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2007

 

 
 

 

27.05.2007 Gebirgstälerlauf, Oberstdorf

- Jörg läuft in die Top-Ten –

Eine Woche nach dem Trainingslager Oberstdorf/Spielmannsau zog es Frank, Dennis, Nico, Reinhold und Michi noch einmal nach Oberstdorf. Weiter waren dabei Dietmar Schaich, Rudolf Pletzer und dessen Frau Bettina, sowie Werner und Inge Wurm. Dieses Mal allerdings nicht zum Training, sondern zum 21,1km langen Gebirgstälerlauf. Im Gegensatz zur Vorwoche als die Strecke trainingshalber abgelaufen wurde und es aus Kübeln schüttete zeigte sich das Wetter von seiner besseren Seite. Es war fast schon zu warm.
Alle Beteiligten zeigten sich gespannt wie der Rennverlauf sein würde. War doch die Woche nicht unbedingt von Regeneration oder gesundheitlichem Top-Zustand geprägt. Reinhold schlug sich mit einem heimtückischen Mückenstich herum. Dennis, Michi und Frank gestalteten das Mittwochstraining einmal mehr zum gnadenlosen Ausscheidungslauf über 23km.
So standen sie nun also um 10.35 Uhr an der Startlinie zum Gebirgstälerlauf. Nach dem Startschuss entstand ein Gerangel um die Plätze. "Wie wenn es um Sekunden gegangen wäre", so ein leicht verärgerter Jörg später. Er war aber auch Opfer in diesem Durcheinander. Ein Mitläufer tuschierte ihn, so dass er zu Boden stürzte und er Mühe hatte die Meute von sich abzuhalten und wieder aufzustehen. Kurz darauf war er allerdings wieder vorne zu finden. Vielleicht verlieh im dies auch den nötigen Adrenalinstoß - bei der Hinfahrt war er zumindest durch mehrfaches lautes Gähnen aufgefallen - Jörg legte nun ein Tempo vor, das definitiv nicht den Eindruck erweckte dass er nur dabei sein wollte. Michi, der mit ihm die ersten beiden Kilometer bewältigte, ließ ihn kurz nach KM 2 laufen. "Das war mir zu heftig, ich dachte erst - OK um aus dem Gerangel rauskommen sicher kein Fehler. Als ich bei KM 2 dann auf die Uhr schaute (7:38min, inkl. dem ersten kleinen Anstieg) hab ich die Bremse gezogen. Weitere 19km in dem Tempo bringst du nicht durch".
Jörg lief aber unbeirrt weiter. Dass er in diesem Jahr eine super Form hat, die er vielleicht nicht immer ins Ziel bringt, war aufmerksamen Mitgliedern nicht entgangen. Auch im Trainingslager deutete alles daraufhin. Was er aber dann noch auf die Piste legte verdient vollen Respekt. Zwischenzeitlich arbeitete er sich bis auf Platz 5 vor. Erst eine Gruppe Läufer, die sich eine Zeit lang der Tempoarbeit von Jörg bedienten um ihn dann beim letzten Anstieg im Gesamtklassement etwas durchzureichen ließen ihn in den zweistelligen Bereich zurückfallen. Letztendlich landete er auf dem 10. Platz (4. AK) in überragenden 1:19:16h.
Michi fand seinen eigenen Rhythmus, musste für sich aber feststellen dass der anfängliche Husarenritt nicht förderlich war. Nach der Wende hatte er noch einen kleinen Hänger. Als ihn ein Mitläufer im bergab Stück überholte bekam er die "zweite Luft". Gemeinsam liefen sie bis zum Abzweig ins Oytal. "Als wir ungefähr die halbe Strecke im Oytal hinter uns hatten machten plötzlich meine Oberschenkel zu. Ich musste meinen Mitstreiter einfach ziehen lassen und konnte überhaupt nicht reagieren." Auf dem zurückführenden Teerstück ließen seine Beine wieder etwas mehr zu. Mit der Tempobolzerei in der Vorwoche war es allerdings nicht zu vergleichen. Auf Platz 27 (5. AK) in 1:23:29h lief er ins Ziel. Das eigentliche Vorhaben "Ich will die dritte Milchkanne" (allgäuerisch: Milchchkanna) war damit natürlich nicht zu realisieren.
Kurz danach lief Dennis ins Ziel ein. 1:24:15h, Platz 33 (6. AK). "Ich hab versucht Michi so lange wie möglich im Blick zu halten. Im Oytal haben dann meine Beine allerdings auch nicht mehr mitgemacht.


