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2009

 

 
 

 

18.10.09 TUI Marathon, Palma (ES)

Bericht von Jürgen Herrlinger

- Sonne, Palmen, laufen und ein Bier -

unter diesem Motto startete ich am 18 Oktober in Palma de Mallorca beim Tui-Halbmarathon.

Nach meiner Anreise am Freitag, traf ich mich am Samstagnachmittag in Palma mit den " Wackel-Champions ".
Gemeinsam holten wir die Startunterlagen ab und nach der Übergabe der Team-Lauf-Kleidung ging es zur Nudelparty.
Ich besuchte noch die ich schöne Altstadt von Palma, nach einen kleinen Abstecher bei der Friseurin, fuhr ich mit neuem Haarschnitt zurück ins Hotel nach L' Arenal.

Sonntagmorgen saß ich um 7 Uhr im Bus nach Palma, um ohne Stress den Start des Halbmarathon anzutreten.
Bei relativ kühlen 15 Grad (für Mallorca) leichtem Wind und schwarzen Wolken wurden die Halbmarathon - und Marathonläufer auf die Strecke geschickt.

Die ersten 10 km führten auf flacher Strecke am Jachthafen entlang und wieder zurück, danach ging es in die Altstadt von Palma, hier setzte bei km 12 der Regen ein, was bei den verschiedenen Bodenbelägen und in den engen und winkligen Gassen seine Tücken hatte. Die letzten 4 km war die Strecke bis zur Strandprommenade hügelig, bevor es auf einer langen Geraden vor der Kathedrale zum Zieleinlauf ging.

Nach dem Startschuss sortierte sich das Feld und ab km 2 fand ich mich in einer kleinen Gruppe mit der 4. Frau wieder. Das Tempo war konstant zwischen 4.05 min und 4.10 min. Ich konnte problemlos mitlaufen und wollte so lange wie möglich "dran bleiben". Nachdem ich bei meinen letzten Läufen (Rommelshausen, Ulm, Köln) immer bewusst "abreißen" ließ und das Tempo leicht raus nahm, ging ich dieses Mal volles Risiko und ließ mich nicht mehr abschütteln. So konnte ich bis zu Schluß mit der Gruppe mitlaufen (obwohl der Regen uns stark behinderte - viele liefen immer wieder quer, was vor mir den Ein oder Anderen stolpern ließ.)
Im Ziel lachte dann nicht nur für mich die Sonne (erreichte mit einer Zeit von 1.27.26 Std. Ges.Platz 72 und AK 12) auch das Wetter wurde wieder schön.
Nach ausgiebiger Stärkung im Zielraum und schneller Erholung ging es zum Duschen und Massieren.

5 km 20.13 min 10 km 40.40 min 15 km 1.01.40 Std 21.1 km 1.27.26 Std Bestzeit um fast 4 min verbessert

Im Zielbereich warteten schon die Fans von den "Wackel-Champions" und auch die anderen Mitläufer des Teams trudelten nacheinander ein, um gespannt das Ergebnis der Mannschaftswertung (die jeweils 2 schnellsten Männer und Frauen beim Halbmarathon) zu erfahren
1. Platz Running Company
2. Platz TUI Team
3. Platz Wackel Champions (Christoph Heinke 1.22.42 Std, Jürgen Herrlinger 1.27.26 Std,
Dagmar Riefler 1.46.08 Std, Claudia Haas 1.46.25 Std)

Das war ein geiles Gefühl bei der Siegerehrung vor der Kathedrale auf dem Treppchen zu stehen (siehe Bilder)
Nach der Siegerehrung ging es zurück mit dem Bus nach L` Arenal an den Strand. Abends trafen wir uns zum Abendessen im Lokal 12 Apostel, hier überreichten wir den "Wackel Champions Wanderpokal" an Christoph Heinke. Von da ab gab es kein Halten mehr und wir feierten im "Bierkönig" und anschließend im "Oberbayern" bis in den Morgen. (Unser Sponsor Peter Wackel sang "Joana" und weitere Mallorca Songs hatte im "Oberbayern" seinen "Special After Marathon Auftritt")

Am nächsten Abend traf ich mich mit den verbliebenen Wackel Champions und den 3 Lauffreunden aus Jesingen R./M.Slavik und Werner Stark um die nächste Feierrunde bis in den Morgen zu starten. Der Dienstagabend war für einen Besuch auf der Wies'n beim Oktoberfest im 30 km entfernte Paguera reserviert. Wir waren zünftig gekleidet, mit Lederhosen und Dirndl, um den dritten Tag in Folge nach dem Motto "Sonne, Palmen , laufen und ein Bier" zu feiern. Dieser endete am frühen Morgen im Bierkönig. Nach diesen anstrengenden Nächten erwischte mich eine leichte Grippe und ich verbrachte die restlichen Tage relativ entspannt im Bett und am Strand.

