigentlich nur für den Hamburg-Marathon trainieren und sah den Lauf als Vorbereitung". So ganz nebenbei hatte er dabei allerdings sämtliche Favoriten mit 2:27:21 in Grund und Boden gelaufen. Den Donautal-Marathon beendete er mit 2:36:45h und pulverisierte damit die Vorjahresbestzeit um knapp 6 Minuten.

Marathon-Neuling Michael ließ es hingegen etwas ruhiger angehen. Er wusste dass es sich nicht um die leichteste Strecke handelt. Die Erkundung per Rad wenige Wochen vor der Veranstaltung zeigten bereits einige Tücken auf. "Ungefähr die erste Hälfte ist leicht wellig, in der Zweiten kann man dann dem Schatten ade sagen. Ich habe daher versucht einen Kilometerschnitt zwischen 4min und 4:15min anzupeilen. Anfangs hatte ich noch gewisse Rhythmusprobleme da ich mich nicht recht einordnen konnte. Zum Glück kam dann ein kleinerer Anstieg so dass es dann runder lief und Läufer, die zuerst vorne weg gestürmt waren, etwas ruhiger wurden. Die 3 Stunden Marke hatten noch weitere Teilnehmer angepeilt so dass ich 2 Mitstreiter fand mit denen ich einen Großteil des Wegs laufen konnte. Das war auch ganz gut so, sonst wäre es vermutlich streckenweise ganz schön zäh geworden. Kurz vor Fridingen hatten wir dann eine kleine Unterhaltung, wobei mir Fridingen als die Stimmungshochburg näher gebracht wurden. Als wir dann Fridingen erreichten fragte ich mich schon was die beiden unter "Stimmungshochburg" verstanden. Ein paar Anfeuerungsrufe waren dann nicht unbedingt der Renner. Als wir dann aber den Ortskern erreichten ging dann tatsächlich die Post ab. Mit einem leichten Kick verließen wir den Ort wieder in die Einsamkeit des Donautals. Die Sonne war nun auch deutlich zu spüren. Ich fühlte mich aber gut hydriert und nahm auch jede Wasserstelle mit. Allerdings spürte ich in beiden Schuhen allmählich ein Reiben. KM25 und du merkst dass du Blasen bekommst. Das kann ja noch toll werden. Ca. bei KM32 verließen mich meine Weggefährten. Nicht dass ich einbrach, die beiden konnten einfach eine Schippe drauflegen.
KM35 wurde es dann erstmals hart. Ein kleinerer Anstieg in der letzten Ortschaft zeigte auf dass die Muskeln allmählich weh taten. Nach dem verlassen Orts waren die ersten Häuser von Tuttlingen bereits in Sicht. Allerdings war dazwischen noch ein 5km langes Acker-/Wiesenstück, das ich alleine in praller Sonne queren musste. Dies war sicher der zäheste Moment bei meinem Marathonunternehmen. Die Blasen an den Fußsohlen, die ersten Anzeichen in den Oberschenkeln und die Tatsache dass Tuttlingens Häuser nicht näher kamen trugen wohl dazu bei dass der Kilometerschnitt vom Plan deutlich abwich. Erst als das Industriegebiet von Tuttlingen und ein paar wenige Schlachtenbummler in Sicht waren konnte ich mich wieder zusammenreißen. Einen Schluck Wasser und Cola, dann konnten die letzten beiden Kilometer kommen. In der Stadt meldeten sich dann die Waden. Krämpfe konnten aber gerade noch so "abgeschüttelt" werden. 800m vor dem Ziel dann die unnötigste Aktion. Ein Mädchen läuft ohne auf die Umgebung zu achten über die Strecke. Es kam was kommen musste. Die Reaktionsgeschwindigkeit meinerseits war nicht mehr die Beste. Madame hat es ja eh nicht geblickt, also kam es zu einer kleinen Rempelei, die im Prinzip harmlos war. Meine bereits angekündigten Wadenkrämpfe wollten jetzt zur Hochform auflaufen. Ich schrie wie am Spieß. Hatte aber Glück im Unglück und konnte die Krämpfe gerade noch verhindern und weiter laufen. Um auf die Zielgerade zu gelangen musste noch die Donau überquert werden und ein Häuserblock umlaufen werden. Der kleiner Aufstieg zur Brücke waren wohl die grausigsten anderthalb Höhenmeter meines Lebens. Egal, wenige Minuten später befinde ich mich auf der Zielgeraden und beende meinen ersten Marathon in 3:03:48h."

