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2009

 

 
 

 

26.07.09 Königsschlösser-Romantikmarathon, Füssen

- Reinhold verfehlt seine Prognose um ganze 2 min -

Bericht von Hans-Reinhold Müller

Am Sa. machten sich Alex und Reinhold auf nach Füssen zum Königschlösser-Romantikmarathon um sich zu rehabilitieren (Reinhold für`s letzte Jahr und Alex für Metzingen).
Alex hatte für den HM am Sa. gemeldet, wo 3 Runden zu absolvieren waren und wollte eine 1:26 laufen. Reinhold dagegen ging am So. bei dem „Ganzen“ an den Start und wollte kontrolliert eine 3:13 laufen, hatte er doch in den 8 Wochen davor keinen Lauf über 21 km absolviert und somit auch keine größeren Ambitionen.

Gesagt, getan ereichten sie 15 Uhr Füssen, als erstes ins Hotel, danach zum Startunterlagen abholen und kurze Streckenbesichtigung des letzten Anstieges 300m vor dem Ziel.

Da Alex beim HM diesen 3x durchlaufen mussten, machten sich schon die ersten Zweifel bei ihm breit ob er die Zeit auch schafft und meinte: “Der ist aber überhaupt nicht leicht und die bezeichnen den Lauf als flach“. Reinhold erwiderte nur: „ Der Marathon geht auch die ganze Zeit so und gilt auch als flach“.

Nachdem der 10-er zu Ende war und Alex warmgelaufen wurden die HMarathonis mit 10 min. Verspätung auf die Reise geschickt. Nach der ersten Runde, meldete sich auf der Bergabpassage zu Start und Ziel leider der Oberschenkel von Alex wieder und er musste bei km 9 aussteigen. Danach ging es noch kurz zur Pastaparty und zurück zum Hotel, den für Reinhold war um 6 Uhr wieder aufstehen angesagt, war doch am nächsten Morgen der Start für den Marathon schon um 7:30.

Nach einer kurzen Nacht und hektischem Frühstück raste Reinhold nach Füssen und stand 5 min. vor dem Start an der Linie, der bei idealen 9°C und wolkenlosem Himmel pünktlich abgegeben wurde. Die ersten 5 km zum Hopfen-See wurden noch im Pulk gelaufen, aber danach wurde das Rennen immer einsamer und man war über jeden Mitläufer froh.

Reinhold lief die erste Hälfte im 4:30- Schnitt und passierte die Matten bei HM in 1:36.

Danach war ohne zu Beschleunigen einsammeln angesagt, denn es wurde immer mehr in der Sonne gelaufen und viele hatten wohl sich und die Strecke unterschätzt.

Ab ca. km 32 (wo es über die nichtabgesperrte Anfahrt zum Schloss Neuschwanstein ging) wurde die neue Strecke für kurze Zeit unwegsam und noch welliger, und hier ließ Reinhold nach 1x heftig Umknicken 2 min. liegen, welche er nicht mehr aufholen konnte.

Bei km 39 gesellten sich Alex und der 3:15 Tempomacher mit kleinem Pulk zu ihm, und er beendete den Lauf kontrolliert in 3:15:01.

Nach einem Erdinger Alkoholfrei, Dusche und Besuch beim Italiener machten sich die beiden wieder auf den Heimweg, und ließen das WE Revue passieren.



Fazit:

- Ein wunderschöner Natur-Lauf vor toller Kulisse am Fuße der Alpen (aber nicht gerade Bestzeitentauglich) mit kleinen schwächen in der Routengestaltung.

- Strecke ½ Asphalt ½ Waldboden, sehr, sehr wellig aber nur mit 140 HD.





Splits: 10- 46:00

20- 1:31:00

30- 2:16:00

42- 3:15:01

Fotos siehe unter Bilder
 

 
 

 

25.07.09 Panoramalauf, Notzingen

- Back to the roots -

Bericht von Benjamin Kehrer

Es sind die kleinen und unscheinbaren Läufe, die durch das Fehlen von Attraktionen entlang der Strecke einen Lauf auf seinen ursprünglichen Sinn reduzieren: Den Kampf gegen sich selbst.
Dummerweise hatte man den Eindruck, dass der Sieger Häntzschel höchstens einen Kampf gegen die Langeweile in seinen Oberschenkeln ausfocht, bevor er bei Kilometer 4 Verfolger Benjamin K stehen ließ und doch alleine weiter trainieren wollte.
Michael Merkle erreichte nach Intervalltraining auf der Bahn in der Vorwoche als Schneller 6. das Ziel der beiden leicht welligen 5-km Runden, Peter und Jochen blieben noch unter 40 Minuten während Jürgen Herrlinger nach Verletzungspause sein Comeback feierte.

