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2008

 

 
 

 

29.05. - 01.06.2008 Trainingslager Oberstdorf/Spielmannsau

- Trainingslager Oberstdorf 2008 -

Bericht von Michael Gneiting

Donnerstagabend kurz nach 18.00 Uhr. Wenn es auch etwas hektisch nach dem Geschäft wurde - jetzt geht es los ins Trainingslager nach Oberstdorf. Teile des Team Sport Schweizer gönnten sich, wie bereits im Vorjahr, ein paar harte Einheiten in bergigem Gelände. Mit dabei: Alex, Reinhold, Michel, Nico, Frank, Michi sowie Jürgen Herrlinger und Dennis, die aber erst am Freitagmorgen anreisten.
Da Alex alle einsammeln muss verschiebt sich die geplante Startzeit von 18.30Uhr um eine halbe Stunde nach hinten.
Die Anfahrt verläuft reibungslos und zügig. Wenn auch der Fahrer seine quängelnden Mitfahrer - "Wann sind wir denn endlich da ?" "Ich hab Hunger" - mit lautstarken, befehlsartigen Argumenten ("Wir können auch anders") und Gummibärenentzug zu drohen versucht.
Eine Umleitung in Sonthofen fordert dann vom Fahrer doch alle Konzentration und erst durch die Kommandoübernahme der Hinterbänkler war man wieder auf richtigem Kurs. Die vom Navi errechnete Ankunftszeit von 21.05 Uhr konnte nicht mehr erreicht werden. Durch die Wahl von Abkürzungen wollte der Fahrer die verlorene Zeit wieder wett machen. Walter Röhrl hätte seinerzeit sicher auch diese Wege gewählt und die eigentlich direkt führende, geteerte und sehr gut ausgebaute Zufahrt nach Spielmannsau ignoriert.
Nun denn, man war also wieder in Spielmannsau und bezog das Zimmer. Der Wirt hatte Frank bereits unterwegs angerufen und mitgeteilt dass er die Bettwäsche im  Hauseingang bereit legt. So verwunderte es auch nicht sonderlich dass sonst keine anderen Gäste da sind und man die Hütte quasi für sich hatte.
Die Küche hatte zu später Stunde natürlich auch nicht mehr offen. Frank und Alex hatten aber vorgesorgt. Brot, Wurst, Käse, Paprika, Gurken - es fehlte an nichts und man hätte sich er noch die einige einladen können. 4Kg Brot waren auch für die sechs nicht zu schaffen.
Nach einer kurzen Gesprächsrunde ging es dann auch schon zum matratzen-abhorchen.

Freitag, 30.05.2008

1. Trainingseinheit (morgens/8Km/150Hm/locker bis leicht anstrengend)
Am Abend zuvor wurde beschlossen dass man vor dem Frühstück die erste Einheit läuft. Um 7.00 Uhr klingelte daher der Wecker. Eine halbe Stunde später stand man in Laufklamotten vor dem Haus und es ging auch schon los. Die ersten Meter war es noch frisch doch wenig später war man froh sich fürs Kurze entschieden zu haben. Auf dem Fahrweg ging es hinunter zum Christlesee und weiter Richtung Golfplatz. Bevor dieser aber erreicht wurde, wechselte man die Bachseite und war auch schon auf dem Rückweg. In Summe standen abschließend 8km und 150Hm auf den POLAR-Displays. Einigermaßen locker gelaufen, wenn auch auf dem ansteigenden Rückweg das Tempo etwas forciert wurde. Anschließend ging es dann zum Frühstück und man wartete auf das Eintreffen von Jürgen und Dennis.