Wer "Sonne, Palmen, laufen und ein Bier" nicht verabscheut ist auf Mallorca richtig!

Nächstes Jahr 17.10.2010 bin ich wieder auf Mallorca und genieße die Sonne, das Laufen, und das Bier ...

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

25.10.09 Himmelbjergløbet, Himmelbjerg (DK)

Bericht von Benjamin Holder

- Toller Hügellauf in Dänemark -

Der Himmelberglauf führt über 15,1 km durch die wellige Waldlandschaft um die Seen bei Silkeborg. Übrigens eine feine Urlaubsregion, besonders im Sommer. Der Name "Himmelberg" täuscht etwas. Korrekterweise handelt es sich bei der 147m-Erhöhung um einen Hügel, siehe Wikipedia.
Start des Laufs ist am Aussichtsturm auf dem Himmelberg, von dem es abwärts in den herbstlichen Wald geht. Dort läuft man auf und ab, meist auf unbefestigten Pfaden. Das regnerische Wetter der letzten Tage hat den Boden durchnässt. An vielen Stellen war es eine rutschige Schlammschlacht, bei der man häufig knöcheltief im Schlamm steckte. Noch nie hab ich nach einem Lauf so versaut ausgesehen. Ich glaub nicht, dass meine Schuhe wieder sauber werden. Solche Naturläufe machen jedoch enorm Spaß, die Landschaft ist einfach klasse. Und der Schlussanstieg vom Julsø hoch zum Aussichtsturm haut ordentlich rein.
Da es verschiedene Startgruppen gab und ich mich in die erste einreihen durfte, konnte ich gleich von Beginn an ein gutes Tempo gehen. Nach 3 Kilometern war es ein ruhiges Rennen. Zwei, drei Läufer konnte ich noch einsammeln, was für die Motivation gut war. Ansonsten hab ich versucht, nicht umzuknicken und die Natur zu genießen.
Dänische Spitzenläufer haben den Lauf locker unter sich ausgemacht: Platz 1 in 53:43min., Platz 2 in 54:58min. (in der Ergebnisliste steht noch einer davor, da wurde jedoch die falsche Distanz erfasst). An 7. Stelle liegend bin ich dann nach 58:30min. erschöpft über die Ziellinie. Bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Wenn ich die Bodenverhältnisse noch reinrechne, kann ich feststellen, dass die Form klar steigt. Über 1500 Läuferinnen und Läufer auf den verschiedenen Distanzen sorgten später für ein Gedränge im Zielbereich, wo man eine klasse Aussicht über die Seenlandschaft hat.


 

 
 

 

25.10.09 Frankfurt Marathon, Frankfurt

Bericht von Alex Müller-Wirsam

- Warum nicht in Frankfurt (?) oder Marathon kann so schön sein!! -

Lange immer wieder darüber nachgedacht, hab ich mich ca. 2 Wochen vor Frankfurt entschieden, den Lauf einfach zu machen.
Mit meiner Erfahrung in Bräunlingen, wo ich schließlich ohne konsequentes Marathontraining meine Bestzeit verbesserte, wollte ich unter ähnlichen Bedingungen eine erneuten Lauf versuchen, der mich nicht unter Druck setzen sollte. Frei nach Haile:"Die Europäer laufen so langsam, weil sie nicht locker laufen. Ihnen fehlt der Spaß am Laufen!", Ging ich also mit Laufkollege Reinhold auf die Reise. Leider hatte dieser erhebliche Probleme mit seiner Wade, so dass er seine Zeitvorgabe nicht erreichen konnte. Aber warten wir auf den Bericht des tragischen Heldes. Tat mir schon etwas in der Seele weh, als ich Reinhold dann schließlich in der Messehalle kurz vor mir einlaufen sah. Reinhold: "Zürich wartet auf Dich!!!"