2. Benjamin K 34:59
6. Michael M 37:31
13. Peter 39:28
14. Jochen 39:46
34. Jürgen 43:01

 

Bericht von Peter Schweizer

Eine neue Strecke in Notzingen, ein großes Teilnehmerfeld wie noch nie und dann das Team Sport Schweizer mit den leuchtend gelben Trikots

Durch die vielen Nachmeldungen startete man mit 20 Minuten Verspätung . Peter, der Benjamin Kehrer noch sagte dass er mal was riskieren und Steffen Häntzschel so lange wie möglich im Windschatten folgen soll.

Laufen wie es geht. Benjamin schaffte es 4 km lang und Steffen wurde dann überlegen Gesamtsieger vor Benjamin, der ein tolles Rennen lief und nach 34.59 min als Gesamtzweiter ins Ziel kam.

Da die Strecke doch sehr wellig, und mit insgesamt 205 Höhenmeter laut meiner RS 800 doch nicht einfach war, eine tolle Leistung. Zweitschnellster vom Team war Michael Merkle, der auch seine Altersklasse gewann. Michael wurde unter den 116 Läufern 6. des Gesamteinlaufes mit einer tollen Zeit von 37.26min. Michael steigerte seine Jahresbestzeit um über 2 min.

Peter ging den Lauf etwas langsam an. Die erste Runde war er noch hinter dem starken Jochen Gugel, der glaube ich das Rennen seines Lebens lief. Doch in der 2. Runde machte dann Peter ernst und ging nach 7 km an Jochen vorbei. Peter legte noch etwas an Tempo zu, so dass er im Ziel als Sieger der M50 und Gesamtdreizehnter mit 39.26 min. gestoppt wurde. Einen Platz dahinter Jochen Gugel mit einer guten 39.46 min.

Die neue Strecke ist sehr schön doch finde ich wenn ein Lauf auf 17.00 Uhr angesetzt wird darf man nicht erst um 17.20 Uhr starten. Und eine Siegerehrung mit 116 Läufern darf man einfach nicht 2,5 Stunden nach dem Lauf machen und dann noch kreuz und quer M75 dann M20 dann M40 und dann nichts mehr bis man nach mehreren Aufforderungen noch die M50 ehrte. Ich selbst weiss wie aufwendig es ist einen Lauf zu organisieren und und hoffe natürlich dass diese Fehler beim Wendlinger Stadtlauf mit dem Team Sport Schweizer nicht gemacht werden.

Eins ist sicher. Für die Läufer, die gerne einen Gerstensaft trinken - so ein warmes Getränk wie in Notzingen gibt es sicher nicht nach dem Wendlinger Stadtlauf.

Fotos siehe unter Bilder
 

 
 

 

14.07.09 5000m rund ums Jagdhäusle, Frickenhausen

- Spannender Kampf an der Spitze -

Bericht von Michael Gneiting

"Ich glaube dieses Jahr war es das spannendste Rennen ums Jagdhaus, das ich bislang mitgemacht habe", so Michi nach dem Lauf. Mit dem bis dato unbekannten Triathleten Thorsten Eller vom TSV Frickenhausen war ein Läufer am Start, der ernsthafte Ambitionen auf den ersten Platz hegte. So kam es also, dass dieser sich gleich nach dem Start an Michi´s Fersen heftete. Zwischendurch gesellte sich Manuel Millich zu den Beiden, musste aber irgendwann wieder reißen lassen. Thorsten Eller und Michi liefen die ganze Zeit miteinander und gaben sich gegenseitig keinen Millimeter Vorsprung. Es deutete alles auf eine Sprintentscheidung auf den letzten Metern hin. Gedanklich waren die Beiden, wie sich nachher herausstellte, zwischen Km 3 und 4 ähnlich unterwegs und warteten darauf dass der Andere zurückstecken muss. Auf diesen Metern ging es dabei wohl um wenige Augenblicke. Thorsten Eller gab als erstes nach. Dies gab Michi in diesem Moment neue Kraft und er versuchte nun sich noch einmal zusammenzureißen und einen Abstand herauszulaufen. Bis zum Ziel konnte er noch 19sek. gut machen und als Erster über die Ziellinie laufen, in 17:23min. Thorsten Eller folgte in 17:42min und Manuel Millich auf Platz 3 in 18:03min.
Auf Rang 4 in 18:20min kam Dennis ins Ziel. Dieser hatte es zunächst langsam angehen lassen und dann in der zweiten Runde nach vorne gearbeitet. TSS- Neuzugang Matthias Warsow kam mit 18:44min (5.) ins Ziel und liefert somit als "Rookie" einen tadellosen Einstand ab. Knapp dahinter folgten bereits Frank (18:51min/6.), Michael Merkle (19:07min/7.) und Jochen Gugel (19:14min/9.)
Tanja Eipperle lief in der Frauenwertung auf Rang 2 in 23:54min. Alle weiteren Ergebnisse siehe Ergebnisliste.
Alles in allem darf glaub gesagt werden dass es sich um eine erfolgreiche Veranstaltung gehandelt hat. 83 Teilnehmer bedeuten Rekordbeteiligung. Außerdem dürfte sich wieder einmal bewiesen haben dass 5000m eigentlich eine grausame Streckenlänge darstellen.
 