2. Trainingseinheit (mittags/19,3Km/950Hm/anstrengend, fordernd)
Die Uhr zeigte kurz vor 12, was für die die TSSler die zweite Trainingseinheit des Tages bedeutete. Dennis und Jürgen waren zwischenzeitlich auch eingetroffen. Somit war das Trainingslagerteam komplett.
Nach der "Warmlaufrunde" am Morgen ging es nun los zum intensiveren Teil des Tages.
Zunächst aber ging es erst einmal, tendenziell fallend, Richtung Oberstdorf. Dann kam der Abzweig ins Oytal und die Route führte nun zum Oytalhaus. Dennis, Michel und Michi ließen es hier dann gleich mal flotter angehen. "Das muss unter 4:30 sein", so Dennis. Es war sogar eine 4:17 auf der leicht ansteigenden Allee zum Oytalhaus. Dort wurde dann erst einmal wieder gesammelt und Michi baute die mitgeführte Technik um. Man war ja schließlich ausgestattet und führte diverses elektronisches Material mit sich. Video- und Bildtechnisch dürfte das Trainingslager mehr als genug dokumentiert sein. Sicher ein absolutes Novum wovon sich auch die Großen noch was abschneiden können. Unter dem Motto "mittendrin - statt nur dabei" kam nun also die Helmkamera zum Einsatz um noch mehr Videomaterial von unterwegs zu haben.
Der Einstieg zum Aufstieg war dann aber gleich beschwerlich. Absätze von einem halben Meter verlangten eher Hochsprungqualitäten denn Lauftechnik. Mit einem schnellen Wanderschritt kam man deutlich besser voran. Irgendwann wurde es aber besser und man konnte in den Laufrhythmus übergehen. Mit zunehmender Höhe gelangte man dann aber in Rest von Schneefeldern. Was teilweise zu leichter Desorientierung der Truppe führte. Eines war aber immer klar "Dort müssen wir drüber". Da kein Weg ersichtlich war  - egal wie. Gemeint war der 1735 Meter hohe Hahnenkopf. Auf jeden Fall wurden die Füße nass da man in dem Schnee doch relativ oft einsank und/oder Schmelzwasser erwischte. Mit "..das Wandern ist des Müllers Lust", versuchte Reinhold die Situation musikalisch zu untermalen.
Da wie erwähnt der Anstieg aufgrund der Schneeverhältnisse keine wirkliche Wegführung zeigte teilte sich die Gruppe unbeabsichtigt. Jede sah eine bessere Alternative. Die Gruppe mit Frank, Reinhold, Nico, Jürgen und Alex arbeitete sich dem Kamm und dem eigentlichen Weg entgegen, die Gruppe Michi, Michel und Dennis näherten sich dem Gipfelkreuz. Letztere Gruppe fand im letzten Drittel sehr grenzwertige und steile Bedingungen vor. Spiderman hätte von den Dreien noch was lernen können.
Wenig später war man aber wieder zusammen und es ging auf der anderen Seite dem Tal entgegen. Anfangs auch wieder über Schneefelder, was stellenweise Herminator-Feeling aufkommen ließ. Mit fallenden Höhenmetern wurde es wärmer und die Wege hatten wieder besseren Grip zu bieten. Dies verführte dann auch Nico, Michel, Alex und Michi zu einer einem wilden Lauf bergab, der keinen Fehltritt verziehen hätte.
Kurz vor Spielmannsau ging es dann noch einmal bergauf. Alex wollte dabei wohl noch seine Kraftreserven demonstrieren oder hatte am Morgen Kaba getrunken (Kaba macht stark !). Auf jeden Fall ging der mit forschem Schritt und Tempo an die Spitze. Innerhalb kürzester Zeit hatte er mehrere Meter Abstand zur restlichen Gruppe. Michel konterte Sekunden später und holte Alex wieder ein. Trotzdem liefen die beiden in sehr flottem Tempo weiter. Als es wieder etwas flacher wurde reagierten auch Dennis, Nico und Michi mit einer Tempoverschärfung. Alex wurde indes langsamer. War er doch dem Irrtum aufgesessen dass Spielmannsau ganz in der Nähe wäre. Im Prinzip schon, wenn man 2km als "kurz" betrachtet. Die Tatsache dass es sich um welliges bzw. ansteigendes Terrain handelt machte die Situation nicht wirklich besser und führte nun zu brennenden Oberschenkel bei Alex. Nach der Schlusshatz spürten dann aber alle die Oberschenkel in irgendeiner Weise.
Nach der Dusche verschlug es ein paar in die Sauna, andere zur Getränkeorganisation nach Oberstdorf. Youngster Nico brütete über Matheaufgaben.
Nach dem Abendessen verschlug es alle nach Oberstdorf, wo alle, je nach Geschmack, den Mineralhaushalt ausglichen.

