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2009

 

 
 

 

27.09.09 Herbstlauf, Ingersheim

Bericht von Jürgen Heubach

- Herbstlauf -

Am 27. September, einem sonnigem Herbsttag hatte ich die Wahl zwischen einem 30km Trainingslauf beim Bottwattal-Marathon-Lauftreff oder einem im Profil pyramidenförmigen 10km Herbstlauf durch eine schöne Herbstlandschaft. Wegen den doch größeren orthopädischen Schwierigkeiten, die ich heuer auf der Langdistanz habe, entschied ich mich also für den kurzen, knackigen 10er. Das Kreuz im Griff, ab Km4 ziemlich an der aneroben und kräftemäßigen Schwelle gelaufen war ich dann mit der 43:26 in Anbetracht meinen aktuellen Möglichkeiten zufrieden. Ich konnte mich diesmal nicht wegen meiner Orthopädie ganz ausbelasten, sondern weil ich einfach nicht mehr Kraft hatte - also nicht mehr an diesen Tag drauf hatte. Im großen und ganzen ein schöner herbstlicher Sportmorgen, der großen Spaß gemacht hat. Jetzt wünsche ich meinen Lauffreunden vom TSS für den Köln Marathon alles gute!

 

 
 

 

23.09.09 Firmenlauf, Stuttgart

Bericht von Frank Klass

- Stuttgart läuft… -

Zum zweiten Mal fand dieses Jahr der Stuttgarter Firmenlauf statt. Die Idee ist möglichst viele Teilnehmer aus Stuttgarter Firmen zum Laufen zu bewegen. Und es funktioniert. Mit über 5400 gemeldeten Teilnehmern kann sich das Event sehen lassen. Teilgenommen haben dann tatsächlich einige weniger, da die ca 4300 Teilnehmern im Ziel sicher nicht bedeuten, dass 1000 ausgestiegen sind sondern erst gar nicht angetreten sind.
Ich hatte bei uns entsprechend Werbung gemacht und so trat das Team Börse Stuttgart mit 30 Teilnehmern an. Die Temperaturen waren überraschend warm aber nicht zu heiß. Vom Start weg hieß es gleich mal etwas Boden gut machen, damit man einigermaßen frei laufen kann. Leider lief es bei mir auf dem ersten Kilometer nicht so richtig. Hatte sogar „ein komisches Kribbeln“ in den Fingern und kam irgendwie nicht richtig in die Gänge. Im weiteren Verlauf ging es aber besser und ich konnte nach und nach ein paar Läufer überholen. Die ca. 7km lange Strecke verläuft vom Schlossplatz durch den Schlosspark und um das Schloss Rosenstein und auf der anderen Seite des Parks wieder zurück zum Schlossplatz. Unterwegs müssen 2 Brücken überquert werden, aber insgesamt kann die Strecke mit ca. 45Höhenmetern als flach eingestuft werden.
Erst am nächsten Tag auf der Ergebnisliste konnte ich meine genaue Zeit und Platzierung erfahren. Platz 34 in 26:51min.
Sieger des Laufes wurde Cian McLoughlin. Alle die am Wendlinger Stadtlauf dabei waren und die Laufdemonstration gesehen haben wissen wie schnell der Mann ist. Seine Zeit ca. 22min. Leider nur ca. da bislang keine genaue Ergebnisliste dazu vorliegt. Die bislang verfügbare Ergebnisliste führt die ersten 4 Männer im Ziel mit unter 19min auf. Das wäre raketenartig schnell und weltrekordverdächtig! Zweiter wurde Michael Göhner, auch kein unbekannter in Lauf- bzw Triathlonkreisen.
Benjamin Macht war mit dem PAGO Running Team dabei und bewältigte den Lauf in 31:10 auf Platz 255.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

20.09.09 Einstein-Marathon (HM), Ulm

Bericht von Alex Müller-Wirsam

- In Ulm und um Ulm herum - oder meine Rückkehr in das "Durchlaufen" bei einem Wettkampf -

Wie ja alle Teammitglieder wissen, waren meine letzten Wettkämpfe durch ein Aufgeben an der Strecke gekennzeichnet.
Mein Ziel in Ulm war also einfach eine solide Leistung zeigen und vor allem ohne Schmerzen durchlaufen können. Ohne mich lange in Berichten zu ergießen, kann ich nur sagen:

JOOOOOOOOO, ich bin wieder dabei!!!!!!!