Fotos siehe unter Bilder
 

 
 

 

12.07.09 Ironman, Roth

- Roth - Das Triathlon Mekka in Europa schlecht hin 2 -

Bericht von Peter Schweizer

Ich möchte mich zuerst bei Karl Fischer bedanken der es mir ermöglichte an so einem Event teilzunehmen, denn das was da geboten wurde habe ich in meiner Laufkarriere noch nie erlebt.

Wir reisten am Samstag nachmittag (11.Juli 2009) zu einer Veranstaltung für die ich überhaupt nicht vorbereitet war. Ich sollte der Läufer einer Ironman-Staffel sein. Ohne vorher einen langen Lauf (ein langer Lauf ist eine Trainingseinheit über 2 Std.) gemacht zu haben. Aber egal, wenn man etwas verspricht sollte man es auch halten und so bin ich abends eben in Roth in einer Turnhalle auf einer Turnmatte zu Bett gegangen.

Am anderen Morgen um 5 Uhr ging es los. Es herrschte Bewegung unter den Athleten, denn die Ersten mussten um 6.20 Uhr ran und ich der Läufer kam dann nach Schwimmer(3,8 km) und Radler (180 km) dran.

So durfte ich bis nachmittags 15:55 Uhr warten und dann ging es für mich in der Wechselzone los. Chip am Fuß anbringen und dann ab auf die Laufstrecke. Da ich gegen 14:20Uhr mit Karl schon die ersten 2km gelaufen bin wusste ich was kam. Ich hatte keine Ahnung in welcher Zeit ich den Marathon laufen konnte. So lief ich nach Puls an, immer so etwa 150 Schläge. Bei Km 10 hatte ich 46 min. Beim Halbmarathon 1:34:30h. An dieser Stelle ist mir Karl entgegengekommen und wenn er kein gelbes Sport Schweizer Trikot angehabt hätte, dann hätte ich Karl nicht mehr erkannt. Er war total kaputt, schwer gezeichnet von einem Extremsport. Bei Km 30 hatte ich dann 2:13h und ich fühlte mich immer noch sehr gut. Ich wusste wenn ich jetzt noch eine Stunde benötige sind es dann 3:13h. Doch es lief mir viel besser. Ich lief dann immer schneller und was ich dann auf dem letzen Kilometer erlebte habe ich in meiner ganzen Läuferzeit noch nie erlebt Die Strecke wurde etwa auf 1 Meter verengt. Tausende Zuschauer auf dem letzten Kilometer, dann ein blauer Teppich, rein ins Stadion und dort auf dem blauen Teppich unter tosendem Beifall ins Ziel. Ich hatte Gänsehaut und das nach 42,195 km.

So eine Veranstaltung ist anders als ein reiner Marathon, da man den ganzen Tag warten musste und das nervte ein bisschen. Doch ich muss euch sagen es war der Hammer was ich da erlebt hatte.

Nach 3.09.02 Std. lief ich ins Ziel. Meine Leistung war nicht schlecht wenn man bedenkt dass ich nur 10er trainiert hatte und erst 10 Tage vorher zusagte einen Marathon zu laufen.

Es stimmt schon dass ich ein paar Tränen der Rührung abends beim Feuerwerk hatte . Das war mir in dem Moment egal, denn viele tausende Menschen mit Wunderkerzen und dann noch ein Mega-Feuerwerk am Abendhimmel dürfen so etwas zulassen. Wenn es geht gehe ich nächstes Jahr wieder hin. Vielleicht findet sich ein Schwimmer und ein Radler für eine Staffel

 

 
 

 

12.07.09 Ironman, Roth

- Roth - Das Triathlon Mekka in Europa schlecht hin 1 -

Bericht von Karl Fischer

Obwohl man sich bei dem Quelle Challenge in Roth nicht mehr für Hawaii
qualifizieren kann - hat es von seinem "Mythos" nichts verloren.
Ganz im Gegenteil: Es hagelte nur so von Rekorden, selbst die 180 000
Zuschauer waren neuer Rekord -
und der Sieger kommt dazu noch aus Reutlingen - was will man mehr.

