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2009

 

 
 

 

26.04.09 Waldmeisterlauf, Warmbronn

- Minimalziel knapp verfehlt -

Bericht von Frank Klass

Der Waldmeisterlauf in Warmbronn ist ein schöner Lauf durch die grünen
Wälder um Warmbronn. Neben Schüler und Fitnessläufen startet um 18:00 Uhr
der Hauptlauf.
An der Nachmeldung traf ich zufällig Jürgen Heubach, der wegen einer
Erkrankung nicht starten konnte und seinen Startplatz weitervermittelt
hatte. Michaela war fit und nahm wie ich auch die 10 Kilometer Runde unter
die Laufschuhe.
Die Strecke führt aus dem Stadion bergab und verläuft dann die nächsten
Kilometer wellig und tendenziell ansteigend. Nach ca. 6 Kilometer geht es
bergab in Richtung der Ortschaft Warmbronn. An Erholung ist aber auch da
nicht zu denken, will man keinen Boden gegenüber den Mitläufern verlieren.
Aus dem Ort heraus geht es noch knapp 2 km ansteigend bis ins Ziel im
Stadion.
Die Temperaturen waren angenehm, wobei auch im schattigen Wald das Trikot
schnell nass geschwitzt war.
Im Vorfeld hatte ich eigentlich gedacht 38min sollten zu schaffen sein,
jedoch musste ich unterwegs bald feststellen, dass die Strecke doch
kräftezehrender ist als gedacht. Bei km5 zeigte die Uhr 20:11min und ich
hoffte auf dem bergab Stück und im Schlussteil noch etwas Boden gut zu
machen. Am Ende reichte es mir mit einer Zeit von 38:17min zu Platz 22 (AK 3.)


 

 
 

 

26.04.09 Zürich-Marathon, Zürich (CH)

- Marathon folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten -

Die jüngsten Trainings-Nachbesprechungen deuteten auf schnellere, aber realistische, Zeiten hin. Karle Fischer bewies wieder einmal dass er eine Bank in Punkto Marathon ist. Trotz weniger Vorbereitungszeit wieder mal unter 3h gelaufen. Hier scheint sich wieder mal der Spruch zu bewahrheiten "Warum soll ich im Training 3:15h laufen, wenn ich im Marathon 2:45h laufe ?" *

*Zitat Peter Schweizer 25.1.06

Hier die Ergebnisse:

  Platzierung Zeit
Karl Fischer 201. 2:57:41h
Michael Merkle 327. 3:03:57h
Hans-Reinhold Müller 589. 3:14:11h
Alex Müller-Wirsam 1001. 3:26:26h
Jürgen Herrlinger 1144. 3:29:40h

Fotos siehe unter Bilder


 Hier nun die Leidensgeschichten der Einzelnen:

- EIN TUNNEL, EIN MARATHON, EIN EINBRUCH -

Bericht von Alex Müller Wirsam

Man sagt ja: „Am Ende vom Tunnel ist Licht“ Dies trifft nicht immer zu!!
Wie ihr ja schon lesen konntet, sind in Zürich nicht gerade die Bestzeiten gefallen. Also hier das Wesentliche von meiner Seite:

Es war sicher nicht nur der Tunnel (5 KM hoch zu Beginn und dann 8 KM runter), der uns wohl alle zu schnell hat werden lassen. Bin zw. KM 4,5 und 8 mächtig aufs Gas gegangen (teilw. Einen 4:05er-Schnitt), da die Strecke auf der Autobahn doch deutlich nach unten führte und ich froh war, dass der Tunnel endlich vorbei war. Das führte dazu, dass ich bei KM 10 etwa 1 Minute zu schnell war. Ich sollt bei KM 10 bei 45:56 sein, war aber bei KM 10,5 bei 47:19. Als ich dies dann merkte, ging ich runter vom Gas, was mich aber nicht wirklich erholte.
Eigentlich war ich, wie Zeit auch zeigt, bei KM 25 bereits beim Temporeduzieren. Ab KM 30/31 bin ich schließlich überwiegend marschiert, was auch die Zuschauerrufe wie „Aleeeeee“, „auf hopp, hopp“, „es ist nicht mehr weit“ nicht mehr verhindern konnten.
Die Laufstrecke war insgesamt (den erwähnten Tunnel, den ich für eine Fehlplanung halte) sehr schön gelegen, was natürlich in dieser Region der Schweiz auch kaum anders möglich ist. Auch wenn das Ergebnis schwerst von meinen Wünschen abgewichen ist, war der Ausflug mit den Jungs vom TSS eine gelungene Ausfahrt, die ich nicht missen möchte. Männer, es war sehr schön mit Euch!!!!!!!

