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2008

 

 
 

 

29.06.2008 Erbacher Triathlon, Erbach

- Wenn doch bloß das Schwimmen nicht wäre…… -

Bericht von Karl Fischer

Genau dass dachte sich unser Team Mitglied Karl Fischer der am 12. Erbacher Triathlon teilnahm.
Aufgrund der Wassertemperatur von 24 Grad war es verboten mit Neo zu schwimmen. Der Neo-Anzug war die einzige Hoffnung die Karl hatte, um in seiner schwächsten und ersten Disziplin nicht regelrecht an den Schluss durchgereicht zu werden und mit seinen Kräften am Ende zu sein. Aber so ist der Sport.
Bereits vor dem Start musste er somit seine Wunschzeit von ca. 30 Minuten an den Nagel hängen.

Nach einem hart umkämpften Start im Wasser mit 149 Teilnehmern, wo man am Anfang zig Schläge abbekommt, mit anderen Leuten zusammenboxt, übereinander schwimmt zum Teil fast ertränkt wird, war so ab ca. 500 Meter für jeden einzelnen Schwimmer genügend Platz und Karl kam nach 36 Minuten und 18 Sekunden aus dem Wasser was zugleich Position 118 bedeutete nach 1500 Meter schwimmen.
Dann der Wechsel aufs Fahrrad:
Mit einer, so dachte man, sehr guten Zeit von 1 Stunde und exakt 20 Minuten wurden die 44 km absolviert ( 33er Schnitt ).
Dies bedeutete allerdings nur die 92. beste Radzeit unter den Teilnehmern , womit deutlich wurde, was für Cracks sich diesem Triathlon auf der olympischen Strecke stellten.
Mit der 19. besten Laufzeit von noch knapp unter 43 Minuten wurde die dritte und zugleich letzte Disziplin beendet, was in der Gesamtplatzierung den 71. Rang mit einer Endzeit von 2Std. :44min :6 sec. bedeutete.
Vielleicht sollte sich Karl aufgrund der schlechten Schwimmzeit in Zukunft doch eher auf einen Duathlon konzentrieren….

 
 

 