Wie das wohl bei solchen Läufen ist, bei denen man sofort klar hat, das es wohl eine gute Zeit geben wird, bin ich trotz, oder gerade wegen, meines zügigen Anlaufens, gleich zu beginn in meinem Rhythmus gelaufen, was folgende Durchgangszeiten zur Folge hatte:

5 km 00:22:17
10 km 00:45:18
15 km 01:08:18
20 km 01:31:13
Halb 01:36:13
25 km 01:54:11
30 km 02:17:22
35 km 02:40:45
40 km 03:04:15

Zielzeiten: Reinhold 3:14:04, Alex 3:14:22

Lange Rede, langer Lauf, war ich schließlich sehr glücklich über eine solide Laufleistung, die mir eine Verbesserung meiner Bestzeit von fast 8 Minuten einbrachte. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft von Herrn Marathon und mir....

Fakten: 15 Grad C., leicht bewölkt, zeitweise etwas windig. Sicher ein abwechslungsreicher Stadtmarathon, der für eine Bestzeit gut ist. Sieger: Agnes Kiprop (Ken) - 2:26:57 / Gilbert Kirwa (Ken)- 2:06:14 (Neuer Streckenrekord!)
12.614 Läufer gesamt

 

Bericht von Hans-Reinhold Müller

- teuer "erkaufte" Medaille mit 42.2 km Schmerzen -

Am Sonntag starteten Reinhold und Alex beim Frankfurt-Marathon.
Zeitziel der beiden: Reinhold 3:00h bzw. Alex unter 3:15h.
Da sich bei Reinhold eine Woche vorher eine Achillessehnenverletzung ankündigte, war bei ihm Skepsis angesagt ob und wie er überhaupt laufen kann. Nach 3-tägiger Voltaren-Kur ging es Samstags nach Frankfurt die Unterlagen holen, wo Reinhold sich noch ein Tape zur Entlastung der Sehne verpassen ließ.
Gemütlich ging es am nächsten Morgen bei sehr guten Bedingungen an den Start. Hier trafen sie Phillip Groll ( LG Filder ) der sich beiden anschloss und gemeinsam mit ca. 14000 anderen starten sie pünktlich das Rennen .
Da Phillip auch 3:00 laufen wollte, bildeten er und Reinhold ein Tandem gefolgt von Alex mit kleinem Abstand. Da sich bei Reinhold nach wenigen Metern die Achillessehne meldete, gingen sie das Rennen auf den ersten 5km recht verhalten im 4:16-Schnitt an. Da sich die Schmerzen nicht verstärkten, wurde das Tempo bei den nächsten 15 km auf 4:12 erhöht, den 2:59-Tempomacher immer im Blickfeld. Nachdem die HM-Grenze in 1:29:34 passiert wurde, musste Phillip abreisen lassen und ließ Reinhold mit seinen Schmerzen alleine :-).
Als bei ca. km 29-30 die Schmerzen sehr viel stärker wurden, beschloss Reinhold zum ersten mal bei Km34 auszusteigen (einzige Möglichkeit nahe Start und Ziel), und verringerte sofort das Tempo auf 5:15. Weil bei diesem Tempo das Laufen wieder erträglicher wurde, beschloss Reinhold fataler Weise auf Alex zu warten und mit ihm ins Ziel zu laufen. Die letzten 5km waren, obwohl die Beinmuskulatur noch was zu bieten hatte, dann nur noch eine einzige Qual, und so beendete Reinhold in 3:14h das Rennen. Im Ziel wo er Alex in Empfang nahm und ihm für seine tolle Leistung gratulierte, hatte er dann vor Schmerz und Enttäuschung fast Tränen in den Augen. Einige Minuten später trudelte dann auch Phillip Groll ein, der auch nicht gerade glücklich und zufrieden mit seiner Leistung war.

Der Lohn für das Ganze: eine Finisher-Medaille, einen kaputten Fuß (siehe Bilder vor und nach dem Arztbesuch) und mindestens 4 Wochen Laufpause.



Splits soll - ist:

Km5 21:30 - 21:23
Km10 43:00 - 42:26
Km15 1:04:30 - 1:03:21
HM 1:30.00 - 1:29:34
Km25 1:46:20 - 1:46:37
Km30 2:07:55 - 2:09:09
Km35 2:28:50 - 2:35:33
Km40 2:50:00 - 3:02:20
Ziel 3:00:00 - 3:14:04

Fazit:
-Man sollte vor einem Marathon nicht die Schmerzen ignorieren, sondern ernst nehmen, lieber auf einen Start verzichten und auch mal auf andere hören.

