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2009

 

 
 

 

17.05.09 Welzheimer Wald-Läufe, Welzheim

- Experiment nicht ganz geglückt  -

Bericht von Hans-Reinhold Müller

Auf der Heimfahrt aus Zürich hatten sich ja Karle und Alex dazu entschlossen einen Marathon nachzulegen, und einige Tage danach habe ich mich dann auch damit befasst, mit dem Ergebnis dies auch zu probieren.

Also suchte ich mir Welzheim aus, denn hier wurden HM & M gemeinsam gestartet und ich hätte nach der Hälfte mit einer HM-Wertung aussteigen können. Außerdem versprach der Lauf mit ca. 180HD und 1/3 Wald nicht ganz so warm und steil zu sein, was sich aber laut meiner Polar mit 315HD und ganzen 8km Wald als Irrtum erwies.

Also ging es am Sonntag nach Welzheim, wo pünktlich um 9Uhr die 100 Marathonis und 400 HM auf die Strecke geschickt wurden. Ich begann das Rennen sehr defensiv, weil die ersten 11km nur hoch gingen und ich meinen Rhythmus finden wollte. Km 10 passierte ich in knapp 44 min., und auf den nächsten 9km bergab hielt ich auch fast das gleiche Tempo bei so dass ich Km 20 in 1:29h erreichte.

Mit erstaunlich guten Beinen begab ich mich dann auf die nächste Schleife, aber schon nach wenigen Metern ging es eine mächtige Steigung hinauf ("der Bettler" aus Tübingen ließ grüßen) und ich wollte schon fast umdrehen. Oben angekommen lief es mir trotzdem noch recht gut, und ich machte mich an die Aufholjagd um meine anvisierten 3:09 zu schaffen.

Hier sammelte ich noch 3 Männer und die erste Frau ein, aber am nächsten steilen Berg war es dann auch um mich geschehen und ich konnte meinen angestrebten Schnitt nicht mehr ganz halten.

Die letzten 12 Auf und Ab-Kilometer, auf denen mich noch ein Läufer überholte, lief ich mit leicht angezogener Handbremse und finishte in 3:19:04 als 10-ter (AK1) das Rennen.

Als AK-Sieger gab es eine Urkunde, kleine Medallie und einen warmen Händedruck.


Fazit:

3 Wochen nach einem kleinen Desaster ist wohl für mich im Marathon eine Topleistung nicht möglich.

Der Lauf an sich ist auf der ersten Hälfte super zum Laufen, aber auf der 2-ten Hälfte sehr einsam, deutlich schwerer vom Profil und fast alles in der prallen Sonne.


Race-Fact`s: 42,195km mit 315HD; sonnig-warm 27°C; kaum Wind.


Split`s: 10-43:40; 20-1:29; 30-2:19

 

 
 

 

17.05.09 Trollinger Marathon, Heilbronn

- Noch ne zweite Prüfung nach Zürich...  -

Bericht von Karl Fischer

Am 17.05. fand der 9. Heilbronner Trollinger Marathon bei strahlendem
Sonnenschein und leider zu etwas heiß ( oder auch noch ungewohnten )
Temperaturen statt.
Marathonstart war um 9.00 Uhr die Halbmarathonis starteten um 10.30 Uhr
Gemeldet hatten 746 Marathon- und 5177 Halbmarathonläufer, davon finishten
641 Marathonis und 4459 Halbe.

Ich selbst kam mit 3:08:28 als 22. ins Ziel - aber nun schön der Reihe nach:

Ursprünglich wollte ich den Halben laufen, aber mein "Hausweinlieferant -
Rolf Willy" hatte zu wenig Marathonläufer und so fragte er mich ob ich nicht
bitte den ganzen Laufen könnte. Mit 3:30 h würde ich immer noch, zu einem seiner
besten Läufer gehören und das läufst du allemal.
Da ich in dieser Beziehung einen recht schwachen Charakter habe, war ich
sehr schnell überredet.

Etwas unsicher wie ich den Zürich Marathon vor 3 Wochen und die 100 km Rad
Training tags zuvor überstanden hatte, war ich mir etwas unsicher wie ich
angehen sollte.