29.06.2008 Osterfelder Berglauf, Garmisch-Partenkirchen

- Entspannte Atmosphäre am Osterfelder Kopf -

Bericht von Michael Gneiting

"Passt mal auf ! Die Strecke ist wegen eines Erdrutsches abgeändert worden. Stellt euch mal auf 5-10 Minuten länger ein", tönen die norddeutschen Worte im tiefsten Bayern aus dem Megaphon von Chef-Organisator Wolfgang Plümpe.
Länger ?? Auf der einen Seite ist es natürlich auch vollkommen egal ob es bei 12km und 1300Hm fünf oder zehn Minuten länger dauert - tut´s manchmal ja zwangsläufig - auf der anderen Seite ist natürlich auch einfach ....länger.
Doch solch kurzfristige Änderungen machen beim Osterfelder Berglauf den Teilnehmern nichts aus. Hier ist es alles etwas entspannter, gemütlicher und wird nicht so eng gesehen. Kein Vergleich zu anderen Veranstaltungen. Ist ein anderes Konzept, hat aber Charme.
Nach knapp 3 Stunden Anfahrt standen nun also Frank, Nico und Michi am Start des Osterfelder Berglaufs. Mit ihnen rund 300 weitere Teilnehmer, die unter anderem an der bayrischen Meisterschaft teilnahmen. Somit war das Starterfeld auch mit einer Reihe namhafter Vertreter der Szene gespickt, die letztlich auch den Ton angaben.
Die drei TSSler konnten sich aus den Scharmützeln heraushalten und die Sache zunächst aus der Distanz beginnen. Bereits die ersten Meter ziehen sich nach oben und das Feld auseinander. Als die Strecke nach zwei Kilometern auf einen Wanderpfad einbog war das Feld fürs Erste vorsortiert. Stetig zog die Steigung nach oben und endete zunächst in einem etwas steileren Teilstück, das die ersten zur Gehpause zwang. Anschließend ging es wieder auf einem breiteren Zufahrtsweg weiter. Die Stelle an der die Strecke sonst wieder auf Wanderpfade und dem Ski-Hang abbiegt wurde dieses Jahr, wie am Start von Wolfgang Plümpe erwähnt, links liegen gelassen. Stattdessen ging es auf dem breiten, gut ausgebauten Zufahrtsweg weiter. Dies war nun also die Alternativ-Route. Wie geht es wohl weiter ? Zunächst einmal wird es flacher, was zu einer vorsichtigen Tempoerhöhung führte, dann ging es es sogar bergab. "Aha, unter 4 Minuten pro Kilometer bei einem Berglauf, Respekt", stellte Michi in dieser Phase fest. Das Rennen verleitete dazu das Tempo zu erhöhen, doch an der Höhe des Ziels und den Gesamt-Höhenmetern wird niemand etwas geändert haben. Daher war man gut beraten einen Schritt kürzer zu treten. So wie es sich zeigen sollte war dies auch vernünftig. Irgendwann (Kilometerschilder gab es nicht mehr - wie gesagt man nimmt es hier nicht so genau und jemandem Übel) führt die Strecke wiederum in einen Wander-/Bergweg. Dieser war von einer deutlich rauheren Beschaffenheit als der Erste. Neben großen Steinbrocken, die im Weg lagen und das Fortkommen erschwerten, kamen eine ganze Reihe von Stufen hinzu. Hiervon gibt es die verschiedensten Varianten - die 20-30cm Variante, die 50cm, die 20-30cm mit 10-20 Stück direkt hintereinander und die 50cm in der 180°Grad Kurve. Abwechselnd mit anspruchsvollen Passagen ging es nun so einige Zeit nach oben. "Mir lief es hier recht gut. Ich musste trotz der teilweise großen Absätze nicht einmal gehen. Schlimmer war ein Läufer hinter mir, der nicht vorbei wollte und mich somit unter Druck setzte. Als die Passage vorbei war musste ich meinen Hintermann erst einmal ziehen lassen. Nach dem Stufen-Springen zuckten ganz schön die Wadenmuskeln", so Michi später.
Danach bog man wieder auf die normale Strecke ein. Die Baumgrenze hatte man nun hinter sich gelassen und der Schutz vor der Sonne war weg. Diese brannte nun auch ganz schön vom Himmel und erschwerte den weiteren Verlauf. Mit zunehmender Höhe wurde auch der Untergrund schwerer zu laufen. An den Wegrändern fanden sich noch ein paar Schneereste aus dem Winter. Beim Erreichen des Felsdurchgangs, knapp 1Km vor dem Ziel, war das Ziel zum Greifen nahe. Allerdings mussten noch die letzten Serpentinen erklimmt werden. Mit norddeutschem Akzent wurde man dann im Zielkanal empfangen.

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28.06.2008 Stadtlauf, Plochingen

- Da rinnen sie dahin... -

Bericht von Michael Gneiting

...die Weizenbiere der vergangenen Woche - waren die Worte von Peter als er geschafft im Zielkanal des Plochinger Stadtlaufs saß und den Schweißbächen nachsah. Eine längere, verletzungsbedingte, Auszeit ließ die Form zurück gehen, der deutschen Braukunst nicht abgeneigt tat ihr übriges.

