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2007

 

 
 

 

31.03.2007 Osterlauf, Kiebingen

- Karle Schnizler mit neuer persönlicher Bestzeit beim Kiebinger Osterlauf! -

Am Samstagmittag machte ich mich auf nach Kiebingen(TÜ) , um meine Form, im Hinblick auf meinen Wien-Marathon, zu testen. Bei Dauerregen und nur 5 Grad Wärme gings an den Start. Als C-Kader-Läufer/Genussläufer, ordnete ich mich am Start standesgemäß hinter den Etablierten der Läuferszene ein. Als sich des Feld gleich nach dem Start auseinander zog, fand ich eine Kleingruppe an die ich mich hängte. Ich fühlte mich gut und hatte ein ordentliches Tempo. Bei km 5 zeigte meine Uhr 18.15min. an! Ich versuchte mein Tempo zu halten und konnte es auf dem 2.Teil der Stecke auch umsetzen. Im Ziel zeigte die Uhr dann 36.22 min an, was für mich eine Verbesserung meiner Bestzeit um 35 sec. bedeutete! Mit dem 19. Platz in der Gesamtwertung, und Platz 2 in meiner AK war ich natürlich sehr zufrieden. Damit hat sich mein hartes Mittwochstraining ausgezahlt, und ich habe jetzt bestimmt gute Chancen in den B-Kader aufzusteigen.

 

 
 

 

25.03.2007 18. Int. WAZ Volkslauf, Flaesheim

- Sanibär auf Reisen oder Ausflug in den „Pott“ -
 

Kurz umschrieben fing alles mit einem traditionellen Rotwein –„Schoppen“ an, dazwischen folgte ein Halbmarathon und endete mit 2 Bierchen, einer „Cürriewuurst und Pommes Schranke“.

Die Bedingungen vor dem Lauf waren nicht schlecht, aber auch nicht als optimal zu bezeichnen.

Es hatte Samstags noch geregnet somit wurde der Boden noch tiefer und ein böiger Wind erleichterte das Laufen auch nicht gerade. Aber pünktlich vor dem Start kam dann die Sonne heraus und die Temperaturen waren für mein Empfinden bei ca.
10°C ideal.

Die Strecke war durch sanfte, lang gezogene Anstiege und Gefälle gekennzeichnet, welche zweimal zu absolvieren war.

Kurz die 10km- Marke nahm ich bei knapp unter 39min und am Ende kamen dann 1:23:35 und ein zweiter Platz bei der Alterklasse heraus.

 

 

 
 

 

25.03.2007 Bärlauchlauf, Nürtingen

- Hendrik Reiniger: veni, vidi, vici* -

Mit neuer Strecke des Bärlauchlaufs startete die heimische Laufszene in die 2007er Saison. Der ursprüngliche flache, schnelle Zehner bekam bei der Überarbeitung deutlich Profil. Verteilte 130 Höhenmeter gilt es auf den 10 km zu überwinden. Gelitten hat die Veranstaltung darunter allerdings nicht. Durch die komplette Verlagerung in den Wald dürfte die Attraktivität sogar größer geworden sein.

Da aktuell die Ergebnisse nicht vorliegen, hier nur ein kleiner Abriss über das Rennen:

Mit dem Startschuss setzte sich augenblicklich Top-Favorit Bernd Weiss an die Spitze und brachte zwischen sich und dem restlichen Feld bereits auf dem ersten Kilometer respektable 50m Abstand. Er hatte aber wohl, den nun lange Verletzten, Hendrik Reininger nicht auf der Rechnung. Dieser lief auf den ersten 3km noch weit hinter Bernd Weiss, auf den folgenden 7km muss Hendrik aber dermaßen Tempo gemacht haben dass er Bernd Weiss überholte und mehr als eine halbe Minute vor ihm im Ziel war.
Um Platz 3 stritten sich lange Phillip Groll von der LG Filder und Jürgen Kraut. Jürgen ließ aber großzügiger Weise der Jugend am Schluss den Vorrang und begnügte sich mit dem 4. Platz.
Und was passierte im Verfolgerfeld ? Tja, dies ist nun so eine Sache. Die These "Wettkampf ist wie Mittwochs, ...nur langsamer" könnte es wohl nicht besser beschreiben. Peter, Dennis, Michael, Karl F. und Frank gesellten sich zusammen und ließen den Lauf etwas weniger ambitioniert angehen. Keiner der Fünfen startete zur Aufholjagd und man ließ die Führenden ziehen. Als die Streckenführung mit einem längerem Anstieg aufwartete verzog sich die Gruppierung allerdings. Dennis konnte sogar auf den letzten 1,5km sogar noch einen Funken Motivation aufspüren und lief noch einen Tick schneller. Folgend kamen Peter und Michael, danach Frank und Karl.
Die Endzeiten um die 39min sollten für die anstehende Saison keinerlei Wertigkeit darstellen. "Wenn du mit einer mittleren Herzfrequenz von 160 den Lauf beendest dann war es ein flotter Lauf, mehr aber auch nicht. Das Potential für die kommenden Aufgaben ist da.", so eine spätere Aussage.