 

 
 

 

18.10.09 Bottwartal-Marathon (HM), Oberstenfeld

Bericht von Benjamin Macht

- Punktlandung -

Zwei Wochen nach meinem tollen ersten Wettkampfausflug mit dem TSS nach Köln ging es am Sonntag, 18. Oktober mit zwei meiner Feuerwehrkameraden nach Großbottwar. Dort fand zum sechsten Mal der Bottwartalmarathon statt. In diesem Jahr neu für die Halbmarathonis - man konnte sich zwischen der Nord- und der Südschleife entscheiden.
Da nur auf der Nordschleife zusätzlich die Wertung der 5. Deutschen Feuerwehrmeisterschaft im Halbmarathon ausgetragen wurde, meldeten wir uns natürlich für diese an.
Meine beiden Kameraden hatten sich zum Zeil gesetzt, ihre persönlichen Bestzeiten auf 01:40:00 herunter zu schrauben. Da ich erst vor 14 Tagen in Köln voll gelaufen bin, wollte ich den beiden dabei gerne behilflich sein.
Bei frostigen Temperaturen um die 4 Grad ging es pünktlich um 10:00 Uhr auf die Strecke, die rund um die umliegenden Ortschaften von Großbottwar führte. Über Felder und kleine Ortschaften endete die mit 120 Höhenmetern ausgeschriebene Strecke dann auch wieder direkt vor der Bottwartal-Kellerei.
Bei uns dreien lief es richtig gut. Wir fanden gut ins Rennen und schnell auch unser Tempo, das wir gemeinsam bis zum Schluss laufen konnten. Mit 01:39:47 war es dann auch eine Punktlandung mit der wir natürlich sehr zufrieden waren.

Im Ziel traf ich dann auch noch Jürgen Heubach, der mit seiner Zeit von 01:32:49 ebenfalls zufrieden war.

Fotos siehe unter Bilder
 

 
 

 

06.10.09 JAOO IT-Run, Århus/DK

Bericht von Benjamin Holder

- "Freitag der 13." am Dienstag den 6. -

Nach elfmonatiger Wettkampfpause feierte ich mein Comeback. Eine dänische Meile (7,532 km, 2 x 3,77 km Runde) nach Feierabend schienen eine geeignete Strecke dafür zu sein. Da ich den Lauf als Formüberprüfung ansah, bin ich im Nachhinein nicht enttäuscht, sondern amüsiert über die Geschehnisse.
Dass es nach der Arbeit stressig war, einen Parkplatz zu finden und rechtzeitig am Start zu stehen, hat mich noch nicht gestört. Dann habe ich mich im Starterfeld (Alex, ich mach den Fehler auch immer wieder) nicht vorarbeiten können. Der Lauf führte durch winklige Straßen in Århus, so konnte ich 1 km in der Menschenmenge nicht richtig laufen, was bei einer Gesamtlänge von 7,5 km Einiges ist - und die Lust am Laufen deutlich reduziert. Nach 3 km dann das Gegenteil, als ich mit zwei Mitläufern allein war, ohne Anschluss an die vordere Gruppen. Zuerst sind wir einen kleinen Bogen zu viel gelaufen, bis wir gesehen haben, wo es lang geht. Kurz danach standen wir wieder vor einem Absperrband, aus dem nicht klar wurde, ob wir links oder rechts daran vorbei laufen sollen. Im Nachhinein vermute ich, dass wir hier ca. 150 m abgekürzt haben, aber ich weiß es nicht. In der zweiten Runde war ich an der Stelle ganz allein und bin einfach wieder gleich gelaufen, wobei ich kurz danach schnelle Läufer hinter mir hatte, was den Verdacht verstärkte, dass ich falsch gelaufen bin. Die letzten Meter haben dann erst recht keinen Spaß mehr gemacht.
Ich wusste nicht, an wen ich wenden soll, um nicht in der Ergebnisliste zu erscheinen... Aber egal, das haben die Veranstalter edel für mich gelöst: Es gab einen Stromausfall und so fehlen alle Zeiten zwischen 23:35 min und 34:44 min. Somit bin ich auf Platz x gelandet in einer Zeit zwischen 23:35 min und 34:44 min. Nun können die Läufer ihre selbstgestoppten Zeiten einschicken, die werden dann in die Ergebnisliste eingetragen. So einfach war es noch nie, Bestzeit zu laufen! Ich schätze übrigens, dass ich 7,3 km gelaufen bin und schätze weiter, dass ich 27 min unterwegs war (hatte kein Uhr an).
Ach ja, fast hätt ichs vergessen: Das Startgeld betrug 16 €, was dem Veranstalter aber nicht reichte, um den Verkehr absperren zu können. Wir wurden im Vorfeld informiert, nach Autos Ausschau zu halten, was dann an einigen Stellen wirklich ratsam war.