Pünktlich um 18.00 Uhr schickte Kohlbergs ehemaliger Schultes und Frank Buß 91 Läuferinnen und Läufer auf die Plochinger Stadtrunde. Diese galt es 6x zu meistern bevor man auf der Zielgerade zum Schlussspurt ansetzen durfte.
Gemeinsam mit Thomas Böhringer (AST Süssen) und Reiner Brandstetter (Nürtingen) machte sich Dennis auf die Verfolgung von Christoph Hakenes (Marathon Steinfurt), der allerdings vom ersten Moment keinen Zweifel daran aufkommen ließ seinen Vorjahressieg zu wiederholen und in einer anderen Liga lief.
Dennis hielt sich zunächst in der passiven Rolle und ließ seine Mitstreiter das Tempo machen. Platz 1 war bereits nach der ersten Runde klar vergeben, sich Platz 2 zu sichern war aber im Bereich des Machbaren. Peter sortierte sich zu Beginn mit Respektabstand hinter dieser Gruppe ein. Nach der Hälfte des Rennens erhöhte Dennis den Druck auf die Gruppe und diktierte nun allmählich das Geschehen. Thomas Böhringer musste dem klein beigeben und fiel aus der Gruppe. In der letzten Runde konnte er sich dann auch noch deutlich von Reiner Brandstetter lösen, der sich dann sogar noch von Sven Brehm (Team SB-Esslingen) geschlagen geben musste. Mit 34:23min und einem souveränen zweiten Platz beendete er den Plochinger Stadtlauf.
Peter musste nach dem Anfangstempo seine Ambitionen deutlich zurückschrauben. Nach einem deutlichen Hänger in Runde 3 konnte er sich aber wieder steigern und fand wieder ins Rennen. Mit Platz 6 in 36:19min und dem Rückblick auf die vergangen Wochen durfte er sich aber zufrieden zeigen.
Schade dass die Strecke nur 9,75km lang ist. Die restlichen 250 Meter wären sicher noch irgendwo drin gewesen und die Endzeit damit vergleichbar.
 

 

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25.06.08 Holmens Milløb, Kopenhagen (DK)

- Am Schluss hieß es auf die Zähne beißen… -

Bericht von Benjamin Holder

Da die bescheidene Vorstellung von mir am 2. Juni (7,532km, 27:46min) nicht nur am heißen Wetter lag, hab ich die letzten Wochen sehr motiviert trainiert. Nach einer läuferischen „Einlebphase“ hab ich ansprechende Trainingsstrecken gefunden. Sicher ist die Beurener Umgebung idealer, aber abends alleine eine Runde am Strand laufen hat auch was.
Nun bin ich also 23 Tage nach meinem ersten Lauf in Kopenhagen nochmal eine alte dänische Meile gelaufen. Resultat: Wieder Platz 10, jedoch diesmal in 25:43min. Die Bedingungen waren für einen Lauf im Sommer sicher gut. Knapp 20°C waren mir zwar immer noch ein Tick zu warm, aber da darf man nicht klagen. Die Strecke, wieder im Stadtteil Christianshavn, war trotz Zick-Zack-Kurs gut zu laufen. Profil: Schätzungsweise 0,8 Hm, da war mal eine kleine Brücke über die man musste.
Der Rennverlauf war untypisch für mich. Hochmotiviert bin ich die ganze Sache zu zügig angegangen. Kurz nach dem Start hab ich mich auf Rang 4 vorgearbeitet, im Schlepptau 6 weitere Läufer. Als Tempomacher eigne ich mich weniger und so fing ab km 3 ein munteres Überhol-Spiel an. Obwohl ich fest entschlossen war, mich nicht von „relativ“ alten Dänen (>40) auf einer eher kurzen Strecke geschlagen zu geben, wurde ich durchgereicht. Das Tempo hab ich einfach nicht drauf, gerne würde ich mal bergauf gegen die Jungs antreten. Richtig abschütteln lassen wollte ich mich dann aber doch nicht. Und 3:25min/km bin ich noch nicht oft gelaufen, also bin ich zufrieden.
Irgendwann mach ich hier bei einem längeren Lauf mit, bisher hat sich das noch nicht ergeben (war immer zur falschen Zeit am falschen Ort). Dann bieten sich die kurzen Feierabend-Läufe unter der Woche mitten in der Stadt an.
 

 
 

 