Fazit über den Lauf:
Das Donautal ist mit Sicherheit nicht umsonst Naturschutzgebiet und wird als Grand Canyon von Baden-Württemberg bezeichnet. Mir ist es wichtig, wenn man auch nicht alles mitbekommt, "a bissle was fürs Auge" zu haben. Der Donautal-Marathon wurde im Vorjahr nicht umsonst unter den Top-Neueinsteigern geführt. Ein Novum am Start war sicher die eigens komponierte und live vorgetragene Donautal-Marathon Hymne. Organisatorisch konnten keinerlei Mängel festgestellt werden. Nur die etwas gelangweilt dreinschauenden Rot-Kreuzler gegen Ende des Laufs hätten etwas mehr zur Motivation beitragen können. Betrachtet man die ganzen drei Tage des runundfun-Spektakels in Tuttlingen so muss man vor den Machern den Hut ziehen. Die Zusammenarbeit mehrerer Vereine scheint reibungslos zu funktionieren.

 

 

Fotos unter Bilder

 

 
 

 

10.06.2007 Hohenneuffen-Berglauf, Beuren

- Tropische Bedingungen beim Angriff auf die Burg –

Das Heimspiel des Teams verlangte von allen einmal mehr alles ab. Die morgendliche Kühle täuschte. Kurz vor neun konnte sich die Sonne voll entfalten und brachte schwüle Luft mit sich. Für Bestzeiten keine wirklich guten Voraussetzungen. Jörg´s und Michi´s Vorhaben "U40" stand unter keinem guten Stern und sollte sich auch letztlich als unmöglich an diesem Tag erweisen.
Um 9.30 Uhr wurden 481 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt. Tagessieger Roman Skalský zeigte bereits wenige Meter nach der Startlinie dass er in einer anderen Liga läuft. Keiner der restlichen 480 vermochte ihm zu folgen. So kam es dass sich dahinter eine Gruppe um Markus Brucks (Sparda-Team Rechberghausen) sammelte. Mit dabei Jörg, Hendrik, Michi und leicht dahinter versetzt Jürgen Kraut. Gemeinsam ging es Richtung Balzholz. Dort löste sich allmählich Markus Brucks von der Gruppe. Jörg, Hendrik, Michi liefen miteinander weiter. Hendrik versuchte zwischendurch einen Ausbruch den er aber vor der Liftspur büßen musste, was ihn weit ins Feld zurückwarf. Ungeachtet dessen hielt sich Jürgen Kraut stets in Schlagdistanz der beiden vorne laufenden TSSler. Auf die Platzierungen konnte er aber keinen Einfluss mehr nehmen. Jörg wurde Gesamt 3. (41:47min), Michi 4. (42:01min) und Jürgen 6. (42:22min).
Wenige Meter weiter hinten im Feld spielten sich ähnliche Szenen ab. Dennis, der sich seit dem Winter in Top-Form befindet und aufgrund seiner lang gezogenen Sprinteinlagen gefürchtet ist, lief ein beherztes Rennen. Auf dem Fahrweg zum Hohenneuffen musste er aber deutlichen Tribut zollen. Der, bis zu diesem Zeitpunkt, rund 200m weiter hinten laufende Benjamin Holder konnte langsam aber sicher Boden auf Dennis gut machen. Bei der Burgumrundung schaffte er es dann vollends aufzulaufen. Nach div. Semesterprüfungen und verbundener Laufpause ein mehr als respektables Ergebnis. In der Ergebnisliste taucht Benjamin dann sogar einen Platz vor Dennis auf (Gesamt. 11. und 12. / 43:36min und 43:37min).
Hendrik, der wenige Wochen vor dem Lauf im Training (Zitat) "locker gelaufen in 40 glatt" war musste deutlich zurückstecken. Mit 44:41min kam er auf Rang 22 ins Ziel. Rückblickend auf seine Ergebnisse der letzten Jahre, so tut es doch dem Hobbyläufer gut wenn auch von ihm menschliche Züge und temporäre Schwäche gezeigt werden. Beim nächsten gemeinsamen Training werden wir den eigentlichen Maßstab sicher wieder kennen lernen.  ;-)
Annette Bendig, die sich drei Tage zuvor den Treppen im Stuttgarter Fernsehturm gestellt hatte, ließ es an diesem Tag etwas ruhiger angehen. Sicher waren auch noch diverse Nachwehen des Treppenlaufs zu spüren. Mit 46:20min blieb sie natürlich hinter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Es reichte aber zu einem ungefährdeten Sieg der Frauenklasse. Mit ihr bzw. knapp vor ihr kamen Michael Merkle (33. /46:18min) und Karl Fischer (34. /46:19min) im Burghof an.
Mit der prinzipiellen Einstellung "der Berg ist der natürliche Feind des Läufers" ging Peter Schweizer ohne Ambitionen an den Start. Stattdessen opferte er sich als laufender Kameramann den Organisatoren. Ausgerüstet mit Helmkamera und Rucksack arbeitet er sich durch das Läuferfeld und lieferte somit ungewohnte Bilder direkt von der Strecke. Auf die Auswertung und Umsetzung der Bilder darf man gespannt sein.
Dem Aufruf folgend schilderte auch noch Michael Merkle seinen Verlauf des Rennens:
"Als nicht gerade freudestrahlender Bergaufläufer, legte ich mir dieses mal ein todsicheres Konzept bereit: Flucht nach vorne. Das einzige was letztendlich an dem Konzept aufging war die Begrifflichkeit "todsicher". Der Schuss ging nämlich nach hinten los. Bereits an der Liftspur hatte ich schon etliche Körner zuviel verbraten um noch zulegen zu können. Um das Tempo nicht ganz zu verschleppen, haben Karle und ich uns prima arrangiert und uns gegenseitig den Berg hochgezogen. Vielen Dank Karle !