 

 
 

 

04.10.09 Köln-Marathon, Köln

Bericht von Frank Klass

- Invaliden on Tour -

Schon früh im Jahr hatten sich große Teile des TSS zum Köln Marathon bzw. Halbmarathon angemeldet und entsprechende Hotelzimmer über Peter buchen lassen. Irgendwie war das Event verflixt, denn je näher der Termin rückte, desto mehr Ausfälle und Verletzungen kamen zusammen. Dennis musste schon 3 Wochen vorher aufgrund eines Ermüdungsbruches seine Teilnahme in den Wind schreiben. Zusammen mit Julia und Sohn Luis war er aber als Begleitung dabei. Michi erwischte eine heftige Erkältung ziemlich ungelegen in der Woche vor dem Marathon und er fuhr erst gar nicht mit nach Kölle. Jammerschade bei der wochenlangen und vielversprechenden Vorbereitung. Übrig blieben für den Halbmarathon: Jasmin, Michaela, Jürgen Heubach, Benjamin Macht, Reinhold, Alex und ich. Karle, Jürgen Herrlinger und Peter nahmen sich den Marathon vor.
Von denen die am Sonntag morgen an den Start gingen waren nicht wenige durch schmerzende Bänder, Sehnen oder gar einen Muskelfaserriss gehandicapt. Vor dem Start um 8:45 Uhr war ein unglaubliches Gedränge auf der Startgeraden und der Regen tat ein übriges, so dass ein Warmlaufen nur schwierig möglich war. Kurz gesagt die Voraussetzungen waren nicht optimal. Aber egal - wir sind ja Team Sport Schweizer und weil wir so erfahren und wettkampferprobt sind machten wir auch noch den Fehler uns zu spät in die Startaufstellung zu begeben. Tausende Leute, alles abgesperrt und wenige Minuten vor dem Start mussten wir noch auf die andere Straßenseite in unseren Startblock, in den nur von hinten ein Einlass möglich war. Ich versuchte mich noch so weit wie möglich nach vorne zu drängeln aber trotzdem startete ich noch nie von so weit hinten bei einem Lauf. Eine ganz neue Erfahrung. Selbst damals in Ötlingen, als Michi und ich den Start verpassten überholten wir nur einen Bruchteil an Teilnehmer wie heute vor mir standen. Ganz ungewohnt, dass man nach dem Startschuss noch gefühlte 2min (es waren tatsächlich wohl nur ca. 15sec) auf der Stelle steht bevor es los geht. Im Slalom und mit kleinen Sprinteinlagen ging es auf den ersten Kilometer und über die Deutzer Brücke. Bei km 2 laufe ich auf Reinhold auf. Er startete zwar etwas vor mir, aber auch nicht optimal. Er folgt mir nicht, bleibt aber vorerst auf Sichtkontakt hinter mir. Schon beim Warmlaufen spürte ich das Ziehen im rechten Knie. Unterwegs ist es auch wieder da, ich versuche es aber zu verdrängen und gleichmäßig zu laufen. Bei km 10 zeigt meine Uhr 38:40min. Die nächsten Kilometer laufe ich mit ca. 3:50min. Danach schaue ich einige Kilometer nicht mehr auf die Uhr, da ich zum Kämpfen habe an ein paar Mitläufern dran zu bleiben. Durch die Fußgängerzone und vorbei am Kölner Dom geht es ein kurzes Stück über Kopfsteinpflaster, bevor es bei Km 20 zur Deutzer Brücke und auf den letzten Kilometer geht. Unter großem Applaus geht es die letzten Meter ins Ziel. Hab es ganz knapp unter 1:22 geschafft. Leider sind die Schmerzen immer noch da und werden nicht weniger. Ich bekomme meine Medaille und tapse durchs Verpflegungsdorf, wo es von Tee, Obst, Riegel, Bier und Wurstbroten alles mögliche gibt. Reinhold, Alex, Jürgen und Benjamin sind mittlerweile auch alle im Ziel und wir verabreden uns auf 12Uhr im Foyer des Hotels zum Abmarsch um den Marathon anzuschauen.
Die beiden Mädels laufen ein gutes Rennen. Jasmin kämpft sich trotz Verletzung super durch und auch Michaela schlägt sich prima.