Mit dabei von unserem Team waren Peter "der Chef selbst höchstpersönlich"
und Ich.
Peter lief den Marathon in der Staffel wobei ich mich mit dem Ganzen IRONMAN
auseinander setzte.

Um 6.20 Uhr erfolgte der Startschuss für die Profis und für alle Frauen -
Der Hammer - Gänsehaut pur am Main-Donaukanal

30 Minuten später erfolgten dann die Starts der Nicht Profis in einem
Abstand von jeweils 5 Minuten

Um 7.05 Uhr war es dann für mich so weit:
Das Abenteuer IRONMAN Roth kann beginnen.
etwas mulmig war mir schon, bevor der Start zur ersten und meiner
schwächsten Disziplin erfolgte - dem Schwimmen

Quasi blind muss man die 3,8 km schwimmen, ein paar Schläge wegstecken
können und versuchen nicht allzu viele Körner bereits zum Beginn des
Wettkampfes auf der Strecke zu lassen. im großen und ganzen lief es bei mir
bestens . aber so 300 Meter vor dem Ziel verlor ich etwas die Orientierung
im Kanal und entpuppte mich als
"Geisterschwimmer" auf der falschen Seite, nachdem ich mit einem anderen
Schwimmer frontal zusammengestoßen bin.
trotz diesem peinlichen Missgeschick konnte ich mit einer Zeit von 1:19 das
Wasser verlassen
( okay ich weiß, 1:19 ist keine Bombenzeit aber für mich ist die Zeit
"sensationell"

ab aufs Rad, drücken was die Beine hergeben , was mir auch bis km 90 gut
gelang - dann machte es Peng - und mein Mantel am Hinterrad wollte nicht
mehr

Glück im Unglück : in ca. 300 Meter Entfernung war ein MAVIC-Servicewagen
und die 2 französischen Jungs haben mir das Hinterrad in kürzester Zeit
wieder hergestellt.
Ich darf gar nicht daran denken wenn ich als "Supermechaniker den Schaden
hätte selbst reparieren müssen, wie viel Zeit ich dadurch verloren hätte.

Die Zeit zeigte bis zum Defekt 2:45 h an , was auf eine Endzeit von 5:30 h
schließen ließ.
doch dann kam er - der leichte Nieselregen und der Gegenwind in Runde 2 .
bewusst nahm ich dann das Tempo die letzten 10 km raus - in der Hoffnung
dass sich meine Beine erholen können - denn schließlich stand ja noch ein
Marathonlauf auf dem Programm Mit einer Endzeit von 05:46 h überquerte ich
die Wechselmatte vom Rad zum Lauf. Überraschend gut kam ich gleich zu
Beginn des Marathons ins Rennen und fand gleich meinen Rhythmus ( Danke
Peter )
Nachdem ich die ersten 2 km im 4:30er Schnitt angegangen bin, bremste mich
Peter aus, lief direkt vor mir bis wir uns bei einem 5er Schnitt
eingependelt hatten
und lief wieder zurück zum Staffelstart .
Mein Problem war ( oder auch nicht ) ,dass ich meine POLAR Uhr am Fahrrad in
der Hektik vergessen habe und so den Marathon ohne Uhr laufen musste.

Ich wusste also, dass ich zwischen 14.20 Uhr und 14.25 Uhr gestartet bin
und habe so alle 10 km nach der Uhrzeit gefragt.
Bis zum Halbmarathon ging es mir auch noch sehr gut - bis km 30 wurde es
bitter - und ab km 36 ging nicht mehr allzu viel. Ich wollte aber unbedingt
durchlaufen , war komplett am Arsch und dann sah ich bei km 38 Peter . Ich
sah es seinem Gesichtsausdruck an, dass er ziemlich geschockt war von meinem
äußeren Erscheinungsbild -
er dagegen bei Km 21 putzmunter ausgesehen hat.

Irgendwie schleppte ich mich die restlichen km mehr recht wie schlecht
durchs Rennen - und ab km 40 - man glaubt es kaum, lief es wieder - getragen
von einer unbeschreiblichen Zuschauerbegeisterung deutlich besser

Der Zieleinlauf war unbeschreiblich und ich werde ihn in meinem ganzen Leben
nicht vergessen.