Nachdem ich die ersten KM wirklich verhalten angegangen bin und auch die folgenden gut kontrolliert laufen konnte, bin ich schließlich nach kleinen Verlusten in den Stadtrunden wirklich überglücklich in für mich guten 1:30 ins Ziel gelaufen.
Freue mich jetzt auf Köln, wo ich dann meine bisherige Bestzeit angreifen möchte.

Respekt an alle Bestzeitenläufer!! Vor allem aber auch an Michi, der seine gute Form bestätigen konnte.
Danke auch an Peter, der mir die ersten KM ein doch gutes Gefühl geben konnte, auf das ich später zurückgreifen konnte.
Er hat mir auch geholfen, eben nicht zu schnell anzulaufen

 

 
 

 

20.09.09 Einstein-Marathon (HM), Ulm

Bericht von Michael Gneiting

- Gelungener Test für Köln -

Auf der Hinfahrt hatten wir es noch davon dass wir jedes Jahr im Bericht die Ulmer und ihr Glück mit dem Wetter huldigen. Bei der fünften Auflage, die Organisatoren nannten dies "Jubiläum" ??, war es allerdings etwas anders. Dicke Wolken, Nebel und auch ein paar wenige Regentropfen waren Begleiter nach Ulm.
Auf dem Messegelände wurde dann gleich mal mit Sport-Schweizer Manier mitten auf dem riesigen Parkplatzgelände geparkt. Die restlichen Läufer nahmen nur die Randbezirke in Anspruch. Im 50m-Radius (Minimum) fand sich kein weiteres Fahrzeug, was Sport Schweizer eine maximale Werbepräsenz von 360° lieferte. Team Sport Schweizer war also am Start.
Nach Gepäckabgabe und kurzer Warmlaufphase ging es dann auch schon los. Man postierte sich im Startblock und AC/DC mit "Hells Bells" läutete wie gewohnt den Countdown ein. Vielleicht ein etwas fragwürdiger Titel wenn einer der Partner, der Organisatoren, sich "Laufen mit Jesus" nennt. Aber laut genug knallt das Lied halt aber auch...
Nach dem Startschuss teilte sich das Team quasi in zwei Gruppen. Michi plante U1:20h, die restliche Mannschaft um die 1:30h.
Die beiden Kenianer Titus Kipchumba Kosgei und Wesley Langat zeigten gleich auf den ersten Metern dass sie in einer ganz andern Liga laufen und hatten gleich einen mächtigen Abstand (Endzeiten: 1:05:03h und 1:05:53h). Da konnte auch Lokalmatador Thorsten Kriependorf nichts machen und ließ sie laufen (Endzeit: 1:12:46h). Hinter ihm sammelte sich aber zunächst ein Feld in dem sich die beiden schnellsten Frauen befanden. Pamela Jemeli Kipchonge (1:16:01h) und Alena Berasniova (1:16:15h). Und Michi. Dieser startete zunächst mit dem Vorhaben 3:40min/km ins Rennen. Da er damit aber zunächst ziemlich alleine gelaufen wäre schloss er sich ebenfalls dieser Gruppe an, was allerdings einen Schnitt von 3:30 - 3:35min/km bedeutete. Die Durchgangszeit bei Km5 war mit 18:02min dann doch etwas zu motiviert und er musste das Feld ziehen lassen. So gestaltete sich der Lauf etwas als Alleingang, was zur Folge hatte dass der Plan-Schnitt nicht mehr erreicht werden konnte. Erst auf den letzten drei Kilometern gesellten sich wieder zwei Läufer zu ihm, mit denen er dann auch noch einmal richtig Fahrt aufnehmen konnte. Es reichte sogar noch zum Schlusssprint ins Ziel. Diesen hatte er allerdings an seinen Kontrahenten abgeben müssen, da Michi von einem anderen Läufer in Richtung Bande gelenkt wurde und somit klassisch ausgebremst wurde. Plan und Wirklichkeit klaffte nach diesem Lauf natürlich etwas auseinander, aber nur minimal. Mit 1:19:46h (26.Ges/4.AK) zeigte er sich zufrieden. "Es ist im Prinzip alles rund gelaufen und hat gepasst. Hätte ich mich am Anfang etwas zurück gehalten, dann wäre es vermutlich kontrollierter ausgegangen. So ist´s aber auch OK".
1:30h war die Ansage von Alex auf der Hinfahrt. Bei 1:30:02h (191. / 39. AK) blieb die Uhr für ihn auf dem Ulmer Münsterplatz stehen. Punktlandung. Ohne sich beirren zu lassen lieferte er ein solides Rennen ab.
Obwohl beide am vergangenen Freitag bereits im Rossdorf gelaufen sind, konnten Jürgen Herrlinger (231. / 29. AK) und Kai Haubensack (234. / 3. AK) ihre Bestleistungen verbessern. 1:31:22h bzw. 1:31:24h bedeuten eine deutliche Annäherung an die 1:30h Marke.
"Egal wie es läuft, in Ulm laufe ich Saison-Bestleistung", so Peter vor dem Start. Nun, dies war auch so gesehen keine Kunst, war er doch im diesen Jahr auf dieser Strecke noch nicht am Start. Trotz eigentlich idealen Bedingungen war es aber nicht der Tag des Peter Schweizer. Die Nachwehen vom Rossdorf-Lauf taten ihr Übriges. 1:35:31h (404. / 24. AK) sind, darf man seiner Aussage glauben, der schlechteste Halbmarathon, den er je abgeliefert hat. Wie auch immer, aus Fehlern soll man lernen und aus Niederlagen die Kraft für nächste Taten schöpfen.
Wie bereits am Anfang erwähnt waren die Wetterbedingungen anders als in den Vorjahren. Für alle TSSler herrschten im Prinzip ideale Bedingungen - nicht zu warm, feuchte Luft und ein kurzzeitiger Nieselregen. Danach regnete es aber deutlich heftiger und es war sicher nicht mehr ganz so lustig auf der Strecke.