Außerdem hab ich trotz Jürgens Ermahnungen am Sonntag zuvor doch einen recht flotten längeren Lauf gemacht, der mich bis Zürich mit Muskelschmerzen begleitet hatte, was auch die Massagen in der Beurener Therme nicht wieder repariert werden konnten. So ging ich also an den Start…


 

- „Tunnellauf“ brachte nicht die erhofften Erfolge -

Bericht von Hans-Reinhold Müller

Nach wochenlangem Training und relativ guten Vorbereitungswettkämpfen machte sich am Samstag ein Teil des Teams auf zum Zürich-Marathon, um persönliche Bestzeiten aufzustellen (Alex, Michael M. und Reinhold) bzw. einen guten Lauf zu absolvieren (Karl und Jürgen H.).
Bei traumhaftem Wetter ging es am Samstag nach der Ankunft im Hotel am Flughafen per Bahn und Tram zum Startnummern abholen und zur Pastaparty.
Danach wieder zurück ins Hotel, kurz auslaufen, noch eine Kleinigkeit essen und 1 Bier! trinken, sowie um 22h diszipliniert ins Bett.

Nach mehr oder weniger Schlaf war 5:15h aufstehen angesagt, kurz frühstücken und ab ging es per Shuttel-Bus zum Start. Dieser war am Eingang zum neu erbauten Tunnel und wurde mit diesem Lauf für den Verkehr frei gegeben bzw. eingeweiht.

Karle reihte sich gleich hinter den Profis ein, denn er plante einen Risikolauf ein („ich laufe solange es geht einen 4-er Schnitt und mal sehen was dabei rauskommt“). Michael und Reinhold platzierten sich hinter dem 3h-Mann, Alex ein wenig dahinter und Jürgen in der Nähe vom 3:30-Mann.
Pünktlich um 8:30 wurden die etwas mehr als 5000 Läufer per Startschuss in den 5km langen Tunnel geschickt, welcher 60 Höhenmeter aufwies. Am Tunnelausgang war Wendepunkt, danach ging es die Röhre bergab zurück zum Start und weiter zum Zürichsee bei km 13.

Bis zum Tunnelausgang blieb Reinhold brav hinter den Tempomachern, aber kurz danach machte er auf der abschüssigen Strecke den großen Fehler vorbei zu gehen und ohne auf die Uhr zu schauen einen Vorsprung heraus zu laufen. Bei ca. km 17 holte er Michel wieder ein der sagte: „wir laufen viel zu schnell“. Als die
½-Marathon-Marke in 1:28:35 passiert wurde (vorgenommene Marschrute 1:30:30), wurde das Reinhold auch deutlich bewusst und er drosselte ein wenig das Tempo. Zusammen liefen sie bis zum Wendepunkt bei Km 27, wo sie von den
3h-Tempomachern wieder eingeholt wurden. Schon hier musste Reinhold dem hohen Tempo bergab Tribut zollen und Michel mit der großen Gruppe ziehen lassen. Bis etwa Km 34 konnte er noch im 4.30-Schnitt laufen, als die ersten Anzeichen von Krämpfen im Adduktorenbereich auftraten. Nach erneuter Temporeduzierung und ersten „Gehversuchen“ ging es im 5-Schnitt weiter, denn eine 3:05 war hier immer noch drin. Um Krämpfe zu vermeiden musste er ab km 39 dann endgültig „marschieren“, was ihn dann nochmals 10 min. bis ins Ziel kosteten, das er dann in für ihn enttäuschenden 3:14:11 erreichte.

Splits: ¼-M-43:39; ½-M- 1:28:35; ¾-M 2:16:24;


Fazit:

- Der Tunnelabschnitt war wohl für viele Läufer nicht ideal und wurde vielen zum Verhängnis.

- Trotzdem versprach Reinhold nächstes Jahr wieder in Zürich zu starten.