Samstag, 31.05.2008

3. Trainingseinheit (morgens/8Km/150Hm/locker bis leicht anstrengend)
7.00 Uhr "Klingelingeling Zeit zum aufstehn". Wer auch immer diesen blöden Spruch als Weckalarm auf seinem Handy eingestellt hatte, er läutete aber einen neuen Tag und eine neue morgendliche Einheit ein.
Es sollte die gleiche Runde sein wie am Vortag (morgens), allerdings in entgegengesetzter Richtung. Die Wolken ließen ein paar Tropfen fallen, störten aber nicht und führten auch nicht dazu dass man nass wurde. Gegen Ende der Einheit spürten einige dann doch wieder die Oberschenkel vom Vortag.
Anschließend ging man zum Frühstück über.

4. Trainingseinheit (mittags/17,2Km/735Hm/anstrengend, flott)
Gegen 12 Uhr Mittags fuhr man das Tal vor um an den Start zur nächsten Trainingseinheit zu gelangen. Die Hauptrunde des Tages sollte vorbei am Freibergsee und dem Söllereckeck führen.
Bereits nach dem Start ging es gleich einmal knackig bergauf. Nachdem man oben angekommen war führte der Weg vorbei am Freibergsee Richtung Söllereckbahn. Dieser Streckenabschnitt war nun eher flach, leicht wellig. Trotz leichter Tempoerhöhungen kam man gesammelt am Einstieg zur Söllereckbahn an. Von nun an aber teilte sich die Gruppe. Parallel zur Söllereckbahn führte einen mehrprozentige Straße nach oben, die keinen Verschnaufer zuließ. Auch wenn es ab und an wieder leicht abflachte, wenige Meter später wartete der nächste Schenkelbrenner. Doch auch dies Herausforderung wurde von allen gemeistert. Selbst Reinhold, den dem bergauf Laufen eher skeptisch gegenüber steht, kam damit gut zurecht. Beim späteren bergab laufen lief er regelrecht zur Höchstform auf. Wo Reinhold war, war vorne. An verduzt dreinschauenden Wanderern flogen die TSSler regelrecht vorbei. Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Hochleite, bei dem der Flüssigkeitsverlust wieder reguliert wurde, ging es wieder weiter "Schuss" dem Tal entgegen. Am Freibergsee wurde abermals Halt gemacht um die brennenden Fußsohlen im Wasser zu kühlen.
Danach ging es noch einmal, was die Beine hergaben bzw. die Gelenke vertrugen, hinunter zum Ausgangsort wo die Fahrzeuge abgestellt waren. Von dort ging es wieder zurück nach Spielmannsau wo Dusche, Sauna, Matheaufgaben oder einfach Beine hochlegen auf Einen warteten.

Beim Abendessen entbrannte dann eine hitzige Diskussion ob es nun Bunt- oder Colorwäsche heißt und welches Waschmittel - normal oder PerwollSport - sich für Laufklamotten besser eignet. Wobei wohl letztlich das Ergebnis war dass PerwollSport die Funktionsfaser weniger angreift und zwar teuerer aber ergiebiger ist. Männergespräch entgegen jeglicher Vorurteile also.

Nachdem Jürgen und Dennis wieder abgereist waren machte sich die restliche Truppe auf nach Oberstdorf um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Dort lernten sie dann Kenny kennen, mit dem sie sich auch die nächsten zwei Stunden prächtig unterhielten.