Ich kann euch nur so viel sagen:
Jeder Stadtmarathon ist einfacher zu laufen, als ein Marathon durch die
Weinberge mit 345 Höhenmeter.
Unzählige Lange Geraden, die man aufgrund der geringen Teilnehmerzahl auf
abgesperrten Bundesstraßen oftmals ganz alleine bewältigen muss,
immer wieder Berge hoch , Berge runter - und dann bauen die doch tatsächlich
noch eine ziemlich üble Steigung bei km 35 ein. - Respekt, Respekt.

Mit 1:29 Std ging beim halben durch und da wusste ich , dass ich die 3 Std.
auf keinen Fall knacken werde, da ich doch ziemlich schwere Beine hatte.
Also setzte ich mir als Ziel so um die 3:05 zu finishen. Doch bei km 37
bekam ich brutale Krämpfe in beiden Oberschenkeln und ich dachte ich komme
nicht mehr ins Ziel. Bis km 35 ging es mir noch sehr gut.
Glücklicherweise befand sich nach ca. 500 Meter ein Rot Kreuz Zelt, dass ich
dann zu einer Oberschenkelmassage kurz aufsuchen musste.
Also Gas raus und die letzen 5 Km mehr schlecht als recht - völlig am
Arsch - Richtung Ziel .

Total erschöpft aber überglücklich bin ich dann im Frankenstadion über die
Ziellinie gelaufen.

Fazit : ein sehr harter Marathonlauf mit vielen endlosen Geraden - mit
tollen und sehr vielen Stimmungshochburgen wie Flein, Nordheim, usw...
ich hätte mir schon sehr viel früher Iso-Getränke gewünscht und
nicht erst ab km 25. Kleine Flaschen wären auch vorteilhafter gewesen- als die
Wasserbecher von denen man immer den größten Teil verschüttete.
aber ansonsten tolle Veranstaltung mit toller Verpflegung nach dem
Lauf im Zielbereich.
 

 
 

 

16.05.09 Bad Waldseer Lauffieber, Bad Waldsee

- 5, 10, 15, 20, 22 und raus - oder "Wenn ein Körper menschlich reagiert"  -

Bericht von Alex Müller-Wirsam

Wie bereits angekündigt, hatte ich das feste Ziel über einen weiteren Marathon die furchtbare/ fruchtbare (!) Erfahrung aus Zürich aus meinem Gedächtnis zu lösen bzw. davor zu schieben. Na ja, gesagt getan. Nur was mache ich jetzt, nachdem diese Erfahrung nicht keine Besserung für meine Psyche brachte. Kurz notiert:

Ich lief zusammen mit Petra Wurster und einem Teamkollegen der selben in einem wirklich gemäßigtem 4:40 Durchschnitt an, so dass ich entsprechend positiv die 10KM-Marke mit knapp 48 min erreichte. Der Kurs war zwar wirklich schön, so dass ich mich auf die Zweite Hälfte freute. Bei KM 15 verspürte ich das erste Mal ein leichtes Ziehen in meiner rechten Pobacke, was mich nicht weiter erschreckte, da seit Jahren mit Rückbeschwerden so durch mein letztlich bewegtes Leben schleiche. Erst bei KM 22, als mir sozusagen der rechte hintere Oberschenkel ausbrach (Erklärung: Ich konnte mein Bein plötzlich nicht mehr strecken, ohne dass massive Schmerzen auftraten). Auch dies machte mir keine Sorgen da ich ja seit Jahren mit Rückenbeschwerden...usw. Nein, das war ein Scherz!!! Ich konnte beim besten Willen nicht annähernd laufen, so dass ich die Tübinger (Petra und Begleiter) ziehen lassen musste. Ich humpelte ins nahe gelegene Ziel und entledigte mich von meinem Leihchip, den ich ja nun wirklich nicht mehr brauchte. Was soll mir das Sagen? Ehrlich, ich habe keine Ahnung!!! Hätte ich die in Zürich bereits vorhandenen Beschwerden ernst nehmen sollen? So jetzt habe ich neben Zwei verpatzen Marathons auch noch ein nettes Rückenleiden, das mich jetzt aber auf den Boden so mancher Tatsachen bringen wird. Jetzt heißt es ausruhen und nochmals ausruhen, und den Ball flach halten. Meine Beschwerden riechen nach Kreuzbein oder Ischias. Am Ende meiner Jammertirade, möchte ich noch erwähnen, dass Petra Wurster mit einem letztlich ordentlichen Lauf als Zweite Frau gekrönt wurde, was mich wirklich freute.

So, werde mir jetzt im Hotel ein Bierchen können und morgen einen schönen Tag am Bodensee verbringen.