Nico, der noch nie einen Wettkampf in der Halbmarathondistanz absolviert hatte, konnte sich im Ziel mehr als freuen. Feierte er doch an diesem Tag seinen 17. Geburtstag. Der bescheidene Wunsch "ich will beim Gebirgstälerlauf dabei sein". Dieses Unternehmen wurde zudem noch mit dem Alterklassensieg in 1:26:45h versüßt. "Unterwegs habe ich Frank überholt und dann Rudolf vor mir gesehen, da dachte ich mir - den schnappe ich mir auch noch".
Frank kämpfte kurz nach der Wende bis ins Ziel mit Magenproblemen. Volle Leistung war dadurch nicht mehr möglich. Mit 1:27:57h beendete er auf Rang 54 (11. AK) das Rennen.
Reinhold, der wie erwähnt die Woche über gehandicapt war peilte eine Endzeit knapp über 1h30min an. Das Trainingslager sollte aber durchaus positive Auswirkungen auf ihn haben. Mit 1:29:31h überquerte er die Ziellinie. "Es lief super. Ich fühle mich eigentlich nicht kaputt."

Die weiteren Ergebnisse: Rudolf Pletzer 1:27:35h (51. / 1.AK), Dietmar Schaich 1:41:19h (179. / 32. AK), Werner Wurm 1:44:40h (232. / 5.AK),  Bettina Pletzer 1:57:11h (384. / 13. AK), Inge Wurm 2:06:26h (446. / 15. AK)

In der nahe gelegenen Kristall-Therme ließ man den Lauf dann noch einmal Revue passieren. Sprach über "hätte, wäre, wenn" oder über das eine oder andere Wehwehchen.
Nach einem kurzen Besuch der Siegerehrung wurde auch schon wieder die Heimreise angetreten. Alles in allem war Oberstdorf mal wieder eine Reise wert. Alle Ziele konnten nicht erfüllt werden. Allzu unzufrieden war man aber auch nicht.

Jörg´s Sicht der Dinge

Fotos unter Bilder

 

 
 

 

20.05.2007 7. Trollinger Marathon, Heilbronn

- Kenner laufen Württemberger –

Karl Fischer´s Bericht vom 7. Trollinger Marathon:

Nachdem ich von sehr, sehr vielen Leuten , sowohl Läufer als auch nicht Läufer , gehört habe, dass der Trollinger Marathon zu einen der schönsten Läufen Baden Württembergs zählen soll, wollte ich mich selbst davon überzeugen.

Zusammen mit ca. 5000 Läufer ( 600 Marathonläufer und 4300 Halbmarathonläufer ) ging ich also an den Start.

In der Tat, hervorragende Organisation, Bombenstimmung an der Strecke, alle 5 km Gugga Musik Kapellen, Kinder zum abklatschen,
Private Personen stellten Sprühduschen auf und versorgten die Läufer bei sehr heißen Temperaturen ( 29 Grad ) zusätzlich noch mit Getränken.

Die Strecke ist wundeschön , durch herrliche Weinorte , in Flein tobte das Volk an der Strecke , herrliche Weinberge, hier allerdings ein Anstieg von Km 8 bis Km 10
mit ca. 100 Höhenmeter.

Die Verpflegung im Ziel ließ keine Wünsche offen, alles rundum eine tolle Veranstaltung die sich hinter den großen Läufen in Baden Württemberg wie Ulm, Stuttgart und Ulm nicht verstecken braucht.