Sonntag, 01.06.2008

5. Trainingseinheit (morgens/5Km/80Hm/gaaaanz locker)
Bereits am Abend zuvor wurde der Beschluss gefasst die morgendliche Runde anzugehen, diese aber kürzer und noch lockerer zu gestalten. Die bergab Hatz vom Vortag forderte Muskelgruppen zu Tage, die bis dato eher unbekannt waren.
So wurde also bewusst ein ganz, ganz lockeres Tempo angeschlagen und keiner wagte dieses unnötig zu erhöhen.
Anschließend waren Frühstück und Zimmer räumen angesagt.

6. Trainingseinheit (mittags/12,7Km/785Hm/anstrengend, flott)
Kurz vor der letzten Einheit war eine allgemeine Schlaffheit festzustellen. Die letzten beiden Tage forderten Tribut. Beim Einen schmerzte dieser Muskel beim Anderen jener. Der Gedanke ans loslaufen wollte nicht so richtig aufkommen.
Trotzdem ging man schließlich zur finalen Trainingseinheit über. Ziel war, wie bereits im Vorjahr, die Kemptener Hütte.
Nach dem ersten kleinen Anstieg war bei den meisten wieder Betriebstemperatur hergestellt und das vorhergehende Zögern war vergessen.
Durchaus anspruchsvoll ging es nach oben. Bald aber deutete sich an dass der Schnee hier noch nicht weg ist und immer mal wieder mussten ein paar Meter im Schnee absolviert werden.
An der Stelle, wo man im Vorjahr auf zwei schmalen, wackligen Holzbalken einen Gebirgsbach überquerte lag in diesem Jahr noch eine Menge Schnee. Der weitere Weg konnte nur in der Ferne ausgemacht werden. Man entschied sich zur Querung des vorliegenden Schneefeldes und der Besteigung eine Grashügels um besser voranzukommen. Als man wieder griffigen Untergrund und den eigentlichen Weg unter sich hatte ging es wieder flotter weiter. Dann aber war abrupter Stopp angesagt. Der Weg war weg und dafür lagen Tonnen von Schnee vor den TSSlern. Eisklettern war jetzt nicht Sinn und Zweck der Einheit und man wollte auch noch wieder heil nach Hause kommen. So wurde also der Rückweg angetreten. Hier konnte man sich ja auch noch einmal austoben. Michel und Nico ließen es mächtig laufen und konnten nicht mehr gehalten werden. Alex legte fast schon stuntreife Aktionen beim Downhill an den Tag.
So einfach machte es sich die sechs dann aber doch nicht. Um noch ein paar Kilometer zu haben bog man im Tal auf die berühmte, berüchtigte Regenerations- runde aus dem Vorjahr ein. Bereits auf den ersten Metern forderte diese dann noch einmal alles und ließ die Waden noch einmal spannen, die Oberschenkel brennen und den Schweiß in Bächen fließen. Entlang des Bachs ging es dann wieder zurück zur Hütte.
Abschließend gönnte man sich noch ein Mittagessen und trat dann die Heimfahrt an.

 

 
 

 

25.05.08 Trollinger Marathon (HM), Heilbronn

- Planziel knapp verfehlt -

Bericht von Karl Fischer

Am 25.05. fand der 8. Trollinger Marathon in Heilbronn statt. Insgesamt
waren über 5000 Teilnehmer an den Start gegangen , wovon 4400 Teilnehmer
auf der Halbmarathon-Distanz ihr Glück versuchten. Strömender Regen am frühen Morgen, doch pünktlich zum Start hatte Petrus die Wasserschleusen wieder geschlossen und es wurde ein sehr heißer und schwüler Sonntagvormittag, der dann doch dem ein oder anderen Läufer schwer zu schaffen machte.
So ging es auch mir - an jeder Steigung des Laufes - es sind doch ein paar
Höhenmeter beim Trollinger Lauf , speziell in den Weinbergen - spürte ich
die Schwüle und die 2 Tage vor dem Wettkampf:
Freitag 80 km MTB - trotzdem Danke Michael für die tolle Tour und
am Samstag nochmals 95 km mit dem Rennrad war dann wahrscheinlich ein
bisschen zuviel.
Nichts desto trotz erreichte ich mit 1:26:30 den 60. Platz und war voll happy, obwohl ich ehrlich gesagt schon saugerne die 1:24:00 knacken wollte.

