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22.08.09 Inferno-Berglauf, Mürren (CH)
- Der Kampf im Nebel -
Angesteckt
vom Inferno-Mythos stand für mich bereits letztes Jahr
sofort nach meiner ersten Teilnahme fest, im nächsten
Jahr wieder an diesem teuflisch guten Lauf teilzunehmen.
Der Reiz der Strecke (Halbmarathon mit über 2100
Höhenmeter) in einer landschaftlich einzigartigen Gegend
(Eiger, Mönch und Jungfrau) und eine tolle Organisation
sind einige der Gründe für eine lohnende Teilnahme.
Wir reisten wieder am Vortag des Laufs an, waren aber
wegen vielem Verkehr und Stau erst um 21 Uhr in
Lauterbrunnen. Nach der Nacht im Zelt auf dem
Campingplatz trafen wir am Morgen Familie Pletzer, die
mit Monika, Bettina und Rudolf für den
Staffel-Wettbewerb gemeldet hatten.
Es ging relativ entspannt zu, auch wenn ich etwas
aufgeregter war als an anderen Rennen. Zwar wusste ich
vom Vorjahr was mich ungefähr erwartet, jedoch kann man
nie sagen wie es einem
unterwegs
geht. Die äußeren Bedingungen waren mit ca. 20°C am
Start und 10°C im Ziel zum Laufen ideal. Nur war im
Nebel nicht viel zu sehen. „Je schneller ihr läuft,
desto schneller seid ihr in der Sonne“ behauptete der
Sprecher am Start. Pünktlich um 10:15 Uhr wurde das Feld
auf die Strecke geschickt, begleitet von den Geräuschen
eines Hubschraubers ging es auf den ersten flachen
Kilometer durch Lauterbrunnen und an der stimmungsvollen
Guggenmusik-Gruppe vorbei. Dann wird es ruhig und es
geht 5km auf einem Waldweg bergauf, bevor die Strecke
auf einen 1km Wurzelweg einbiegt. In dieser Passage war
ich zum ersten Mal froh an meinen neuen Salomon Speed
Cross. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass es
nicht so richtig lief auf diesem ersten Teil. Dies
änderte sich auch auf den nächsten 4 km nicht, auf denen
es nur leicht ansteigend in Richtung Mürren ging. Ich
war allein im Nebel unterwegs und die Läufer vor mir
waren davongezogen. Dann der Bahnhof in Mürren.
Mittlerweile haben 2 Läufer aufgeschlossen. Sandra winkt
mir zu. Weiter geht es durch den Ort zur ersten
Zwischenzeit (1:11) am Alpinen Sportzentrum. Raus aus
Mürren und jetzt geht das Rennen erst richtig los. Es
liegen „nur“ noch 8km und ca. 1200 Höhenmeter vor mir.
Am letzten Staffelwechsel sehe ich Rudolf. Dann wird es
richtig steil im Skihang und ich muss vorübergehend in
den Gehschritt übergehen. Ich kann ein paar Läufer bzw.
Geher überholen. Die Strecke ist gut markiert aber im
Nebel muss man sehr konzentriert und vorausschauend
laufen. Ich fühle mich gut und passiere bei ca. 2:09 die
2. Zwischenzeit. Nur noch 2 km. Nachdem man bereits den
Zielsprecher hört, das Ziel aber wegen Nebel nicht
sieht, scheint der letzte Kilometer nicht enden zu
wollen. Ca. 200m vor dem Ziel sehe ich mehrere Läufer
vor mir. Ich
schaffe es noch an zwei vorbeizukommen bevor es die
letzten Stufen hoch aufs Zielplateau geht. Dann habe ich
es geschafft – 2:33:05. Der letzte Kilometer war ewig
aber ich stelle erfreut fest, dass ich sogar meine Zeit
vom Vorjahr knapp unterboten habe. Dies hätte ich vor
allem im Anfangsteil nicht für möglich gehalten. Leider
ist im Nebel wie im Vorjahr nix zu sehen. Von wegen
Sonne… aber egal es war einfach super und die
Anstrengung wert!!
Nach Zielverpflegung und Talfahrt nach Mürren gibt’s ein
Belohnungsküsschen bevor es nach der Massage zur
Pastaparty geht. Wir verabschieden uns von Fam. Pletzer,
die Platz 4 in 2:46:16 bei der Mix Staffel erreichten
und machen uns auf den Weg zu unserer Unterkunft
oberhalb von Mürren. Wir verbringen noch ein paar Tage
dort in dieser herrlichen Umgebung und genießen Sonne,
Berge und die Ruhe.
Sieger: Martin Cox in 2:04:33
Siegerin: Laura Hrebec in 2:24:50
Fotos siehe unter
Bilder
Link zum
Schweizer Fernsehen
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