Später feuern wir Karle und Jürgen bei Km 26 an und wundern uns wo Peter bleibt. Später erfahren wir, dass er bei Km 21 ausgestiegen ist. Bei Km 40 am Dom stehen wir noch mal an der Strecke bevor wir uns trennen. Manche gehen Kölsch trinken, die anderen einen Kaffee. Beim Rausschwitzen der letzten Schweißtropfen in der Sauna wird dann noch über den jeweiligen Lauf debattiert. Karle hatte mal wieder die 3 Std deutlich unterboten und Jürgen Herrlinger hat eine neue Marathon Bestzeit aufgestellt. Respekt vor den Leistungen aller!

Am Abend geht es zünftig und deftig zu beim Abendessen in Peters Brauhaus. Wir bleiben jedoch nicht lange. Irgendwie scheint der Tag anstrengend gewesen zu sein. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns nach einem ausgiebigem Frühstück voneinander. Alex, Jürgen, Michaela, Sandra und ich machen uns noch mal auf zu einem kleinen Stadtbummel in die Fußgängerzone, bevor auch wir die Heimfahrt antreten. Schnell geht es über die Autobahn zurück und die Rückfahrt vergeht dank dem Navi von Alex wie im Flug.


Fazit:
Es war ein schöner Trip nach Köln, auch wenn es für den einen oder anderen doch anders gelaufen ist als im Vorfeld geplant.


Netto-Zeiten:
Frank: 80. in 1:21:33
Reinhold: 111 in 1:23:24
Alex: 222. in 1:28:14
Jürgen: 431. in 1:32:56
Benjamin: 538. in 1:34:30
Jasmin: 515. in 1:53:15
Michaela: 543. in 1:54:42

Karl: 142. in 2:57:38
Jürgen: 600. in 3:17:33

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

04.10.09 Köln-Marathon, Köln

Bericht von Alex Müller-Wirsam

- Ein Stau kommt selten allein -

Wie Frank ja bereits ausführlich geschildert hat, war es wieder einmal ein besonderer Ausflug des TSS. Deshalb steige ich mit meinem Bericht einfach da ein, wo es für mich im Rennen schwierig wurde. Am Anfang!!! Schade, dass man(n) manche Fehler häufiger machen muss, um sie in ihren Auswirkungen zu begreifen. Worauf ich hinaus will? Obwohl ich zusammen mit Frank, wie bereits erwähnt, völlig verspätet in den zu schmalen Startblock hetzte, war ich nicht mehr in der Lage mich nach Vorne vorzuarbeiten. Ich startet also in einem Läuferfeld, was mir nicht entsprach. Die Folge war, dass ich bis KM 4 immer wieder stark abbremsen musste, weil Läufer vor mir auftauchten, die geschätzterweise einen 5er-Schnitt liefen und mit Getränkegürtel und langer Hose ausgerüstet waren. So verlor ich bereits beim ersten Kilometer, den ich dann tatsächlich im 5er-Schnitt lief so manche Sekunde, die mich in der Summe einige Mühen kosteten noch in einer 41zigerZeit die 10 KM-Marke zu passieren. Als ich dann bei einem Getränkestand noch den Vollkontakt mit einem Mitläufer suchte, war es geschehen. Trotzdem bin ich froh über die Endzeit, die ich fast ohne Schmerzen durchlaufen konnte, was ja nicht immer der Fall war in der Vergangenheit.

Stau Nr. 2 genossen wir auf der Heimreise. Wie Frank bereits erklärte, war es mein Navi, dass uns schließlich "wie im Fluge" nach Hause führte. Wie von Geisterhand fuhren wir in den von Peter und Jürgen Herrlinger im Vorfeld bereits angekündigten Stau von 16 KM, was ich mir heute immer noch nicht wirklich erklären kann.

Das der Flug insgesamt 8 Stunden dauerte, will ich lieber jetzt gleich sagen, da dies sicher bald sowieso in aller Munde ist.