Schade nur, dass meine Aufforderung an das Sport Schweizer Team im letzten
Jahr, sich diesen tollen Lauf vorzumerken nicht gefruchtet hat und ich
alleine die Reise nach Heilbronn zu diesem tollen Lauf antreten musste.
Organisatorisch kann man an diesem Lauf fast nichts mehr verbessern und die
Stimmung in den Weinbergen besonders in dem Ort Flein - bekannt durch den
"Fleiner" ist grandios.

wäre schön wir könnten im Jahr 2009 vielleicht mit ein paar Team Mitglieder
an den Start gehen - ihr werdet es nicht bereuen - versprochen

 

 
 

 

24.05.08 MLP Marathon, Mannheim

- Wettkampf zwischen Lust und Frust -

Bericht von Michael Merkle

Einigen Läufern vom TSS machte der Mannheimer Marathon doch mehr zu schaffen als vorher zu erwarten war. Doch von Anfang an.
Auf Anraten und durch die Begeisterung von Peter getragen, meldeten sich 5 Läufer vom TSS beim Mannheimer Marathon an. Peter und Denis, und auch Michel und Reinhold bildeten je ein Team in der Wertung Duo-Marathon. Dabei absolvierte jedes Team-Mitglied einen kompletten 1/2-Marathon, der dann inclusive Wechselzeit, zur Marathonzeit aufsummiert wurde. Jürgen hatte für den ganzen Marathon gemeldet. Weiterhin war bei der Familie Heubach auch die Mutter und die Schwester von Jürgen beim Duo-Marathon mit am Start.
Wie sollte es auch sein, kam aber alles ganz anders. Peter konnte verletzungsbedingt nicht starten, sodass Dennis ohne Teampartner dastand. Samstag Vormittag (also wenige Stunden vor dem Start) dann die Info: Dennis kann auch nicht starten ! Klasse. Team geplatzt und eingeplantes Auto weg. Alles musste kurzfristig nochmals komplett umorganisiert werden. Alex, der eigentlich nur als Fotograf mitgehen wollte, schnappte sich dann kurzerhand den Chip und die Startnummer von Peter, um dann als „Alleinunterhalter“ den Duo-Marathon zu bestreiten. Somit ist sein Lauf auch nur als Test- und Trainingseinheit zu verstehen („Ich probier´ mal, die ersten 10 km langsam und die zweite Hälfte dann schnell“). Dass er dabei nicht an seine äußerste Leistungsgrenze gegangen ist, dokumentiert sein Durchschnittspuls von 157. Für Alex ist die Uhr dann bei 1:34:30 stehengeblieben.
Einen Einsatz der Sonderklasse zeigte Jürgen. Ohne Schlaf und die Nachwehen eines Trans-Amerika-Fluges in den Knochen, startete er in der Marathon –Wertung über die volle Distanz. „Mal sehen, wie weit ich in dieser Verfassung komme. Ich laufe solange ich kann und Lust habe“, so Jürgen vor dem Rennen. Nach der 1/2-Marathon-Distanz ist Jürgen dann mit einer 1:42 ? ausgestiegen. Diese Zeit läuft Jürgen normalerweise rückwärts auf einem Bein.
Eine Topleistung zeigte auch Erna Heubach, die mit über 70 Jahren den 1/2-Marathon in 1:56:21 herunterspulte. Respekt !!!
Am unglücklichsten mit seiner Leistung war wohl Reinhold. Im Vorfeld gut trainiert, in keiner schlechten Verfassung, aber trotzdem brutal eingebrochen. Nach eingehender Analyse seines Laufs kam man zu dem Ergebnis, dass es an der Vorbereitung und an der Fitness nicht gelegen hat. Ausschlaggebend war wohl eine Unterzuckerung, die dann kurz vor Rennende dem Körper granatenmäßig zugesetzt hat. Unter diesen Bedingungen kämpft sich Reinhold dann in 1:31:15 bis ins Ziel.
Für Michel verlief das Rennen so, wie er es vermutet hatte. „Bin vielleicht etwas zu schnell angegangen. War bei 10km mit 38:23 auf Kurs 1:20. Konnte dann aber das Tempo nicht bis zum Schluss durchziehen. Ab km-17 fehlte mir dann einfach die Kraft. Die unendliche Autobahnbrücke hat mir dann den Rest gegeben. Die in der Vorbereitung fehlenden km in den Beinen machen sich halt doch bemerkbar. Bin mit dem Ergebnis aber nicht unzufrieden. Es ist ausbaufähig, zeigt aber in die richtige Richtung“, so Michel nach dem Rennen. Michel beendete seinen Lauf in 1:22:59.
Michel und Reinhold belegten in der Wertung Duo-Marathon mit 2:54:19 den 12. Platz (AK M und Gesamt). Am Start waren insgesamt 758 Duo-Marathon-Teams (AK M, AK W und AK G).
Mit einem gemütlichen Bierchen in einem Bistro direkt an der Strecke lies man diesen Wettkampftag ausklingen, um dann nach der Ankunft zu Hause so gegen 2.30 Uhr rechtschaffen ins Bett zu fallen.
Alles in allem war Mannheim eine Reise wert. Tolle Stimmung, tolle Veranstaltung bei der es im Duo-Marathon nicht unbedingt auf persönliche Bestzeiten ankommt, sondern dass man als Team zusammen startet.
 