Reinhold Müllers Formkurve zeigt derzeit deutlich nach ob. Vor wenigen Wochen pulverisierte er in Kandel sein Bestzeit über die Halbmarathondistanz. Beim Bärlauchlauf konnte er noch seine 10km-Zeit unterbieten. Man darf auf den anstehenden Zürich-Marathon gespannt sein.

 

*Ich kam, sah, siegte

 

 
 

 

24.03.2007 Nürtinger Zeitung

- Die Nürtinger Zeitung berichtet über Jörgs Leidenschaft -
 

Adventure Racing

Mehrere Sportarten vereint Grenzerfahrungen der besonderen Art Karte und Kompass unerlässlich

Adventure Racing ist eine noch junge und in Deutschland weitgehend unbekannte Sportart. Der Beurener Jörg Schneider ist einer der wenigen, die das Fieber der Extremsportart gepackt hat und der diesen Sport mit großem Enthusiasmus betreibt.
 

SIMON PELTZER

Jörg Schneider ist ein kleiner Mann mit muskulöser Gestalt und einem strahlenden Lächeln im Gesicht. Eine Ecke seiner Wohnung ist übersät mit Trekkingschuhen, Trinkschläuchen, Fahrradhelm, Energiegels, Blasenpflastern und etlichen weiteren Utensilien für diverse Sportarten. Es scheint, als plane der 38-Jährige einen Umzug oder einen längeren Urlaub. Doch dem ist nicht so. Denn Jörg Schneider betreibt Adventure Racing und immer, bevor er zu einem Wettkampf aufbricht, sieht es so bei ihm aus.

Adventure Racing kommt ursprünglich aus Neuseeland. In der abwechslungsreichen und dünn besiedelten Landschaft des Ozeanienstaates beschlossen ein paar sportverrückte Neuseeländer vor etwa 15 Jahren, sich eine in die Natur eingebettete Sportart zu erschaffen, die den Teilnehmern alles von körperlichen Höchstleistungen über psychische Grenzerfahrungen bis hin zu extremen emotionalen Belastungen abverlangt.

Die Verbreitung dieser neuen Extremsportart wurde vor allem durch eine amerikanische Fernsehserie, die das Adventure Racing zur Grundlage ihrer Sendung machte, vorangetrieben. Trotzdem ist der Bekanntheitsgrad bislang nur in Australien, Neuseeland und den USA entsprechend hoch, um eine regelmäßige Berichterstattung zu gewährleisten. In Europa können sich, bis auf wenige Ausnahmen, bisher lediglich Franzosen, Engländer und Spanier ein wenig für diesen Sport begeistern.


Drei Männer und eine Frau bilden ein Team

Auf die Frage, wie er die Sportart am besten beschreiben oder erklären würde, holt Schneider erst einmal tief Luft und grinst: Eine Erklärung zu finden ist nicht einfach, da viele Sportarten Teildisziplinen des Adventure Racing bilden. So sind stets Laufen und Mountainbiken wesentliche Bestandteile des Rennens. Je nach Jahreszeit oder Wettkampfgebiet kommen dann noch Inlineskating, Kajak, Ski-Langlauf, Schwimmen oder diverse Kletter- und Seilaktivitäten hinzu.

Den größten Unterschied zu allen anderen Sportarten, so Schneider, bildet der Umgang mit Karte und Kompass. Der Weg ist nicht vorgegeben und muss selbst gewählt werden. Lediglich verschiedene Checkpoints müssen angesteuert werden. Die Navigation sollte man nicht unterschätzen, das kann selbst dem besten Ausdauerspezialisten den Sieg kosten. Außerdem ist man immer im Team, in der Regel drei Männer und eine Frau, unterwegs und muss so auch ständig auf seine Kameraden achten.