Peter Schweizer lief mal eben kurz so aus dem Stand den Marathon in 3:09 und
zeigte, dass man ihn immer für solche kurzfristige Aktionen buchen kann (
Danke Peter )

Um 22.30 Uhr endete die Finishline-Party mit einem spektakulärem Feuerwerk
was Gänsehaut pur und jeglichen Emotionen freien Lauf ließ.
Selbst ein erfahrener Läufer wie Peter hat mit Sicherheit noch nicht so
viele Zieleinläufe mit solcher Begeisterung und Emotionen erlebt, denn ich
meinte ich hätte etwas feuchte Augen in dem Gesicht unseres Team Chefs
erkannt.....

 

 
 

 

12.07.09 Ermstal-Marathon (HM), Metzingen

- Ausflug ins Nachbartal -

Bericht von Michael Gneiting

So ganz einfach ist die Strecke im Ermstal dann doch nicht. Von Metzingen nach Urach und wieder zurück heißt die Aufgabe für die Halbmarathonis, und das Ganze nochmal für die Marathonläufer. Beim Halbmarathon sind in Summe ca. 125 Höhenmeter zu überwinden, die sich nicht alle gleichmäßig verteilen. Der Großteil der Höhenmeter wird natürlich auf dem Weg zur Wendepunkt in Urach gemacht, aber auch auf dem Rückweg muss ein leichter Anstieg genommen werden, der zur Streckenlängenoptimierung dient. Dieser tut aber in dem Moment nicht nur etwas weh, sondern kostet auch noch Zeit.
Vom Team Sport Schweizer zog es Dennis, Michi, Alex und Reinhold ins benachbarte Tal. Die beiden letztgenannten starteten zwar in den "Vereinsfarben", allerdings unter anderem Mannschaftsnamen, wurden sie doch letztlich vom Bauunternehmen Wurster aufgekauft um die Mannschaftswertung zu optimieren. Bei einem davon folgte die Strafe auf dem Fuß und er wurde mit Krämpfen geplagt. Bäääätsch - so ist es halt wenn man fremdgeht.  >;-)
Im Startbereich hatten sich für den Halbmarathon und Marathon einige Namen eingefunden, die für Top-Ergebnisse aufhorchen ließen. Markus Ruopp, Michael Leibfahrt, Peter Keinath, Bernd Weis um nur ein paar zu nennen.
Nach dem Start formierten sich dann relativ schnell Grüppchen, die zusammenarbeiteten. Michi hängte sich an Michael Leibfahrt, da die Ergebnisse der vergangenen Wochen dafür sprachen, dass dies passen könnte. Diese Rechnung schien auch aufzugehen. Auf dem Rückweg aber wurde Mitte/Ende Dettingen das Tempo noch einmal forciert. "Von 3:36 auf 3:34min/km, eigentlich nicht die Welt wenn es bergab geht, in dem Moment aber ging nix." Zwischenzeitlich mit psychologischem Abstand entschied sich Michi für einen Zwischenstopp "für kleine Läufer". Nach vorne gab es keine Chance mehr und nach hinten sah es nicht schlecht aus. Bald war wieder Fahrt aufgenommen. Zwei Kilometer vor dem Ziel zuckte aber der Wadenmuskel und das Tempo musste etwas herausgenommen werden. Michi konnte sich auf den 6. Platz im Gesamteinlauf retten (2. AK) in 1:20:26min
Alex reiste mit 1:25h-Ambitionen nach Metzingen und hatte dafür die Tempomacher Dennis und Reinhold engagiert. Die beiden liefen nach Plan los, mussten aber wohl Alex´s Tatendrang unterwegs etwas bremsen. Alex hatte aber bald weniger mit der Zeit, als mit Problemen in den Beinen zu kämpfen. Er gab daher seinen beiden Pacemakern den Freifahrtschein und begnügte sich mit dem Minimalziel "finishen".
Dennis konnte nun frei auflaufen und das Tempo erhöhen. Er holte die verlorene Zeit wieder auf und lief mit der angepeilten Zeit von 1:25:00h über die Ziellinie. Reinhold tat es ihm gleich, musste aber eineinhalb Minuten Abstand in Kauf nehmen (1:26:30h).
In Anbetracht der Situation sind die 1:30:17h von Alex respektabel. Mit Krämpfen zu laufen und diese auch noch nachträglich zu haben sind schließlich kein wirklicher Spaß.