 
 

 

11.05.08 MTB-Tour

- Peter Schweizer auf Abwegen -

Bericht von Michael Gneiting

Es war Freitagabend, der 9.5.2008. Nach dem Nürtinger Benefiz-Stadtlauf saß man noch in geselliger Runde zusammen. Dabei kam unter anderem das Thema auf "Was machsch am Sonntag ?". Mit dieser Frage wurde Michi konfrontiert, der dem nur entgegnete "wenn ich den Samstag überstanden habe vermutlich nur Wunden lecken". Dennis und Peter hatten eine Radtour im Sinn und fragten also nun ob Michi mitfahren würde. "Hä? - Ihr und Rad? Das ist so ein Metallgestell in Diamantform und hinten und vorne ein Rad, dazwischen zwei Pedale für den Vortrieb. Das hat nichts mit Laufen zu tun". "Schon klar. Wir fahren Rad. Gehst du jetzt mit ?"

So kam es also dass Peter, Dennis und Michi sich am Sonntagmorgen trafen um gemeinsam ein Runde zu drehen. Da keine Tourenvorschläge von den beiden Rad-Novizen kamen und auch zur Maximallänge nichts gesagt wurde nahm Michi das Zepter kurzerhand selbst in die Hand. "Rüber ins Seeburger Tal und dann schau mr mal.."
Der Einstieg über den Fahrweg zum Hohenneuffen war vielleicht etwas unfair und forderte ein erstes Opfer. Danach aber lief es ganz ordentlich. Die Abfahrt von Hülben runter ins Kalten Tal entschädigte für die ersten Strapaze. Michi musste hier allerdings unten angekommen auf seine beiden Mitstreiter warten. "Und das obwohl die Preise für Bremsblöcke zur Zeit so hoch sind". Dann ging es erst einmal leicht fallend weiter nach Urach. Von dort weiter auf dem Radweg nach Seeburg. Da dieser allerdings von Baumaßnahmen gestreift wird ging es irgendwann auf der gesperrten Hauptstraße weiter. Kurz vor Seeburg wurde dann die Entscheidung getroffen dass es hinauf gehen soll nach Trailfingen und dann der Rückweg über Rietheim, Sirchingen, dem Fohlenhof und den Höllenlöchern eingeschlagen wird. Wie sich herausstellen sollte eine gute Entscheidung. Der Blick vom Rutschenfelsen entschädigte für manche Strapaze, die sich unterwegs in den Weg stellte.
Nach den Höllenlöchern ging es hinunter nach Dettingen, wo bei Pizza und Cola die Energievorräte wieder aufgefüllt wurden. Gut gesättigt ging es dann vollends Richtung Heimat. Mit einer Pizza im Magen fahren sich die Metzinger Weinberge allerdings auch nicht lockerer. Doch auch dies wurde noch geschafft und die drei trafen zu Hause wieder ein.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

