12.07.09 Ermstal-Marathon (HM),
Metzingen
- Ausflug ins Nachbartal -
| Bericht von Michael Gneiting |
So ganz einfach ist die Strecke im
Ermstal dann doch nicht. Von Metzingen nach Urach und
wieder zurück heißt die Aufgabe für die Halbmarathonis,
und das Ganze nochmal für die Marathonläufer. Beim
Halbmarathon sind in Summe ca. 125 Höhenmeter zu
überwinden, die sich nicht alle gleichmäßig verteilen.
Der Großteil der Höhenmeter wird natürlich auf dem Weg
zur Wendepunkt in Urach gemacht, aber auch auf dem
Rückweg muss ein leichter Anstieg genommen werden, der
zur Streckenlängenoptimierung dient. Dieser tut aber in
dem Moment nicht nur etwas weh, sondern kostet auch noch
Zeit.
Vom Team Sport Schweizer zog es Dennis, Michi, Alex und
Reinhold ins benachbarte Tal. Die beiden letztgenannten
starteten zwar in den "Vereinsfarben", allerdings unter
anderem Mannschaftsnamen, wurden sie doch letztlich vom
Bauunternehmen Wurster aufgekauft um die
Mannschaftswertung zu optimieren. Bei einem davon folgte
die Strafe auf dem Fuß und er wurde mit Krämpfen
geplagt. Bäääätsch - so ist es halt wenn man fremdgeht.
>;-)
Im Startbereich hatten sich für den Halbmarathon und
Marathon einige Namen eingefunden, die für
Top-Ergebnisse aufhorchen ließen. Markus Ruopp, Michael
Leibfahrt, Peter Keinath, Bernd Weis um nur ein paar zu
nennen.
Nach dem Start formierten sich dann relativ schnell
Grüppchen, die zusammenarbeiteten. Michi hängte sich an
Michael Leibfahrt, da die Ergebnisse der vergangenen
Wochen dafür sprachen, dass dies passen könnte. Diese
Rechnung schien auch aufzugehen. Auf dem Rückweg aber
wurde Mitte/Ende Dettingen das Tempo noch einmal
forciert. "Von 3:36 auf 3:34min/km, eigentlich nicht die
Welt wenn es bergab geht, in dem Moment aber ging nix."
Zwischenzeitlich mit psychologischem Abstand entschied
sich Michi für einen Zwischenstopp "für kleine Läufer".
Nach vorne gab es keine Chance mehr und nach hinten sah
es nicht schlecht aus. Bald war wieder Fahrt
aufgenommen. Zwei Kilometer vor dem Ziel zuckte aber der
Wadenmuskel und das Tempo musste etwas herausgenommen
werden. Michi konnte sich auf den 6. Platz im
Gesamteinlauf retten (2. AK) in 1:20:26min
Alex reiste mit 1:25h-Ambitionen nach Metzingen und
hatte dafür die Tempomacher Dennis und Reinhold
engagiert. Die beiden liefen nach Plan los, mussten aber
wohl Alex´s Tatendrang unterwegs etwas bremsen. Alex
hatte aber bald weniger mit der Zeit, als mit Problemen
in den Beinen zu kämpfen. Er gab daher seinen beiden
Pacemakern den Freifahrtschein und begnügte sich mit dem
Minimalziel "finishen".
Dennis konnte nun frei auflaufen und das Tempo erhöhen.
Er holte die verlorene Zeit wieder auf und lief mit der
angepeilten Zeit von 1:25:00h über die Ziellinie. Reinhold
tat es ihm gleich, musste aber eineinhalb Minuten Abstand in
Kauf nehmen (1:26:30h).
In Anbetracht der Situation sind die 1:30:17h von Alex
respektabel. Mit Krämpfen zu laufen und diese auch noch
nachträglich zu haben sind schließlich kein wirklicher
Spaß.
Hier noch ein paar Worte des
leidgeplagten Alex:
"Zunächst einmal mein Dank an die Jungs
(Dennis und Reinhold), mit mir die Reise ins 1:25-Lager
unternehmen wollten. Leider konnte ich wieder mal nicht
punkten. Bereits bei KM 12 - und wir sind wirklich nicht
zu schnell angelaufen! - spürte ich den mittlerweile
verhassten hinteren Oberschenkel, der sich dann kurze
Zeit später zu einem ausgewachsenen Krampf ausbildete.
Ca. 7 KM vor dem Ziel hab ich dann dem Reinhold, der bis
dahin bei mir geblieben ist den "Laufpass" gegeben, so
dass ich mich in Ruhe massieren konnte. Hier noch einmal
der Dank an Reinhold, der ja sogar bei den ersten
Massageversuchen geholfen hat.
Freue mich für Michi, der mit einer 1:20-Zeit ins Ziel
laufen konnte. Aber auch für die Jungs, die dann mit
ordentlichen Zeiten (Dennis in einer 1:25-Zeit - also
Punktlandung, Reinhold mit einer 1:26 nach
ambitionierten letzten KM).
Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt..... Sicher
ist, dass ich noch einiges versuchen muss, um mal so
schnell laufen zu können, wie ich das möchte.
Trotzdem ein schöner Sonntagvormittag!!! Ach ja, ich bin
dann schließlich mit 1:30 ins Ziel gekrochen."