Ich kann also nur jedem empfehlen diesen Lauf im Jahr 2008 in Angriff zu nehmen – bei hoffentlich angenehmeren Temperaturen, denn am Sonntag war es brutal heiß zum laufen – bei diesen Temperaturen sollte man doch eher ins Freibad gehen. 10.35 Uhr für den Start ist eindeutig zu spät

Leider haben sich einige Läufer überschätzt und es kam zu einigen Zusammenbrüchen, das Rote Kreuz konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen.

Ach so, falls es jemand interessieren sollte, ich bin mit einer Zeit von 1:24:56 h als Gesamt 26.er ins Ziel gekommen

 

 
 

 

17.05 - 20.05.2007 Trainingslager Oberstdorf - Spielmannsau

- Trainingslager Oberstdorf –

Zehn Mann des Team Sport Schweizer machten sich vom 17.5 - 20.5 auf ins Trainingslager nach Oberstdorf. Genauer gesagt nach Spielmannsau.
Die Anreise fand bereits bei strömendem Regen statt, der sich den ganzen Tag halten sollte. Der Fahrplan für den anstehenden Nachmittag gab bereits die erste Lauf- und Trainingseinheit vor. Gemäß dem Motto "nur die Harten kommn in Garten" lief man also trotz der widrigen Bedingungen los. Da man direkt auf der Strecke des Oberstdorfer Gebirgstälerlaufs wohnte und Teile des Teams in der folgenden Woche bei diesem Lauf gemeldet hatten lief man also auf dessen Spuren. Die 17,5km waren mit nassen Klamotten und frischen Temperaturen nicht unbedingt ein Genuss. Alle waren an diesem Tag froh eine warme Dusche oder gar die Sauna vorzufinden.

Tag zwei zeigte sich bereits deutlich freundlicher. Nachts hatte es mit regnen aufgehört und beim morgendlichen Lauf lugte bereit die Sonne vorsichtig durch die Wolkendecke. An diesem Morgen schlauchte man sich selber. War doch die Regenerationsrunde etwas sportlicher ausgefallen als geplant. Auf die 4,5km kurze Runde hatten sich ein paar hochprozentige Anstiege geschlichen. So wusste zumindest der Körper gleich dass man nicht zum Spaß hier war.

Die Nachmittagsrunde sollte die Läufer dann noch einmal so richtig fordern. Die ersten echten Höhenmeter standen auf dem Programm. Von Spielmannsau ging es zunächst hinauf nach Gerstuben. Dort verfehlte man den eigentlichen Weg wodurch die eigentliche Strecke um 8 Kilometer verlängert wurde. Gezwungener Maßen durchlief man das gesamte Oytal, wofür man aber mit einer grandiosen Landschaft und zwischenzeitlich sommerlichen Temperaturen entschädigt wurde. Am Ende der Einheit standen dann rund 24km auf den Kilometerzählern und mehr als 1000 Höhenmeter.