10.05.08 Kandel-Berglauf, Waldkirch

- Hitzeschlacht am Kandel -

Bericht von Michael Gneiting

Vorab fürs Protokoll. Abfahrt nach Waldkirch in Zukunft eine halbe Stunde früher, sprich 11.30 Uhr. Es war doch am Ende ziemlich eng. Gerade einmal 25min blieben um sich noch kurz anzumelden, die Startunterlagen zu holen und sich umzuziehen. Nicht sonderlich optimal wenn man einen Wettkampf laufen will. Dass die Getränkeflasche, die für die Anfahrt gedacht war um bei den derzeit sonnigen Bedingungen einigermaßen hydriert anzukommen, zu Hause in der Garageneinfahrt stehen bleibt tut ihr übriges. Wenige Minuten vor dem Start macht es auch keinen Sinn mehr übermäßig Wasser in sich hinein zu leeren.
Pünktlich zum Start standen dann aber Benjamin K. und Michi an der Startlinie zum 27. Kandel-Berglauf. Der "Einsteigerlauf" führt über 12,2km und 940Hm hinauf zur Kandel-Passhöhe. Das Thermometer zeigte 28°C und war somit von Laborbedingungen weit entfernt.
Benjamin kannte die Strecke noch nicht und hatte sich auch nicht speziell für diesen Lauf vorbereitet. So startete er zunächst leicht defensiv ins Renngeschehen. Nach Km1 war dies aber wohl vergessen und er orientierte sich weiter nach vorne. Michi versuchte zunächst noch zu folgen, musste aber spätestens bei Km2 erkennen dass dies nichts wird. "Meine Oberschenkel wollten nicht locker werden. Erst ab KM3 hatte ich das Gefühl dass es besser wurde. Das Hohenneuffen-Berglauf Training, der Nürtinger Benefizlauf und die Hetze nach der Ankunft waren sicher nicht ideal".
Benjamin lief unterdessen sein Rennen stetig weiter. In 1:02:24h (Ges. 29. / AK 3.) erreichte er die Ziellinie auf der Passhöhe und war mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden.
Michi musste in diesem Jahr kleinere Brötchen backen und musste sich mit 1:07:25h (Ges. 66. / AK 6.) begnügen. "Der Formaufbau stimmt, die fünf Wochen in denen ich außer Gefecht war sind aber nicht wegzudiskutieren. Mir hat irgendwann einfach die Kraft gefehlt. Aber ich hab es getan! Bei der ungewohnten Hitze war es noch einmal härter. Unterwegs waren durchaus Läufer, die Gehpausen eingelegt haben. Das musste ich nicht. Wie man beobachten konnte war auch im Zielbereich die Bergwacht gut besucht. Der eine oder andere wurde gleich ins Zelt geschleppt und auf die Trage gelegt. Auch das gesehene Ziel-"Spuckerle" blieb mir erspart. Von daher muss ich zufrieden sein. Es gibt aber auf jeden Fall noch einiges zu tun"

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

04.05.08 Int. Schluchseelauf, Schluchsee

- Nico Schaich auf Platz 5 in seiner AK -

Nico startete beim 24. Int. Schluchseelauf. Unter anderem als Vorbereitungslauf für seinen Halbmarathon (Schönbuchlauf) den er im Rahmen des Sport-LKs absolvieren muss. Die 15 Punkte für die Schule sollten sicher sein. Für den 18,4km langen Kurs rund um den Schluchsee, der durchaus auch seine Ansprüche hat, benötigte er 1:15:02h. Im Gesamteinlauf bedeutete die Platz 84 und in der Altersklasse Rang 5.