Ein Rennen kann bis zu sechs Tagen dauern

Hierbei spielen gruppendynamische Prozesse wie der Aufbau des gegenseitigen Vertrauens, das Einschätzen der Stärken und Schwächen des Einzelnen sowie die ständige Unterstützung und Zusammenarbeit untereinander eine sehr große Rolle. Das geht sogar so weit, dass sich schon Psychologen für den Sport und vor allem für das Verhalten von Menschen in Stress- und Ausnahmesituationen interessieren. Jörg Schneider hilft bei der Bewältigung der extremen Belastungen sein Beruf als Business-Coach, in dem er in Unternehmen den Mitarbeitern die nötigen Fähigkeiten vermittelt, ihr Potenzial besser auszuschöpfen.


Sich bloß mal für 20 Minuten in einen Graben legen

Die Dauer eines solchen Rennens variiert zwischen sechs Stunden und sechs Tagen. Jedem Team ist es selbst überlassen, Pausen einzulegen. Es empfiehlt sich aber, wenigstens manchmal sogenannte Power Naps einzulegen, meint Jörg Schneider. Dies sind kurze Schlafpausen zwischen 15 und 30 Minuten, die dem Körper die Möglichkeit geben, wenigstens teilweise zu regenerieren. Sich einfach mal in einen Graben zu legen und 20 Minuten zu erholen, bewirkt vieles. Es fördert beispielsweise die Konzentration, die für die Navigation unerlässlich ist, ist er überzeugt.

Doch nur mit einer Mütze Schlaf von etwa 30 Minuten und einem gewissen Talent zum Kartenlesen lässt sich ein solches Rennen natürlich nicht bestreiten. Deshalb trainiert Schneider zwischen 15 und 20 Stunden pro Woche. Dieses Training besteht ebenfalls wie der Wettkampf selbst aus einer Mischung der verschiedenen Sportarten, die die Athleten während eines Wettkampfes beherrschen sollten. Der 38-Jährige gestaltet sich das Training möglichst abwechslungsreich und frei: Ab und zu habe ich einfach keine Lust zu laufen, dann nehme ich mir eben meine Inlineskates und ziehe los.


Die Ausrüstung muss nicht sündhaft teuer sein

Bei so vielen Sportarten und den zahlreichen Utensilien, die hierfür benötigt werden, drängt sich natürlich die Frage auf, ob dieser Sport finanziell nicht sehr kostspielig ist. Schneider verneint dies und meint, es sei eine Sportart für fast jeden: Das meiste haben die Leute ja sowieso schon und wenn sie diesen Sport nur aus reiner Freude ohne großen Ehrgeiz betreiben, brauchen sie auch nicht die teuersten Geräte, einfache Modelle tun es da auch.

Er selbst bekommt den weitaus größten Teil seiner Ausrüstung von Sponsoren gestellt. Dies reicht von sündhaft teuren Mountainbikes über nicht weniger kostspielige Stirnlampen bis hin zu günstigeren Dingen wie Energiegels. Doch auch Schneider schaut aufs Geld: Ich sehe keinen Grund, über 1000 Euro für einen Startplatz zu bezahlen, wenn es etwas Vergleichbares auch ein paar Wochen später für viel weniger gibt.


Startgebühren zwischen 60 und 500 Euro

Die Startkosten pro Person betragen in der Regel zwischen 60 und 500 Euro. Der Preis orientiert sich meist an der Länge des Rennens und ob das Rennen zur Adventure Racing World Series zählt, welche eine Art Weltcup darstellt, aber von keinem Verband organisiert wird. Über diese Rennen ist es möglich, sich für den absoluten Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft, zu qualifizieren. Unterhalb der Adventure Racing World Series gibt es noch einige kleinere Rennen, bei denen auch viele Teilnehmer erste Wettkampfluft schnuppern wollen. Die Teams bei diesen Rennen wollen einfach mal schauen, wie das so abläuft und ihre eigenen Grenzen kennen lernen, sie nehmen den Wettkampf allerdings nicht so ernst, erzählt Schneider, der selbst mit seinen Teams meist zur Spitze des Teilnehmerfeldes gehört.