Kleines Fazit am Rande zur Veranstaltung:
Sehr schöne Strecke. Gute Verpflegung. Schöner Zielbereich. Tolle Stimmung an der Strecke.
Manko: Die Veranstalter sind, wie vermutlich viele weitere - Ulm ist hier sicher keine Ausnahme, nicht auf die Option "schlechtes Wetter und Regen" vorbereitet. Die Beschilderung zu den Klamotten gibt es nicht. Dies führte dazu dass Michi erstmal in die falsche Richtung wanderte. Nach einem Schwätzchen mit Jörg (dieser war auch in Ulm und machte Fotos) war es dann doch ziemlich frisch geworden.
Die Läufer in den 3Km entfernten Startbereich zurückzubringen und dafür einen Sonderbus einzurichten ist i.O. Allerdings nicht mit einer 15 Minuten-Taktung und nur einem Bus. Wir sprechen hier immerhin von rund 5000 Teilnehmern. Funktioniert wenn es warm ist, nicht aber wenn es regnet. Dies bescherte den TSSlern einen Auslauf-Spaziergang, der eigentlich nicht wild gewesen wäre wenn es nicht geregnet hätte.

Ein weiterer Bericht findet sich auf Jörg´s Homepage, sowie ein Album mit Bildern vom Lauf

 

 
 

 

20.09.09 FIDUCIA Baden-Marathon, Karlsruhe

Bericht von Jürgen Heubach

- "ich wollte unbedingt die Medallie" -

Ich wollte unbedingt die Medallie. Ich war mir des hohen orthopädischen Risikos durchaus bewusst. Aber irgendwie konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Auch wenn Teammitglieder bei mir Zeiten um die 3:15 prognostiziert hatten und mir nicht glaubten, wusste ich, dass mit meinen aktuellen orthopädischen Möglichkeiten eine Zeit um die 3:30 mehr als gut für mich wären. Aber selbst ich selber kann meinen Körper nicht exakt einschätzen. So musste ich bereits bei Km26 feststellen, dass mein Rücken und die Beine taub wurden. Da an diesem Tag Aufgeben nicht in Frage kam, musste ich also das Tempo in ein Regenerationstempo reduzieren - ich wollte unbedingt die Medallie - so habe ich mich bei irgendwo um die 3:50 ins Ziel gekämpft. Und soll ich was sagen: nach anfänglicher Enttäuschung bin ich zufrieden und stolz überhaupt durchgekommen zu sein :-) und auch in dieser sportlichen Niederlage habe ich es als selbstverständlich erachtet einen TSS-Bericht zu schreiben. Glückwunsch Jungs zu Euren guten Leistungen in Ulm! Eurer JHeu :-)