15.06.2008 Geiranger HM, Norwegen

- Vom Fjord ins Fjell -

Bericht von Frank Klass

Norwegen - "Die Landschaft ist so schön, dass es innerlich schmerzt und mit Worten nicht zu beschreiben" (so das Zitat im Reiseführer). Um uns selbst ein Bild von der Schönheit Norwegens zu machen führte uns unser Urlaub in das Königreich im Westen der skandinavischen Halbinsel. Die drei "F" prägen das Bild der norwegischen Landschaft - Fjord, Fjell und Foss. Fjord, als Bezeichnung für einen von einem Gletscher ausgeschliffenen, tief ins Landesinnere hineinreichenden Meeresarm, ist weitgehend bekannt. Als Fjell werden die kargen, weiten Hochflächen, die sich an die steilen Wände der Fjorde anschließen, bezeichnet. Ebenso wird der Begriff allgemein für die Hochflächen und Hochgebirge verwendet. Da die Baumgrenze zwischen 500 und 1000 Meter liegt wird klar, dass dieses Land, in dem 50% oberhalb von 500m liegt, zu großen Teilen aus Hochgebirge besteht. Das dritte "F", das neben Fjord und Fjell die norwegische Landschaft prägt ist der Foss (=Wasserfall). Davon gibt es sehr viele spektakuläre im Land der Wikinger zu sehen.

Unsere Reise führte uns von Oslo relativ schnell nach Geiranger zum schönsten Fjord Norwegens, dem Geirangerfjord, welcher auf der UNESCO-Welterbe-Liste steht. Einige Wochen vor dem Urlaub hatte ich zufällig von dem Lauf erfahren und mir vorgenommen dort zu starten, wenn es irgendwie in unsere Reiseplanung reinpassen würde. Dummerweise war ich mir nicht mehr sicher, ob der Lauf am Samstag oder am Sonntag stattfinden wird und so kamen wir schon am Freitag Mittag nach Geiranger. Wir bauten unser Zelt am Campingplatz direkt am Fjord auf und stellten später anhand eines Plakats fest, dass der Lauf am Sonntag stattfinden würde. So blieb am Samstag noch Zeit für eine schöne Wanderung zu einem Foss (Wasserfall) und eine Sightseeing Bootstour auf dem Geirangerfjord. Direkt danach ging es zur Anmeldung. Dass Norwegen nicht gerade billig ist, hatten wir schon gemerkt und somit sind die 400 NOK (ca. 50 Euro) Startgeld nicht sehr verwunderlich und als Urlaubserlebnis zu verbuchen. In der Startertüte fand sich neben Startnummer, Powerade Flasche, Schokoriegel, Transponder auch ein Infozettel zum Zeitplan, den es erst mal zu entschlüsseln galt. Nachdem das Wetter die Tage zuvor durchwachsen war, zeigte es sich am Sonntag von seiner besten Seite. Zum Start um 11:30 Uhr war es ordentlich warm und die Entscheidung zum Träger-Shirt bereits längst gefallen. Der Startbereich, direkt am Fähranleger des Mini-Örtchens (keine 300 Einwohner), war ziemlich belebt. Läufer, Radfahrer und einige Touristen waren unterwegs. Nach dem Schülerlauf und dem Halbmarathon wurde 30min später das Radrennen gestartet. Die Schüler laufen "nur" 4km mit 300 Höhenmeter(!!). Läufer und Radler erwartet ein voller Halbmarathon mit Ziel auf dem Dalsnibba. Frâ Fjord til Fjell - vom Fjord ins Fjell bedeutet dann auch von 0 auf 1500m. Die Strecke verläuft über ca. 16km auf der Passstraße bevor es die letzten Kilometer auf einer Schotterpiste dem Ziel entgegen geht. Die Steigung verläuft insgesamt ziemlich gleichmäßig. Nur nach KM 4 bzw. KM 14 gibt es jeweils für ca. 1-2km eine etwas flachere Passage.