Der dritte Tag führte die Sport Schweizer Truppe direkt nach Oberstdorf um von dort dann, laufend, das Nebelhorn zu erklimmen. Frank und Michael, die bereits des öfteren diesen Anstieg auch im Wettkampf gemeistert hatten bereiteten ihre Novizen entsprechend vor. Mit der nötigen Ruhe ging man die Sache also an. Mit der Zeit und den Höhenmetern in den Beinen wurde die Gruppe allerdings mehr und mehr auseinander gerissen. Mit den neuen Shirts war man bei den Wanderern und Touris gleich mehrfach aufgefallen. A) mussten sie feststellen dass sich die Schinderei gleich mehrere antun B) motivierten die aufgedruckten Namen zu spontanem Anfeuern. Nach und nach "tröpfelten" dann die Mannschaftsteile an der Station Höfatsblick ein. Der Weg bis zum Gipfel blieb verwehrt, da es die Tage zuvor eine satte Neuschnee Auflage gab. Der Abstieg führte nicht auf dem gleichen Weg zurück. Es sollte wieder ins Oytal gehen. Da der Weg für geübte Wanderer ausgeschrieben war, wurde man auch hier wieder etwas verwundert angeschaut. Wo sich Wanderer mit festen Schuhen und angepasstem Outfit den Berg hinauf und hinab bewegten, flitzten auf einmal zehn gelbe Männlein in Laufschuhen und Trägershirt über Schneefelder und den Hang runter. Es sind aber alle gut unten angekommen. Sogar so gut dass auf den letzten drei Kilometern ein Team Sport Schweizer typisches Ausscheidungslaufen stattfinden konnte.
Eine Entspannung der geschundenen Glieder und Gelenke fand anschließend am Moorweiher bzw. im Cafe´ statt.
Die Tageskilometer waren mit ca. 18 Km nicht so üppig wie am Vortag, doch die etwas mehr als 1200 Hm reichten auch vollkommen aus. Und das Bergab ging ja auch nicht spurlos an einem vorüber.

Der vierte und letzte Tag sollte noch einmal genutzt werden. Teile des Teams wollten den Lockerungslauf nun endlich wahr machen und entschieden sich für eine Runde an und um den Christlesee. Der andere Teil wollte noch einmal die Gelegenheit aufgreifen Höhenmeter zu machen. Braucht man doch zu Hause, wenn es die Schwäbische Alb rauf und runter geht, ein vielfaches an Zeit für eine vergleichbare Summe an Höhenmetern. Das Etappenziel sollte die Kemptener Hütte sein. Auf schmalem Pfad führte der Weg nach oben. Kaum dass man die Hütte erreicht hatte, machte man sich auch schon wieder auf dem gleichen Weg in Richtung Spielmannsau. Der in der Sonne liegende einzelne Wanderer fragte sich sicherlich auch was denn das jetzt war.
Mit flottem Tempo ging es wieder den Berg hinunter. Gemeinsam lief man dann in Spielmannsau ein. Bilanz des Tages - 13km/900Hm. Nach einer Dusche und dem Mittagessen wurde dann die Heimfahrt angetreten.
 

Fotos sind unter Bilder eingestellt.

Auch Jörg hat zwischenzeitlich seine Sicht der Tage ins Internet gestellt.

 

 
 

 

13.05.2007 Schönbuch-Marathon, Leinfelden

- Finisher finishen immer gut –

Team Sport Schweizer im Schönbuch:
Peter Schweizer wollte einen langen Lauf machen, Jürgen Heubach wollte ein weiteres Laufexperiment starten – mehr hierzu in diesem Bericht.

Bei bestem Wetter starteten am 13.05.2007 pünktlich um 9 Uhr ca. 180 Läuferinnen und Läufer zum Klassiker unter den Landschafts-Marathons.
Peter, der einen „lockeren Langen“ als Vorbereitung auf dem Mannheim Marathon machen wollte, ging diesen Marathon, eigentlich untypisch für ihn, kontrolliert langsam an – Halbmarathon-Durchgangszeit 1:35 – um dann die zweite Hälfte mit Spaß am Laufen und mit etwas verschärften Schritt den einen um den anderen Laufteilnehmer „einzusammeln“. „Ich glaube, ich war der einzigste, der die zweite Hälfte an diesem Tag schneller als die Erste gelaufen ist“ sagte Peter im Anschluss an den Lauf. Waren doch die Bedingungen bei der zweiten Marathon-Hälfte wegen der nun bis zu 28°C Temperatur und der permanenten Steigung auf den letzten 10km „kernig“. Die Endzeit mit 3:04:55, Gesamtplatz Nr. 10, AK-Platz Nr. 1 in der Klasse M50 waren dann auch die logische Konsequenz – eine Zeit, die sich bei diesem Marathon sehen lassen kann.