Zur Veranstaltung: Der Marathon in Bad Waldsee ist eine wirklich gelungene Veranstaltung, die im Service und Veranstaltungsprogramm im Preis-Leistungsverhältnis kaum zu toppen wäre. Von einer sehr guten Verpflegung an der Strecke bis hin zu einer guten Ablauforganisation passte alles. Die Kosten lagen bei 20,-, was wirklich sehr günstig ist.
Dies Region hat wirklich Lauf und Veranstaltungskultur bewiesen!!!!
Bis nächstes Jahr.....
 

 
 

 

10.05.09 Sportpark-Lauf, Süssen

- Spontane Laufzusage  -

Bericht von Kai Haubensack

Nach langem Überlegen hatte mein Vater sich überlegt sein Laufdebüt beim 3. Süssener Sportparklauf zu geben. Eigentlich wollte ich am 15.05. in Geislingen starten, aber nun gut dacht ich mir, läufst halt eben Süssen.11 km leicht wellig hörte sich eigentlich ganz gut an. Als dann 10 Uhr der Startschuss fiel, stand ich selbstverständlich in der ersten Startreihe (war auch kein Problem bei 44 Startern). Der erste Kilometer führte aus Süssen hinaus Richtung Schlaterwald. Die ersten 3 Kilometer waren kein Problem und wurden mit 4:10 min/km heruntergespult. Von Kilometer 3 bis 6 mussten schließlich 100 Hm überwunden werden. Irgendwo an diesem Anstieg fing das Seitenstechen an, welches mich bis ins Ziel begleitete. Nach dem Anstieg konnte ich dadurch nicht mehr die verloren gegangene Zeit reinlaufen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Sportparklauf landschaftlich recht schön ist, nur lässt leider die Organisation und das „Drumherum“ zu wünschen übrig.

Race-Facts:

Kai: Gesamt Platz 9 / MjB Platz 2 / Zeit: 47:32 min
 

Fotos siehe unter Bilder
 

 
 

 

03.05.09 TUIfly Halbmarathon Hannover

- Yes, I can´s noch  -

Bericht von Hannes Wezel

"In unserem Alter muss man sich nix mehr beweisen?", waren sich der Ü50er Läufer- Papst- Peter und M55 Oldie Hannes bei einem "Altmänner-Talk?" in der letzten Woche im Laden einig!
Und nach dem ich in Hannover locker und lächelnd in 1.31.h ins Ziel kam, sage ich euch: "Yes so isch's!". Nach einem soliden Wintertraining mit 4 Einheiten pro Woche, erwischte mich im März eine Erkältung, die mich zur Pause zwang. Aber gerade das ist es wohl was wir ältere Läufer brauchen: Pausen sind so wichtig wie das Laufen selbst!!! Zwei knackige 5er Wochen im April, mit dem "auswendig- lernen des Renntempos" und eine ruhige Tapering Woche machten mir dann doch richtig gute Beine.
In Hannover dann alles wunderbar, schließlich war´s vor allem ein Familienausflug, um unseren Sohn zu besuchen, der dort studiert. Warmlaufentfernung vom Hotel, lockere Stimmung auch am Start, nicht so schwäbisch verbissen! 5000 Halbmarathonis machten sich pünktlich um 11.00 Uhr (nicht wie in Stuttgart eine halbe Stunde verspätet) auf die super flache, schöne Strecke in Deutschlands grünster Großstadt. Zunächst im 4.10er Schnitt - gemach, gemach, um ab Kilometer 3 ein wenig Gas rauszunehmen. 10 Km in 43 irgendwas, 15km in genau 1.05 h und es lief richtig gut weiter und ehrlich gesagt habe ich mich erst auf den letzen 2 km schnaufen gehört?. Mit meinen 1:31:39 h, Gesamt Platz 176 und Platz 4 in M55 war ich sehr zufrieden und es hat mir super Spaß gemacht, weil ich muss ja niemand, nix mehr beweisen ;-)?
Und abends ging´s dann zur Belohnung zum coolsten Italiener aller Zeiten: Pizzeria Napoli auf der Deisterstraße in Hannover Linden, da kommt der Paolo persönlich und reibt dir den Parmesan über die Nudeln. Also da müsst ihr hin: aber erst nachdem ihr den TUIfly gelaufen seid. Übrigens ab sofort mein Lieblingshalbmarathon.