Unzufrieden bin ich mit dem Lauf dennoch nicht. So konnte ich doch seit meinem Hohenneuffen-Debut mich jedes mal um eine Minute verbessern. D.h. in nicht einmal 10 Jahren werde ich Roman Skalsky schlagen. Ist das nicht wunderbar ?;-)"

Weitere Ergebnisse:

28. Frank Klass 45:40min
55. Hans-Reinhold Müller    48:35min
66. Dieter Krohmer    49:28min
91. Alexander Müller-Wirsam    51:30min
122. Ralf Fischer    53:17min
150. Peter Herz     54:45min
160. Hannes Wezel   55:08min
267. Peter Schweizer 59:35min

Jörg´s Bericht

 

 
 

 

07.06.2007 Württembergische Mannschaftsmeisterschaften , Leinfelden

- Peter gewinnt 3000m Hitzeschlacht –

Peter Schweizer folgte der Einladung der TG Nürtingen als Mannschaftsteilnehmer  bei den Württembergischen Mannschafsmeisterschaften in Leinfelden. Auf seinem Programm stand dabei eine Doppelbelastung. Gemeldet wurde er für die 3000m und den 800m. Um die Sache noch etwas zu erschweren kletterten die Temperaturen in Richtung der 30°. Auf der Tartanbahn kein Zuckerschlecken.
Über die 3000m gelang Peter dann letztlich ein Start-Ziel Sieg in einer hervorragenden Zeit von 9min45sek. Hannes Wezel, der ebenfalls in diesem Rennen angetreten war beendete den Lauf in 11:23min.
Um 12.00 Uhr stand Peter dann nochmals an der Startlinie für die zwei Stadionrunden. Diese beendete er in 2:17min auf Platz 4.

Während der Tage des Hohenneuffen-Berglaufs ging noch folgender Bericht von Hannes Wezel ein. Nachdem das Meiste wieder in geordneten Bahnen läuft kann dieser nun nachgereicht werden:

- Peter Schweizer besiegt "Olympiasieger" -

An Fronleichnam waren die TSSler Peter Schweizer und Hannes Wezel als Mannschaftsmitglieder der TG Nürtingen Senioren M 50 beim Endkampf um die Württembergische Meisterschaft im Stadion zu Leinfelden aktiv! Um es gleich vorwegzunehmen, sie vertraten das Team mehr als würdig, denn jeder der im Training schon mal eine Laufbahn aus der Nähe gesehen oder benutzt hat weiß, dass auf einer Laufbahn und vor allem bei Bahnrennen andere (Lauf)Gesetze gelten, als auf der Straße oder in Wald und Flur..... Peter, gerade mal in die M 50 gerutscht war an diesem Tag der Jüngste- das tat ihm und seinen Leistungen sehr gut! Er staunte nicht schlecht über die betagten Oldies die mit großem Einsatz rannten, hüpften und kämpften. Für Hannes, der bis Mitte der 1970er Jahre aktiv bei der TGN dabei war, war es eine Rückkehr an die eigenen?(Lauf)Wurzeln?. Vormittags mussten beide erst mal über 800 Meter ran: Vom Start weg wurde ein Höllentempo gelaufen und Hannes ließ sich wieder einmal wie in alten Zeiten mitreißen und ging die ersten 400 in 68! Sec. an!!! Peter zog Eingangs der zweiten Runde an Hannes vorbei um die Spitzengruppe auf dem Zielstrich noch in 2.17. min abzufangen! Hannes übersäuerte in der zweiten Runde, kam aber trotzdem noch in für ihn guten 2.27. min ins Ziel. Dort hörte man dann, dass der Sieger des 800 Meter Laufes wohl der früher russische Olympiasieger Leonid Gromovenko war, der in früheren Tagen einmal 1.45 gelaufen ist. Am heißen Nachmittag gingen Peter( gut ausgeruht!!!) und Hannes bei 30 Grad, dann abermals an den Start, diesmal über 3000 Meter! Peter übernahm sofort nach dem Startschuss die Führung. Taktisch klug, forcierte er von Kilometer zu Kilometer das Tempo, das selbst der angebliche Olympiasieger Gromovenko nicht mitgehen konnte: Bei eindrucksvollen 9.45 Minuten blieb die elektronische Zeitnahme nach einem eindrucksvollen Sololauf unseres Peters stehen!! . Hannes lief gleichmäßig im 3:46 Schnitt durch und kam in 11.19. Minuten ? natürlich von Peter überrundet ins Ziel.. Das Entscheidente bei diesem Lauf jedoch war, dass die Läufer des VfL Sindelfingen, von Peter klar überrundet und von Hannes deutlich geschlagen wurden.! Nach diesem 3000er ging die TGN in der Gesamtwertung in Führung, die auch bis zum Schluss nicht mehr abgegeben wurde, was den Gewinn der Württembergischen Mannschaftsmeisterschaft bedeutete. Fazit: schee wars! Je oller je doller oder, auch mit 50 oder 53 kann man noch Württembergischer Meister werden !
 