Jürgen Heubach, der am 05.05.2007 beim Warmbronner Waldmeisterlauf zum ersten Mal in diesem Jahr Volkslauf-Luft schnupperte und diesen 10km Lauf in 57:02 körperlich gut beenden konnte, setzte sich zum Ziel beim Schönbuch Marathon am 13.05.2007 „in irgend einer Strecke an den Start zu gehen“. Die Chronologie von Jürgens Gedanken in der Woche vor dem Schönbuch Marathon lässt sich wie folgt kurz beschreiben
J
● Montag (08.05.): „ich überlege den Marathon bis km32 zu laufen und mich dann abholen zu lassen“
● Mittwoch (10.05.): „nachdem ich beim 11km Lauf mit unserem >>B-Team<< dermaßen untergegangen bin, werde ich den Halbmarathon in 1:45 laufen“
● Samstag (12.05.): „ich würde so gerne den Marathon laufen – wegen dem sehr schönen Streckenabschnitt durch das Schaichtal, kann es mir aber nach nur 8 Wochen Training nach 8 Monaten Zwangspause nicht zutrauen – große Zweifel“
● Sonntag (13.05.), 5:00 morgens: „ Ich laufe sicher Halbmarathon weil ich den Marathon nicht schaffen kann“
● Sonntag (13.05.), 8:00 bei der Nachmeldung: „ich laufe den Marathon so weit ich komme und lasse mich dann von Peter abholen“

„Mir war klar, dass mir ab km32 die Körner ausgehen werden, da ca. 400km Vorbereitung nach 8 Monaten Laufpause doch recht wenig waren“ so Jürgen nach dem Lauf aber wahrscheinlich hat das Ergometer-Rudern während der Verletzungspause doch etwas gebracht.

So war es dann auch: nach lockeren 1:37:20 bei der Halbmarathonwende und nach 2:30 bei km 32 war dann das berühmte Glykogen in der Muskulatur aufgebraucht und die Fettverbrennung setzte ein. Dass dies die Ankunft des berühmten „Mann mit dem Hammer“ war dürfte den erfahrenen Marathonis unter den Läufern bekannt sein.
„Was nun?“ dachte sich Jürgen. „Soll ich Peter anrufen oder mich durchkämpfen – die Achillessehnen fühlten sich gut an?“. Nach einem Blick auf die Uhr war die Entscheidung klar: 2:30 bei km32 – „da kann ich mir ja 1 Stunde auf den letzten 10km bergauf Zeit lassen und bin dann trotzdem schon in 3:30 im Ziel“ dachte Jürgen und die Entscheidung war somit gefallen. Auf diesen letzten 10km war alles drin was die Faszination Marathon ausmachen kann: Euphorie, Krämpfe, 5:15er Schnitt, 6er Schnitt, 7:30er Schnitt und 1km Walken – „auch dieser Streckenmoment hat mir gefallen, weil das meiner Meinung auch zum Marathon Sport gehören kann und die Geduld schult - „man kann beispielsweise auch bis zur Besinnungslosigkeit den Lauf durchdrücken, hat dann aber wenig Freude und wegen der Freude am Laufen laufe ich Marathon“ so Jürgen.
Als dann in 3:32:53, Gesamtplatz Nr. 44, AK-Platz Nr. 8 Jürgen ins Ziel kam war für ihn ein nicht für möglich gehaltener Wunsch Wirklichkeit geworden – wieder Marathon in irgendeiner Zeit laufen zu können. Jetzt gilt es für Jürgen aktiv zu regenerieren und die Achillessehnen zu pflegen, dann mit kontrollierten Aufbautraining im Grundlagenbereich fortzufahren um, wenn die Gesundheit mitspielt, im Jahr 2008 wieder im Bereich des früheren Leistungs-Niveaus laufen zu können.