Vom Start weg versuche ich mein eigenes Tempo zu laufen. Vorne rennen schon einige ziemlich schnell los und ich zähle bei der ersten und letzten Möglichkeit, ungefähr 300m nach dem Start, ca. 35 Leute vor mir. Im weiteren Verlauf des Rennens ziehen noch einige an mir vorbei, unter anderem auch 2 Frauen. Gelegentlich sind vom Straßenrand "Heia, Heia" Rufe zu hören. Die Ruhe der Bergwelt stören nur immer mal wieder die Fahrzeuge, die auf der nicht abgesperrten Passstraße unterwegs sind. Eine Straßensperrung ist undenkbar, bedeutet dies doch bis zu 200km Umweg. Der Großteil der Fahrzeuge sind jedoch Touristen, die nicht in Eile sind. Der eine oder andere hält dann doch an und schaut sich das Rennen vom Straßenrand aus an. Die Strecke war mir zum Teil schon durch die Anfahrt nach Geiranger bekannt. Nur im Auto bergab ist etwas anderes als zu Fuß bergauf. Irgendwann ist die 700m Markierung erreicht und das Schildchen am Straßenrand zeigt "nur" noch 10km an. Ein etwas jüngerer Läufer, mit dem ich die letzten 6km gelaufen bin, zieht langsam davon und ich merke, wie die Power nachlässt. Dann endlich ist die "Hochebene" (ca. 1000m) erreicht und es geht für kurze Zeit flach weiter. Ungewohnt für die Beine, aber willkommen. Am Straßenrand türmen sich teilweise noch die Schneemassen bis 2m hoch. Von hinten rauschen immer mehr Radler heran und vorbei. Endlich biegt die Strecke auf die Schotterpiste ein. Jeder, ob Läufer oder Radler, kämpft sich voran. Mittlerweile ist die Strecke wirklich im Winter angekommen. Schnee oder Geröll säumt den Weg. An der letzten der vielen Verpflegungsstationen (wirklich gut gemacht) schütte ich mir nochmals etwas über, bevor ich wenig später die 2km Marke erreiche. Die Uhr zeigt 1:48. Jetzt ein 6er Schnitt und ich schaffe es noch unter 2 Std. geht es mir durch den Kopf. Leichter gesagt als getan. Die 1km Marke kommt nicht näher. Endlich, das Ziel schon in Sichtweite geht es kurz durch eine Senke und dann die letzten Meter bergan. Ich gebe noch mal alles und versuche etwas Gas zu geben, sehe Sandra mit der Kamera an der Seite stehen und stürze ins Ziel. Der Transponder wird mir abgenommen, ein Mädel hängt mir eine Medaille um und ich versuche Luft zu bekommen. Ich habe es geschafft, bin glücklich und froh Sandra zu umarmen und wenig später die phänomenale Aussicht zum Fjord hinunter zu genießen. Der Zielbereich ist schon ziemlich gefüllt mit den Läufern und Radfahrern und immer weitere treffen ein. Direkt neben uns fahren 3 Skifahrer ab. Die Rückfahrt mit dem Bus dauert ca. 50min und der Weg vom Start zum Campingplatz ist irgendwie länger geworden. Nach der kalten Dusche geht es besser und wir schauen uns die (leider wenig besuchte) Siegerehrung vor der wunderschönen Kulisse am Hafen an. Die Ergebnisliste zeigt nur die Altersklassenwertung an. Bei den Männern zwischen 23-39 finde ich mich auf Platz 17 mit einer Zeit von 2:01:43. Der schnellste Läufer des Tages ist Jon Tvedt in unglaublichen 1:31:20. Nach genauerem Studium der Ergebnisliste zähle ich mich auf Platz 41 im Gesamteinlauf. 36 Männer und 4 Frauen vor mir. Insgesamt haben 145 Männer und 21 Frauen das Ziel erreicht. Immerhin war ich der schnellste "Nicht-Skandinavier" ;-)