Hier noch ein paar Worte des leidgeplagten Alex:

"Zunächst einmal mein Dank an die Jungs (Dennis und Reinhold), mit mir die Reise ins 1:25-Lager unternehmen wollten. Leider konnte ich wieder mal nicht punkten. Bereits bei KM 12 - und wir sind wirklich nicht zu schnell angelaufen! - spürte ich den mittlerweile verhassten hinteren Oberschenkel, der sich dann kurze Zeit später zu einem ausgewachsenen Krampf ausbildete. Ca. 7 KM vor dem Ziel hab ich dann dem Reinhold, der bis dahin bei mir geblieben ist den "Laufpass" gegeben, so dass ich mich in Ruhe massieren konnte. Hier noch einmal der Dank an Reinhold, der ja sogar bei den ersten Massageversuchen geholfen hat.

Freue mich für Michi, der mit einer 1:20-Zeit ins Ziel laufen konnte. Aber auch für die Jungs, die dann mit ordentlichen Zeiten (Dennis in einer 1:25-Zeit - also Punktlandung, Reinhold mit einer 1:26 nach ambitionierten letzten KM).

Na ja, mal sehen was die Zukunft so bringt..... Sicher ist, dass ich noch einiges versuchen muss, um mal so schnell laufen zu können, wie ich das möchte.

Trotzdem ein schöner Sonntagvormittag!!! Ach ja, ich bin dann schließlich mit 1:30 ins Ziel gekrochen."

 

 
 

 

05.07.09 Nebelhorn-Berglauf, Oberstdorf

- Berglauf mit Bergwanderung auf das Nebelhorn „2224“ Meter  -

Bericht von Dieter Krohmer

Nachdem zuerst niemand mit an das Nebelhorn gehen wollte, hatte sich für mich noch kurzfristig am Donnerstag die Möglichkeit ergeben, mit Dietmar und Nico Schaich mitzufahren.
Am Samstagabend sind wir dann mit dem neuen Schaichmobil Richtung Oberstdorf gestartet. Die Wettervorhersagen waren für den Sonntagmorgen gut. Trotzdem hatte mich um 06.00 Uhr der Regen geweckt, und ich dachte, wenn es weiter regnet werde ich nicht laufen. Bis zum Start um 09.15 Uhr waren die Bedingungen aber optimal und das Starterfeld mit 230 Läufer ging auf die Strecke.
Nach den Strapazen des Samstags (Schafftag) fühlte ich mich nicht optimal vorbereitet. Wie gewohnt bin ich aber das Rennen trotzdem recht schnell angegangen und habe Nico immer in kurzem Abstand vor mir gesehen. Rudolf Pletzer habe ich kurz nach dem ersten Kilometer überholt. Die Seealpe erreichte ich nach 30 Minuten und Rudolf lief wieder auf mich auf. Zusammen sind wir in den Latschenhang gelaufen bis wir 4 km vor dem Ziel in den Gehschritt übergegangen sind. Beim Tempo von Rudolf im Gehschritt konnte ich nicht mithalten und bis zum Probsthaus (2 Km vor dem Ziel) waren die Laufstrecken bei mir eher die Ausnahmen. Nach 68 Minuten dort angekommen, dachte ich, nun müssen doch die 2 letzten Kilometer in 21 Minuten zu bewältigen sein. Denn eigentlich wollte ich unter 1.30 finishen. Auf den zwei letzten Kilometern konnte ich dann bis auf vereinzelte Gehpausen das Laufen wieder aufnehmen und erreichte in 1 H 27 Min10 Sek. zufrieden das Ziel. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Rudolf, der auch Nico Schaich noch überholte und seine Klasse M60 in 1 H 24 Min. 14 Sek. gewann.
Hier noch die Ergebnisse von 2 Team Mitgliedern und weiteren Läufern aus unserer Region:
Rudolf Pletzer 1 H 24 Min. 14 Sek.
Nico Schaich 1 H 26 Min. 09 Sek.
Dieter Krohmer 1 H 27 Min. 10 Sek.
Klaus Kuhn 1 H 28 Min. 44 Sek.
Dietmar Schaich 1 H 47 Min. 11 Sek.
Bettina Pletzer 1 H 51 Min. 06 Sek.