Nach dem Lauf füllten dann Peter, Jürgen und Uli Heim, der ab und zu mit dem Team Sport Schweizer Mittwochs mit läuft mit kühlen isotonischen Getränken die Mineralien-Speicher wieder auf. Uli, der sich zum Ziel gesetzt hatte, die 3 Stunden Marke zu knacken lief in 3:01:31 knapp an seinem Ziel vorbei konnte aber bei den herrschenden Wetterbedingungen und der anspruchsvollen Strecke mit dieser Zeit sehr zufrieden sein, was auch Gesamtplatz Nr.7 und AK-Platz Nr. 2 in der Klasse M45 bestätigen.

Schönbuch Marathon 2007 – auch dieses Jahr eine Reise und einen Start wert!

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

13.05.2007 Würzburg-Marathon, Würzburg

- Würzburg-Marathon –

Zu allererst einmal meine Hochachtung und Respekt an die zwei Heros welche sich bei diesen Temperaturen durch den Schönbuch gequält haben.

Da meine Laufberichte mehr einer kulinarischen Kleinreise durch Europa zu verstehen sind, hier nun unser Reisebericht.

Die Klein- Laufgruppe (C-Kader) und Team- Nanga- Parbat wollte einmal das besondere Flair vom Würzburg- Marathon miterleben. Von Flair oder Atmosphäre war jedoch nicht viel zu sehen oder zu spüren. Wir haben nicht verstanden, warum dieser Marathon zum zweitschönsten Marathon von Bayern gewählt wurde. Die Begeisterung an der Strecke vor allem in der historischen Innenstadt ist vergleichbar mit dem Abschnitt „Entlang dem Neckar“ beim Stuttgarter Zeitungslauf. Sprich unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Nun zur Vorbereitung. Am Abend davor gab es eine amerikanische Variante der Pastaparty. Steak, Stampfkartoffeln mit Quark und ein paar Vitamine in Form von Salat.

Zum Abschluss dann einen Apfelstrudel mit Vanilleeis. Zur besseren Verdauung ein paar leckere Bierchen. Eins davon muss aber schlecht gewesen sein, da Armin (Anatoli) und ich (Luis) vor und nach dem Lauf gewisse Verdauungsprobleme hatten.

Kurz vor dem Start gabs dann unser obligatorisches Rotweinvesper, welches auch von unserer Halbmarathon- Novizin Kerstin(Wanda) eingenommen wurde. Respekt!

Die Kleingruppe begab sich also pünktlich um 9:00 zum Start, wo die Sonne schon ziemlich Power versprühte.

Mein Ziel war es den sooo hoch gepriesenen Lauf zu genießen und eine Zeit so um die 4:20min/km zu Laufen, da dies mein erhofftes Renntempo für den Rennsteiglauf am kommenden Samstag werden soll.

Die Uhr blieb dann auch bei knapp unter 1:32 im Ziel stehen, die Anstrengung hielt sich in Grenzen, nur die Hitze hat mir wieder nicht bekommen. Das erste Bierchen im Ziel war dagegen eine erste Wiedergutmachung am Körper.

Anatoli konnte es ein wenig verhaltener angehen lassen, da er für seine Freundin Wanda, als moralische Unterstützung tätig war. Dies ist ihm dann auch hervorragend gelungen, da die zwei bei 2:25 ganz locker ins Ziel hinein spurteten. Wanda war kaum eine Anstrengung anzusehen, nur Anatoli zeigte Anzeichen einer „Dehydration“. Aber dem konnte mit einem, eigens für solche Notfälle mitgeführten, „Brunnebier“ entgegen gewirkt werden.


Mein Respekt für den ersten Halben, ich sah da nicht so locker aus.