Später genießen wir die letzten Sonnenstrahlen vor unserem Zelt und planen unsere weitere Reise. Als wir gegen 23:30Uhr in den Schlafsack kriechen ist es immer noch hell - was für ein Tag!


Facts:
21,1km - 1500HM; 80% Asphalt; 20% Schotter
Wetter: sonnig, Temperatur ca: Start 22°C, Ziel 15°C

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22.06.2008 Hugo Boss-HM, Metzingen

- Hitzeschlacht beim HugoBoss-HM in Metzingen -

Bericht von Hans-Reinhold Müller

Wie letztes Jahr startete Reinhold wieder beim HUGOBOSS-HM in Metzingen wo 3 Runden a 7 km und je ca. 90 Höhenmeter zu laufen waren. Am Start bei 28°C im Schatten waren ca. 160 für den HM und 450 Läuferinnen und Läufer für die 7km.

Nach dem guten Ergebnis beim Hohenneuffen-Berglauf und genug Selbstvertrauen lief Reinhold die erste Runde in guten 28:30 min., um aber beim Anstieg in der 2-ten Tempo heraus nehmen musste, denn die hohen Temperaturen forderten schon ihren Tribut. Hier wurde er dann von Stefan Heim (IGL Reutlingen) wieder ein- und überholt. Auf der 3-ten Schleife nach dem Anstieg hat er sich dann wieder gefangen, forcierte wieder das Tempo und konnte Stefan bis auf wenige Meter wieder einholen. Der Zieleinlauf in 1:30:12 (9-ter Gesamt & AK 5) war dann eine Erlösung an diesem Tag, und man konnte zum gemütlichen Teil von der Veranstaltung übergehen (Massage vor Ort, Siegerehrung und Speicher füllen).

Sieger wurde Werner Bauknecht in 1:17:00 vor Wolfgang Gauß in 1:18:04 und Stefan Rabausch in 1:20:12.



Splits: 1. 7,1 km-28:30; 2. 7km- 32:00, 3. 7km-29:42.



Fakten:

HM mit 270 HD; 1/3 Asphalt, Rest guter Waldboden; sonnig 28°C; s. gute Verpflegung.

 
 

 

21.06.2008 1. Oberboihinger Ortslauf, Oberboihingen

- Nach Feierabend noch kurz einen Lauf gewinnen ... -

Bericht von Michael Gneiting

Die Oberboihinger Veranstalter stellten sich der Verantwortung einen weiteren 10km in der Nürtinger Läuferszene zu etablieren. Der Termin wenige Tage vor dem Stuttgarter Stadtlauf war vielleicht etwas ungeschickt gewählt, doch lassen die Stuttgarter Veranstalter auch länger den Termin etwas offen so dass man an dem Punkt etwas in der Luft hängt. Es fanden daher nur 83 Läuferinnen und Läufer den Weg nach Oberboihingen.
Die ausgeschriebene 4x2,5km-Runde musste vom Veranstalter in den letzten Wochen nochmals geändert werden da von einem anliegenden Geschäft Einspruch erhoben wurde. Dies führte nun zu einer Notlösung, die nicht wirklich glücklich war. Statt 4 Runden waren nun 6 Runden auf dem Programm was viele nicht mitbekommen haben und dem Ganzen dann auch noch Hamsterrad-Charakter verlieh. Außerdem fanden nach anderthalb Runden bereits die ersten Überrundungen statt was für Läufer zu und Veranstalter zu zusätzlicher Verwirrung führte. Opfer dieser Situation: unser Dennis - doch dazu gleich mehr.
Die Kritik an der Strecke muss an dieser Stelle einfach erlaubt sein. Fairerweise muss aber auch nochmals auf die Notnagel-Lösung der Strecke hingewiesen werden. Die eigentlich angedachte Strecke wäre eindeutiger gewesen.
Als "Toll" konnte man sicher die Beteiligung an der Strecke bezeichnen. Viele der Anwohner schauten dann doch was da jetzt grad vor der Haustüre los ist. Einige nutzten das Wetter und die Veranstaltung für eine Grillparty am Straßenrand.