 

- Persönlicher Stimmungsbericht von Michel -

Bericht von Michael Merkle


Der Zürich-Marathon 2009 war aus meiner Sicht wieder mal ein Paradebeispiel dafür, wie weit Theorie und Praxis bei einem Marathon voneinander entfernt sein können. Maximale Adrenalinausschüttung, gepaart mit einer gehörigen Portion Unvernunft, machen jeden Marathon zu einer unkalkulierbaren Geschichte.
X-mal habe ich mir vor dem Start eingetrichtert “Ich werde kontrolliert und nicht zu schnell loslaufen”. Soweit, wie gesagt, die Theorie. Praktisch war´s dann so, dass ich mich vom Start weg erst mal vor die 3-Stunden-Pacemaker gesetzt habe, statt mit diesen zu laufen. Selbstverständlich wurde dann in der Tunnelröhre, in der es die ersten 5 km bergauf geht, ordentlich Druck gemacht. Die Gefällstrecke auf dem Rückweg durch die Tunnelröhre zog sich dann bis ca. km 13. Auf diesem Streckenteil wurde das Tempo dann nochmals deutlich erhöht. Bis dahin lag ich bereits 10 min. vor den Ballonmännern und 2 min. vor Plan. Jetzt wurde es mir doch etwas mulmig und ich nahm Tempo raus. So kam es, dass ich in der Folge etwas mit Reinhold zusammen laufen konnte.
Richtig spannend wurde es für mich ab km 32. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Oberschenkel hart wie Stein und völlig übersäuert. Auch meine Wadenmuskulatur zuckte krampfend. Diese letzten 10 km bis ins Ziel waren nicht lustig.
Alex, Reinhold und auch Marathon-Maschine Karle hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Trotzdem bin ich stolz auf uns, dass wir gefinished und das Ding durchgezogen haben. Persönlich könnte ich mich ohrfeigen, zu Beginn so sinnlos überzogen zu haben. Somit ist es auch o.k., dass ich die 3 Stunden (meine Zeit: 3:03:57) nicht geknackt habe. Selber Schuld.
Körperlich bin ich derzeit etwas unentspannt, weshalb mich heute meine Tochter auch fragte: “Papa, warum läufst du die Treppen rückwärts herunter ?” Was soll´s, so ist Marathon. Mund abwischen und weitermachen. Doch vorher spiele ich erst mal eine Weile Tischtennis ;-)

 

 
 

 

25.04.09 Filder-Volkslauf, Plattenhardt

- Landung auf dem Boden der Tatsachen -

Bericht von Benjamin Kehrer

Nachdem Benjamin H leider verletzungsbedingt passen musste (an dieser Stelle auch von mir ein ganz ehrliches GUTE BESSERUNG) und Jochen sich am Vortag etwas „verkältet“ hatte, repräsentierte Benjamin K als einziger Gelber das TSS an diesem sonnigen Nachmittag.
Benjamin K ging eine Woche nach dem Trainingslager in Südtirol mit einer recht hohen Erwartungshaltung an die Startlinie; in Zahlen ausgedrückt sollte eine 33er Zeit erzielt werden.
Dementsprechend rasant wurden die ersten Kilometer zusammen mit einem LG Filder Athleten in 3:12/3:18/3:20 auch gelaufen; umso größer jedoch die Überraschung beim Wendepunkt, als die Uhr 17:00 anzeigte und die profiliertere Hälfte der Strecke noch zu bewältigen war.
Diese ernüchternde Einsicht ging mit einer Tempoverschärfung von LGF einher, der sich daraufhin zügig absetzen konnte.
Ähnliches geschah bei Kilometer 8, als ein inzwischen aufgelaufener LAV-TÜ Mensch selbiges in einer atemberaubenden Lockerheit und Dynamik vollzog und Benjamin auf den somit endgültigen vierten Platz bei einer Zeit von 35:05min verwies.

Fazit: schöne Strecke, schlechte Zeit/ 14.Juni ist aber noch weit!
 
 

 
 

 

19.04.09 Solitudelauf, Gerlingen

- Schöner Frühlingslauf um Schloss Solitude -

Bericht von Frank Klass

Nach langer Wettkampfpause hatte ich mir schon länger den Solitudelauf als
Einstieg in 2009 vorgenommen.
Traditionell natürlich auch eine gute Veranstaltung, was die Werbung für
unseren Berglauf betrifft. Zusammen mit Youngster Kai fuhr ich also nach
Gerlingen. Unterwegs teilweise dichter Nebel aber in Gerlingen herrschte
strahlender Sonnenschein. Im Startbereich trafen wir noch "Familie Heubach"
und wünschten uns gegenseitig viel Erfolg. Nach dem das Startbanner korrekt
aufgehängt war, konnte der Startschuss mit leichter Verspätung erfolgen und
los ging die Hatz in Richtung Schloss Solitude. Die äußeren Bedingungen
waren prima. Sonnig aber nicht zu heiß.
Jürgens Frauen wählten die 10 Kilometerstrecke und Michaela meinte danach im
Ziel, dass die Strecke gar nicht so einfach ist, mit dem ständigen Auf und
ab. Am Ende belegte Michaela in einer Zeit von 54:42min Platz 7 in der W30
und Erna Heubach mal wieder hervorragend mit einer Zeit von 52:13min den 1.
Platz in der W70.
Kai, der schon letztes Jahr Gefallen an der Solitudestrecke gefunden hatte,
wollte einfach seine Zeit verbessern. Dies schaffte er auch mit knapp 8min
mehr als deutlich und erreichte das Ziel als 2. der MJB in 1:33:40. Jürgen
und ich konnten unsere Zeiten vom Vorjahr bei weitem nicht unterbieten.
Jürgen meinte es war schwer heute aber sehr schön. Er beendete den Lauf auf
Gesamtplatz 64 mit einer Zeit von 1:30:43.
Ich wollte einfach mal sehen was möglich ist und musste feststellen, dass es
einfach nicht schneller ging. Die Power hat einfach gefehlt. Am Ende reichte
es mir zu Platz 26 mit einer Zeit von 1:25:46.