 

 
 

 

04.07.09 Altstadtlauf, Reutlingen

- Warum eine Runde, wenn man auch vier laufen kann?!  -

Bericht von Alex Müller-Wirsam

Samstagmorgen: "Hallo Alex, hier ist der Dennis. Hallo Dennis, was gibt es? Willst du mit mir laufen? Na klar, wann sollen wir starten? Nee, ich meine in Reutlingen. In Reutlingen? Ja, beim Reutlinger Altstadtlauf. -Hier eine kurze Retraumatisierung für Alex, da er ja im letzten Jahr dort nach starken Schwindelanfällen vorzeitig aufgeben musste- Hm? Hatte die Tage schon meine Tempoeinheiten. Sage Dir Bescheid, wie ich mich entscheide. Also dann bis später, Alex. O. K. bis dann, Dennis.
Ca eine Stunde später hat Alex dann die Sache klar gemacht und für Reutlingen zugesagt.
Zum einen freute er sich auf die Begleitung durch Michi, der wohl als Fotopresseagent mitfahren wollte, zum anderen, wollte er es "der Strecke" zeigen, die ihn das letzte Mal so in die Knie zwang. Also: "Hallo Dennis, ich fahre mit. Holt ihr mich ab? Laufe aber wirklich nur langsam - max. 4:20 Schnitt. O. K. Alex. passt auch für mich, da meine Beine vom Donnerstag noch schwer sind, so Dennis."

Kurzum: Peter raste in einen Affentempo dahin, um noch rechtzeitig ins Ziel zu kommen. Aber für was rechtzeitig?! Na ja, egal. Er lief kontrolliert guut und finishte in einer wunderbaren Zeit von 37:28 direkt vor Dietmar Veith, der einen Tag zuvor, wie er später zugab, in Marburg einen Marathon gelaufen ist. Dennis und Alex machten sich etwas langsamer auf den eckigen Rundkurs, der 4x durchlaufen werden musste, um eben "entspannt" auch mal Reutlingen aus einer anderen Perspektive betrachten zu können. Im Ziel musste Alex (40:05) dann einsehen, dass Dennis, der Alex immer wieder auf der Strecke ermunterte, eigentlich in einer anderen Liga läuft. Er konnte wirklich kontrolliert die Strecke beherrschen, so dass die 40:06 für Dennis dann doch nur ein netter schneller Lauf war, den er hoch kommunikativ mit den Zuschauern gestalten konnte.

Sonst: Das Feld der Läufer war heute stark besetzt, so dass hier u. a. Michael Göhner, Bernd Weis, einige Läufer vom LAV-Tübingen und vom TSV Kusterdingen an den Start gingen und das vordere Feld eindeutig füllten. Gewonnen hat, so wie im letzten Jahr, Markus Ruopp in einer Zeit von 32:49.

Fakten: 10 Km, sehr verwinkelt durch die Reutlinger Innenstadt, 29 Grad C., 120 Höhenmeter
Fazit: Kein Lauf für Bestzeiten!!!!

 

 
 

 

04.07.09 Altstadtlauf, Reutlingen

- Spitzenfeld in Reutlingen  -

Bericht von Michael Gneiting

Der Reutlinger Stadtkurs, bekannt als verwinkelt und folglich nicht ganz einfach, war in diesem Jahr für absolute Top-Zeiten gut. Die sommerlichen Temperaturen schienen den Läuferinnen und Läufer nicht allzu viel auszumachen.
Markus Ruopp vom SV Ohmenhausen setzte der Veranstaltung den Stempel auf und gewann überragend in 32.49min und durfte bereits vor dem Ziel ins jubeln geraten. Platz 2 ging an Christoph Kuhm vom LT Sulz am Eck in 33:28min, dicht gefolgt von Frank Honold (TSV Kusterdingen) in 33:33min. Mit Lorenz Baum und Daniel Kittel kamen zwei weitere Läufer ins Ziel, die unter der 35-Minutenmarke blieben. Weitere 10 Läufer teilten den 35-36 Minutenbereich unter sich auf.
Vorjahressiegerin Ute Philippi (38:53min) musste sich knapp Jutta Hugenberg (38:38min) geschlagen geben.

Was aber machten die Vertreter des Team Sport Schweizer? Peter, Dennis und Alex machten sich nach Reutlingen auf um "locker zu laufen". Dass diese Aussage im TSS immer mit Vorsicht zu genießen ist, dürfte bekannt sein. Peter, der bereits in den vergangenen Mittwochen eine ansteigende Formkurve präsentierte und gerade im letzten gemeinsamen Training zeigte dass mit ihm immer noch zu rechnen ist, ging insgeheim mit leichten Ambitionen an den Start. Nach den 4 Runden durch die Reutlinger Altstadt blieb die Uhr für ihn bei 37:28min stehen, was im Gesamteinlauf Rang 21 und erster in der Alterklasse bedeutete.
Alex und Dennis ließen es scheinbar ruhiger angehen und mischten sich zunächst unters Volk. Dennis blieb bei Alex und machte in der Tat den "lockeren" Lauf wahr. Im Zielbereich versuchte er noch den vor ihm laufenden Alex zu einer besseren Zeit zu motivieren. Letztgenannter kam vom vorab aufgestellten Konzept ("lockerer Lauf, wegen dem Halbmarathon nächste Woche") deutlich ab und lief mit 40:05min eine knappe halbe Minute an seiner Bestzeit vorbei. Dennis folgte direkt hinter ihm in 40:06min, was für die Beiden Platz 50 und 51 bedeutete.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