Doch zum sportlichen Teil. Kurzentschlossen standen vom Team Peter, Dennis, Michi, Jürgen Heubach, Hannes Wezel und Jürgen Kraut am Start. Nachmittags kletterte das Thermometer auf 26°C und wurde bis zum Startschuss um 19.00 Uhr nur unmerklich weniger. Von Optimal-Bedingungen konnte also nicht gesprochen werden.
Nach dem Start setzte sich gleich einmal, in einem Höllentempo, ein übermotivierter Jugendlicher vom Feld ab. Mit Abstand folgten dann Dennis, Jürgen K. und Michi. Mag nun also sein dass ein 3min Schnitt auf den ersten Kilometer gut ist, wenn man es aber die Klasse dazu hat ist es nicht sonderlich vernünftig und so kam es dann auch wie es kommen musste - der Youngster wurde nach KM1 von den Dreien einfach geschluckt und war KO. Die Drei waren in dem Moment auch schon relativ alleine unterwegs und hatten auch nicht gebummelt. Ein 3:20er Schnitt machte auf jeden Fall mehr Sinn. Bis Runde 2 wurde in trauter Dreisamkeit gelaufen. Dann aber ließ sich Jürgen etwas zurück fallen. Dennis und Michi blieben mit leichtem Abstand zueinander zusammen. Auf dem winkligen Kurs konnte Dennis nun aber immer mehr Abstand herauslaufen und das Tempo deutlich erhöhen. Michi konnte dem nicht folgen, wollte aber auf alle Fälle so lange wie möglich das Tempo mitgehen. "10km flach liegt mir nicht. Ich muss aber wieder mehr Tempoeinheiten machen. Da wollte ich diese Möglichkeit nutzen". Dennis drehte unterdessen noch mehr auf und konnte irgendwann seinen Vorsprung auf mehr als 1 Minuten ausbauen!!. Bei KM5, als der Abstand zu Dennis noch knappe 100m betrug war die Durchgangszeit immerhin bei 17min für Michi. Danach musste er aber Tribut zollen.
Wie Eingangs erwähnt war die Strecke etwas verwirrend. So kam es also dass alle 3 Spitzenläufer des Teams den Überblick in Punkto Runden und absolvierten Kilometern verloren hatten. Jürgen, der sich aus den Tempo-Eskapaden geschickt zurückgehalten hatten war zwischenzeitlich wieder zu Michi aufgeschlossen. Zwischen beiden war eine kurze Diskussion über die Runden. "Wir sind jetzt in der letzten Runde", meinte Jürgen. Nach kurzer Prüfung der Uhr musste Michi entgegnen dass dem nicht sein könne. Knapp 25min bei KM9 - da wäre das Ticket nach Peking fast in der Tasche. Erst ein Streckenposten brachte Klarheit in die Sache "Noch eine".
Bei Dennis hatte dies nun sogar fatale Auswirkungen. In bestem Glauben auf der finalen Runde zu sein ließ er es mächtig laufen. Als dann vor ihm der Führungs-Roller (im Übrigen hätte es sicher auch ein Fahrrad getan, statt eines Zweitakters) auf eine weitere Runde einbog brach für ihn eine Welt zusammen. Hoffnungslos übersäuert und geschockt beendete er das Rennen und vergab einen sicheren 1. Platz.
Dass Dennis aus dem Rennen war sprach sich dann auch zu den beiden Verfolgern durch. Doch Michi konnte nichts mehr entgegensetzen und Jürgen, der wohl noch einmal Rückenwind bekam, setzte sich deutlich an die Spitzenposition. So kam es dann auch zum Zieleinlauf - Erster Jürgen (35:56min), zweiter Michi (36:15min). Platz 3 wurde von Rainer Schmid (36:53min)vom LT Mössingen belegt. Auf Platz 5 folgte bereits Peter Schweizer (37:15min), der nach längeren Wadenproblemen ein unspektakuläres aber solides Rennen absolvierte. Auf Platz 7 kam Jürgen Heubach (39:12min) ins Ziel, der ebenfalls Opfer der Runden-/ Kilometerübersicht wurde und auf eine weitere Runde geschickt wurde obwohl er bereits auf die Zielgerade hätte dürfen. Seine POLAR verriet ihm aber nach 100 Extra-Metern dass er das Pensum eigentlich schon erreicht hatte. Hannes Wezel folgte in 41:23min auf Rang 12.

Fazit zum Lauf: Die TSSler zeigten eine solide Mannschaftsleistung. Die erreichten Zeiten sind nicht ganz so prickelnd. Dies dürfte auch, zumindest zu einem gewissen Teil, auf die Strecke zurückzuführen sein - Flach/ja - schnell/nein.