Fotos unter Bilder

 

 
 

 

02.06.2007 Austria Ironman, Österreich

- Die Regenschlacht in St. Pölten –

Der Tag vom Wettkampf begann eigentlich optimal. Wir hatten 24 Grad leichten Wind und es war bewölkt. Also einfach gute Bedingungen den ersten Ironman auf der Halbdistanz ( d.h. 1,9 KM Schwimmen, 90 KM radfahren und zum Schluß noch einen Halbmarathon ) für mich und unser Sportteam anzugreifen. Doch kaum hatte ich das Rad abgegeben und meinen Neoprenanzug über gestülpt zogen die ersten Gewitterwolken auf und der Wind frischte stark auf. Aber egal was uns nicht umbringt macht uns hart, denn schließlich startete ich für unser Team und das war mehr als Motivation für mich. Nur als 2 Minuten vor dem Schwimmstart meine Brille sich verabschiedete, da beim festziehen die Fixierung krachte wurde ich leicht nervös. Oder war es schon Hysterie. Nach kurzem Betteln bei den Zuschauern erhielt ich eine Brille und wir hat noch ganze 10 Sekunden bis zum Start. Aber jetzt ging es endlich los. Da durch diese Missgeschick ich aus der dritten Reihe starten musste, hatte ich viele Faustschläge einzustecken bis ich wieder in die vordere Gruppe kam. Während des Schwimmens setzte dann das Gewitter mit Hagel und Sturmböen ein so dass ich gleichmäßig von oben und unten nass wurde. Nach 32 Minuten war ich in der Wechselzone und es regnete noch immer aus vollen Kübeln. Nun ging es ab zum Radfahren 90 Km mit über 1000 Höhenmeter mussten bezwungen werden. Der Regen hörte endlich auf und ich kam gut voran nur der Anstieg von 400 Meter bei Kilometer 68 war extrem. Egal nach 2:49:30 war ich wieder in der Wechselzone und ging auf die letzte Distanz, dem Halbmarathon. Da ich mich überhaupt nicht einschätzen könnte wie es wohl wird, ging ich verhalten an. Jedoch bei Kilometer 11 war mir klar das ist mein Tag wieder hat es angefangen aus vollen Kübeln zu schütten und ich hat noch genügen reseven. So gab ich gas und beendete den Halbmarathon 1:35:22. Zum Schluß blieb die Uhr bei 5:07:24 stehen. Am nächsten Tag habe ich erfahren, dass gerade mal 20 Minuten fehlten ( in meiner Altersklasse ) um sich für die Weltmeisterschaft in Flodira zu qualifizieren. Während des Triathlons dachte ich oft über unser Team nach und ich bin stolz darauf dazu zu gehören, denn obwohl ich in den letzten Monaten fast nie mit trainieren konnte, war ich immer willkommen und hatte nie das Gefühl ausgegrenzt zu sein. Und das ist nun wirklich nicht selbstverständlich. Nächste Jahr werde ich wieder angreifen und vieleicht ist dann ein Mitglied vom Sport-Team-Schweizer bei einer Weltmeisterschaft.

Horst Dräger
 

Fotos unter Bilder