Er bezeichnet sich selbst als semi-professionell, da er diese Sportart nicht hauptberuflich, sondern lediglich sehr intensiv als Hobby betreibt. Es gibt auch nur wenige, die sich als Profis damit ihren Lebensunterhalt verdienen können. Zu denen merkt man aber noch einen gewaltigen Unterschied, bedauert Schneider und fügt bewundernd hinzu: Die sind einfach eine Klasse für sich.


Athleten und Ausrüstung unter der Lupe

Die Profis erkennt man bei Rennen sofort. Spätestens beim sogenannten Skill test, bei dem sich die Organisatoren ein Bild von den Fähigkeiten der Teilnehmer machen, ob sie auch wirklich die Grundtechniken der verschiedenen Sportarten beherrschen. Bei diesem Test muss man sich beispielsweise von einem Balkon abseilen oder ein paar Meter mit dem Kajak paddeln, erzählt Schneider, der von diesem Test mit einem Schmunzeln berichtet: Es ist ein lockeres Aufwärmen.

Ebenso ein Pflichtprogramm ist der Equipment check, bei dem die Ausrüstung kontrolliert wird. Jeder Teilnehmer muss für alle Sportarten gerüstet sein. Das Race briefing bildet den Abschluss der Vorbereitungen. Hierbei werden die Landkarten verteilt, die den Teams zur Orientierung dienen, da die Rennen jedes Mal in neuen und für die Wettkämpfer unbekannten Gebieten stattfinden. Beim Race briefing stürzen sich immer alle Teams auf die Karten, jeder will als Erstes hineinschauen. Danach beginnt dann das eigentliche Rennen.

Einen normalen oder üblichen Rennablauf gibt es nicht. Jedes Rennen ist anders. Außer das Glücksgefühl am Ende, es geschafft zu haben, das ist immer da, erzählt der 38-jährige Extremsportler mit strahlenden Augen. Ob er sich trotzdem an ganz besondere Rennsituationen erinnert? Klar! Da gibt es einige, die ich niemals vergessen werde. Darunter sein wird auf jeden Fall das Rennerlebnis, als er sich mit seinem Teamkollegen beim Mountainbiken an die beiden Weltmeister gehängt hat, in der Hoffnung, von den beiden weit nach vorne gezogen zu werden. Doch wie es das Schicksal so will, machten die ansonsten souveränen Champions ungewohnte Fehler und Schneider hätte sich lieber auf sich selbst verlassen. Daraus lernt man, dass auch die Besten nie fehlerlos bleiben werden, ist er sich sicher.


Kein Sport ist so vielseitig und abwechslungsreich

Wieso Jörg Schneider ausgerechnet auf Adventure Racing gekommen ist, beantwortet er spontan: Die Vielseitigkeit und Abwechslung ist hier so groß wie in keiner anderen Sportart. Allein die Landschaft mache schon viel aus. Mal in Neuseeland, Schottland, Polen, das ist einfach abwechslungsreicher.

Früher spielte er bis zur A-Jugend Fußball und betrieb Triathlon. Doch schon bald war ihm das zu eintönig und nachdem er eine Dokumentation im Fernsehen über Adventure Racing gesehen hatte, war er von diesem Virus infiziert. Auch wenn anfangs Schwierigkeiten, wie fehlende Kontakte oder Teampartner, die Normalität bedeuteten, so ließ er doch nicht locker und biss sich durch. Mittlerweile ist er Organisator, Manager und festes Mitglied eines Teams, das meistens in derselben Besetzung die Rennen bestreitet.

Die Faszination des Adventure Racing macht bei Schneider jedoch nicht nur die Vielseitigkeit oder Abwechslung aus, sondern für ihn stellt dieser Sport die ultimative Metapher fürs Leben dar: Wie im Leben hat jeder Teilnehmer im Rennen Höhen und Tiefen. Außerdem ist der Teamgeist das Wichtigste. Diese Sportart, philosophiert Schneider weiter, ist immer auf das reale Leben anwendbar und man lernt sehr, sehr viel dabei. Sagt es und lächelt.




Keine Abenteuerromantik, sondern knallharter Wettkampf in wilder Natur: Die exotische Sportart Adventure Racing vereint verschiedene Sportarten. Eine Spielwiese für Extremsportler.



Ein Teil der Wettkampfausrüstung Jörg Schneiders. Foto: pel





Liebt die Herausforderung des Adventure Racing: Jörg Schneider aus Beuren.
Foto: pel
 

Quelle: Nürtinger Zeitung vom 24.3.2007

Jörgs Homepage
 

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