 
 

 

08.06.2008 Hohenneuffen-Berglauf, Beuren

- Heimliche Leidenschaft, die Leiden schafft -

Bericht von Jürgen Heubach

Am 08. Juni war es mal wieder soweit. Es stand der Top-Lauf-Event im Großraum Nürtingen an: Der Hohenneuffen Berglauf. Ich als „Gast“ aus dem Raum Ludwigsburg erkannte die Bedeutung dieses Laufs für die Läufer in dieser Region erst nach meinem 3. Jahr hier im Kreis Nürtingen.
So war es natürlich eine gerne erfüllte „Pflicht“ als TSS-ler an diesem Lauf zu starten – nicht zuletzt auch weil die beiden TSS-ler Michael Gneiting und Frank Klass zu den Organisatoren dieses Laufs zählen.
Zum Start herrschten angenehm kühle Temperaturen, die anders als im Vorjahr den Läufern als Vorteil und Hilfe sich darstellten. Einzig die berühmt berüchtigten „Kletterpassagen“ Liftspur und Wurzelweg waren aufgrund des Regens der vergangenen Tage rutschig und schwierig zu bewältigen.
Nachdem ich am Freitag vor dem Hohenneuffen Berglauf die recht profilierten 10,24km von Oberriexingen teilweise mit Krämpfen (ich weiß ohne gescheites Training geschieht es mir so zu Recht) im 4:02er Schnitt bewältigen konnte, war beim Hohenneuffen Berglauf für mich ein zügiges aber kontrolliertes Vorankommen geplant. So wurde dann für mich auch der Lauf. Flott im für die Muskulatur erträglichen Bereich und an der Liftspur und dem Wurzelweg komplett ruhig
(gehen!). Es kam dann immerhin noch eine 52:23 bei mir heraus. Sagte ich nicht noch zwei Wochen vor dem Lauf beim Donnerstags-Training als Schlussläufer, dass ich eine 52er Zeit bei mir erwarte?
J
Oben auf der Burg wurde dann wie bestellt der Himmel blau und die Sonne schien. Bei diesen herrlichen Bedingungen konnten dann die vielen Läufer lange die „zweite Hälfte“ des Laufes genießen bis sie dann zum Ausklang und zur Siegerehrung sich in der Beurener Turnhalle wieder trafen.
Ein toller bericht dieses Lauf-Events ist auch unter www.laufreport.de zu lesen.

Ich werde zwar nicht zum Bergläufer, fange aber mittlerweile an mich mit den „perspektivisch horizontal verdrehten Ebenen“ (Berge) anzufreunden.

 

 
 

 

02.06.2008 Christianshavnermilen, Kopenhagen (DK)

- Hallo zusammen! -

Bericht von Benjamin Holder

Nach fünf Wochen in Kopenhagen kommt ein Lebenszeichen von mir. Ich hab mich gut eingelebt und im Sommer ist die Stadt unglaublich anziehend... Letzte Woche bin ich hier zu einem ersten Läufchen gekommen, nachdem der Kopenhagen Marathon aus verschiedenen Gründen doch keine Option war. Im Sommer kann man im Stadtteil Christianshavn jeden Monat die Christianshavnermil laufen (Streckenlänge: 7,532 km, alte dänische Meile). Die Serienläufe finden immer montagabends statt und führen weitgehend am Wasser entlang. Zum Rennen gibts nicht viel zu sagen. Es war unglaublich warm, also genau mein Wetter ;-) Der Erste ist nach 25:40min über die Ziellinie, ich folgte auf Rang 10 in 27:46 min. Wenigstens war der Lauf nicht lange, unter der Sonne hätte ich nicht viel länger durchgehalten. In DK soll es ja vor allem regnerisch, windig und kühl sein. Seit ich vor fünf Wochen angekommen bin, hat es 1 (in Worten: Einen) Nachmittag etwas geregnet. Ansonsten war übelstes Strandwetter. Ich schreibe bewusst „übelstes“, ich freu mich schon jetzt wieder auf den tollen Winter ohne Schweiß, Insekten, Hitze. Aber vielleicht sehn‘ ich mich ja auch in ein paar Wochen im Dauerregen auf etwas Sonne, wer weiß.
Schade, dass ich beim Hohenneuffen-Berglauf nicht da war. Aber noch bedauerlicher ist, dass ich nicht im Trainingslager dabei sein konnte. Die Bilder und Berichte sind mal wieder toll. Können wir nicht im Oktober noch ein Trainingslager machen? Der 3. Oktober fällt auf einen Freitag ;-) und wir können unsere Form für die Hauptsaison Nov.-Mrz. aufbauen… Viele Grüße!