02.07.09 Alfred Kleefeldt-Gedächtnislauf, Wendlingen

- neuer, anspruchsvollerer Kurs  -

Bericht von Michael Gneiting

Der TSV Wendlingen hatte zum 12. Alfred Kleefeldt-Gedächtnislauf eingeladen. Nicht aber ins alte Lauterstadion sondern auf die neue Sportanlage "Im Speck". Der mehrmals zu laufende Rundkurs ist also etwas gewandert. Dabei wurde er etwas weniger winklig, dafür aber 1200m (insgesamt 7200m) länger und profilierter.
Vom Team Sport Schweizer hatten sich Peter, Dennis, Reinhold, Jochen und Michi eingefunden. Hendrik Reiniger gesellte sich unter die Zuschauer und schickte als würdige Vertretung seine Frau Jasmin. Kurz vor dem Startschuss fand sich dann auch noch Alex ein, der ebenfalls den Lauf aus der Distanz betrachtete.

Die äußeren Bedingungen waren nicht wirklich ideal. Schwüles Wetter, heiße Temperaturen und kein Schatten verlangten von den Teilnehmer dann doch einiges ab.
Nach dem Startschuss führte Michi das Feld über die erste Stadionrunde und hinaus auf die weitere Strecke. Dieser Zustand sollte allerdings nicht allzu lange andauern, war ihm doch klar dass der Esslinger Steffen Häntzschel hinter ihm lief, gefolgt von Philipp Groll (LG Filder). Alsbald kam dann auch was kommen musste und Steffen lief einfach davon. Phillip war allerdings auch schon etwas distanziert und so wurde es für die drei ein recht einsames Rennen.
Beinahe schicksalsträchtig wurde es für Michi nach der ersten Runde als ein Streckenposten ihm zurief "Noch drei Runden". Noch drei Runden ?- Vorhin hat es doch geheißen es sind nur drei ? Dies hatte zur Folge dass das geschah was in dem Moment eigentlich nicht passieren sollte - man(n) denkt! und es stürzt die komplette Planung ein. Irritiert lief er weiter, nahm aber in der vermeintlich letzten Runde das Tempo etwas heraus. Steffen weit vorn und Phillip in sicherer Distanz. Platz 2 war nach Michi´s Rechnung sicher und wenn es doch eine weitere Runde geben sollte musste man sehen. Nach dem Stadioneinlauf wurde aber nicht noch einmal zu einer weiteren Runde gebeten.
Hinter den ersten Drei gab es ein internes Sport Schweizer Duell. Chef gegen Angestellten. "Ich wusste dass Peter an dem Anstieg nicht so stark sein wird", erklärte Dennis, der das interne Ausscheidungslaufen für sich entschieden hatte. "Dennis war nur wenige Meter vor mir. Warum soll ich ihm nicht den Vortritt lassen. Sonst macht er morgen auf Krank", konterte der besorgte Chef. Wie nun auch immer, im Gesamteinlauf belegten die Beiden Platz 4 und 5. Reinhold und Jochen folgten bereits auf den Plätzen 6 und 7, was natürlich eine schöne "gelbe" Vorstellung gab.
Jasmin kam als 5. Frau ins Ziel.

Alles in allem ein schöner Lauf in lockerer Atmosphäre. Da es eben ein Neubau des kompletten Areals ist, war der eine oder andere Weg noch etwas schwer zu laufen weil zuviel Schotter drauf lag. Der Abstecher auf die 20m Finnbahn müsste nicht unbedingt sein, zieht diese einem doch regelrecht die Kraft aus dem Leib. Es wäre doch so ein schöner Weg daneben gewesen. Aber gehört halt wohl dazu.
Etwas schade war die Zuschauerresonanz. Auf der alten Strecke gesellten sich dann halt doch ein paar neugierige Anwohner hinzu, diese fallen auf der neuen Strecke natürlich weg und die Zuschauer konzentrieren sich auf die Stadionrunde.

Fotos siehe unter Bilder