Fotos siehe unter Bilder
 
 

 
 

 

04.04.2009 Murrer Volkslauf, Murr

- Zwei Teammitglieder im Selbstversuch -

Bericht von Michael Merkle

Am Samstag den 04. April reiste ich mit gemischten Gefühlen nach Murr, um im Rahmen meiner Marathonvorbereitung einen Testlauf über die HM-Distanz zu absolvieren.
Ich spreche deshalb von gemischten Gefühlen, da ich mir im Vorfeld der Marathonvorbereitung bereits eine Grippe, einen verkorksten 10-er und bis vor drei Tagen auch noch einen Magen / Darm Virus genehmigt hatte. Kurzum: Ich konnte mich derzeit kaum realistisch einschätzen. Eine läuferische Bestandsaufnahme sollte Aufschluss darüber geben. Auch im Hinblick darauf, in Zürich mit einem seriösen Kilometerschnitt an den Start gehen zu können. Geschwindigkeitstechnisch machte ich mir keine Vorschriften, lediglich Körpergefühl und laufen bis der Sprit ausgeht war angesagt.

Zu meiner Überraschung traf ich am Start Jürgen Heubach mit Familie. Jürgen´s Zielsetzungen waren ähnlich gelagert. Auch er musste in der Vergangenheit mit Krankheit und entsprechendem Trainingsrückstand kämpfen. Für ihn galt es zunächst, die HM-Distanz ohne Zeitdruck und ohne größere Probleme über die Bühne zu bringen. Aus diesem Grund entschied sich Jürgen dann auch kurz vor dem Start, die Polar-Uhr abzulegen, um ausschließlich auf seinen Körper zu hören. Für eingefleischte Polar-Fetischisten sicher eine völlig neue Erfahrung ;-)
Bei optimalen Laufbedingungen (trocken, leicht bewölkt, ca. 15°C) erfolgte um 16.15 Uhr der Startschuss für die 125 Halbmarathonis.
Ein Rundkurs, der im letzten Streckendrittel eine unschöne Sinuskurve aufzeigte, musste 2x umrundet werden. Für Vertreter der Rhythmusfraktion sicher nicht das optimalste Terrain.

Das Rennen ist aus meiner Sicht schnell erzählt. Die erste Runde verlief recht locker. Herz/Kreislauf, Muskeln und vor allem der Magen fühlten sich gut an. Anders die zweiten Runde. Zeitverluste durch schwindende Kräfte machten sich beim Angriff auf die Sinuskurve bemerkbar.
Jürgen startete das Rennen taktisch klug. Die erste Runde ist er verhalten angegangen, um dann in der zweiten Runde das Tempo zu forcieren. Das Ergebnis dieser strategischen Planung war, dass er in der zweiten Runde 1 min. schneller war, als in der ersten.

Allgemeines Fazit:
“Es geht doch !” In diesem Sinne waren wir alle mit unseren Leistungen zufrieden. Jürgen hat in seinem jetzigen Trainingsstand einen super Lauf hingelegt. Für mich war es ein Lauf, der mich aus dem derzeitigen Motivationsloch etwas herausgeholt hat und mich etwas optimistischer dem Start in Zürich entgegensehen lässt.
Zu erwähnen ist noch, dass Erna Heubach im ¼-Marathon den ersten und Michaela den 4. Platz erreichten.
Nach einer wohlverdienten und gut temperierten Hefekaltschale traten wir alle zufrieden die Heimreise an.

Race-Facts:
Jürgen: Gesamt Platz 18 / AK Platz 7 / Zeit: 1:28:51
Michael: Gesamt Platz 8 / AK Platz 2 / Zeit: 1:22:44

Fotos siehe unter Bilder