 

 
 

 

12.05.2007 Kandel-Berglauf, Waldkirch

- Verhaltener Start, dafür dann stets auf der Überholspur -

Das Einläuten der Berglauf-Saison 2007 hat begonnen. Der Kandel-Berglauf war einmal mehr die Auftaktveranstaltung. 429 Läuferinnen und Läufer fanden sich auf dem Marktplatz von Waldkirch ein um die, auf 12,2km verteilten, 940 Höhenmeter zur Passhöhe zu bezwingen.
Mit dabei Dennis und Michael. Dennis gab dabei sein Debüt bei seinem ersten "großen" Berglauf. Etwas mulmig war ihm wohl schon Zumute, da er nicht recht einordnen konnte auf was er sich eingelassen hatte. So verließ er sich auf Michaels Worte "Lass die anderen laufen, mach dein Ding und finde den richtigen/deinen Rhythmus". "Die Vorstellung 12km am Stück bergauf laufen zu müssen ließen mich schon damit liebäugeln vorab schon Gehpausen einzuplanen", so Dennis später.
Dennis absolvierte die Herausforderung allerdings mit Bravour. Michael und er ließen es nach dem Startschuss erstmal ruhig angehen und betrachteten die Situation aus dem Mittelfeld. Nachdem die letzten Häuser von Waldkirch passiert waren und auf die Passstraße eingebogen wurde, startet Michael allmählich die Überholvorgänge. Mit einem kontrollierten Lauf konnte er einen nach dem anderen wieder einsammeln. "Es lief alles optimal. Keine Probleme mit den Beinen oder mit dem Magen. Ich hatte einen guten Lauf und zum Glück keinen neben mir der mich in irgendeiner Form aus dem Rhythmus hätte bringen können." Michael erreichte schließlich das Ziel in 59:50min als Gesamt 21er.
Dennis ging es ähnlich. "Ich glaub das mach ich jetzt immer so: Hinten starten, dann kannst du bis ins Ziel nur überholen. Meine Befürchtungen waren unbegründet, es lief deutlich besser als dass ich es geglaubt hatte." Am Anfang hatte er Michael noch im Blick doch dieser enteilte ihm mit der Zeit. Es galt nun also sich an anderen zu orientieren und den eigenen Rhythmus zu finden. Eine leichte Beeinträchtigung waren dabei die Windböen, die ab und zu durch weniger dichten Wald auf die Läufer trafen. Dennis erreichte schließlich die Passhöhe in respektablen 1:03:50h und Platz 59 im Gesamtklassement.

Das DSF wird im Laufmagazin "... dann laufen wir!" eine Sendung zum Thema Berglauf ausstrahlen. Hierbei wird auch über den Kandel-Berglauf 2007 berichtet! Die Sendetermine sind:

26.05.2007, 9.45 - 10.15 Uhr (Erstausstrahlung)
02.06.2007, 9.45 - 10.15 Uhr (Wiederholung)
06.06.2007, 17.30 - 18.00 Uhr (Wiederholung)

Vielleicht wird es ja was. Zumindest war zwischen KM 3 und 4 stets ein Team-Sport-Scheizer Trikot neben der Testperson und der Kamera.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

05.05.2007 ODLO-Halbmarathon, Ingolstadt

- Verwandtschaft bzw. alte Freunde besucht und Odlo-HM gelaufen -

Der HM in Ingolstadt war für mich eine schöne aber wieder sehr warme und windige Angelegenheit. Als ich zusammen mit meinem Cousin um 17 Uhr auf die Strecke ging, kam pünktlich die Sonne raus und machte neben der sehr windanfälligen Strecke an der Donau jeden Gedanke an eine Bestzeit zunichte. Trotz allem lief ich die erste Runde hinter einem Läufer von der LG Filder für mich sehr schnell an (7km-27min), musste aber danach bei Gegenwind abreisen lassen, so dass eine anvisierte Zeit um die 1:25 nicht mehr zu schaffen war. Die 2-te Hälfte legte ich dann recht konstant, aber nicht mehr mit dem letzten Biss zurück, so dass am Ende 1:28:38 stehen blieb.
Dafür war später die Party bis tief in die Nacht um so schöner.
Der Lauf an sich war top organisiert, mit sehr viel Publikum, einer sehr guten Atmosphäre und war für mich eine Reise wert.

Hans-Reinhold Müller