 

 
 

 

11.09.09 Trainingslager, Nesselwängle

Bericht von Michael Gneiting

- Trainingslager Tannheimer Tal 2009 -

Freitag, 11.9.2009
Der September führte 8 Mannen vom Team Sport Schweizer ins Trainingslager im Tannheimer Tal. Eigentlich ein ungewöhnlicher Termin für eine solche Unternehmung. Für den Einen ist die Saison noch in vollem Gange und für den Anderen im Prinzip schon gelaufen. Der Rossdorf-Lauf, Ulm und Köln werfen noch ihre Schatten voraus und auf die gilt es sich noch einmal zu konzentrieren.
Die Anreise ins Tannheimer Tal, genauer zum Haldenseehaus, erfolgt in zwei Stufen. Alex, Dennis, Reinhold, Benni K. und Michi bilden die Vorhut und starten bereits Morgens um halb zehn. Frank, Nico und Benjamin Macht folgen nach erledigtem Tageswerk in den frühen Abendstunden.
Die Gruppe um Fahrer Alex verbringen gleich einmal einige Zeit mehr auf der Autobahn als geplant. Ein Unfall bzw. ein Stau bringt die geplant Fahrzeit von eindreiviertel Stunden gehörig durcheinander. Die restliche Strecke läuft aber und man kommt am Quartier an.

1. Einheit
Um den Tag nutzen zu können steht die erste Einheit auf dem Programm. Hinauf zur Krinnenspitze soll es gehen. Quasi der Hausberg am Haldenseehaus. Ungefähre Länge der Tour 15km und rund 800 Höhenmeter.
Bergführer und Guide Alex führt uns direkt in den Berg, was unsere Waden mit einem deutlichen ziehen danken. Nach der Autofahrt läuft es nicht gleich rund und die Pulswerte klettern parallel zum Profil nach oben. Durch das Feld geht ein Schnaufen und das Gestöhne beginnt. Einzig Benni K. scheint zur Höchstform aufzulaufen. Entweder rennt er vorn draus oder begleitet er die anderen, hüpfend, mit Rufen wie "Auf los, das ist doch toll. Auf geht´s. Keine Müdigkeit". Beim Einen oder Anderen geht dadurch die Frage durch den Kopf ob es auffallen würden wenn wir mit einem Mann weniger zurückkommen würden. Die rechtliche Situation konnte dabei nicht geklärt werden. Wie auch immer. Die Strecke wurde flacher und führte uns auf einem schönen Weg vorbei an der Edenalpe.
Um den steilen Aufstieg zum Gipfel etwas abzumildern machte Guide Alex einen folgenschweren Fehler, der ihm einige Minuspunkte einbrachte. Über die Gräner Ödenalpe, dachte er, geht es etwas einfacher nach oben. Der bis dato gute Fahrweg entwickelte sich allerdings umgehend in eine, von Kühen zertrampelten, Grasweg, der letztlich ins Nichts führte und uns zur Umkehr zwang. Reinhold blieb dabei noch mit dem Rücken am Elektrozaun hängen, was seine Motivation nicht wirklich steigerte.
Es ging also wieder ein paar Meter zurück und der eigentliche Pfad nach oben wurde eingeschlagen. Auch hier galt es aufzupassen, doch wurde irgendwann der Gipfel erreicht. Nach dem Abstieg und auf dem Rückweg war dieser Weg dann noch länger Zeit "Stand der Diskussion".
Nach einer heißen Dusche waren die Sorgen vergessen und die Ankunft der Nachhut wurde erwartet.
Wieder gestärkt vom Abendessen und nach einer abschließenden Zusammensitz-Runde ging man zur Nachtruhe über. Die nächste Einheit sollte am nächsten Morgen folgen.

Tageswerk: 19km / 900 Hm / 2h21min

2. Einheit
Morgens um sechs fallen im Nachbarort Schüsse und die Blasmusik spielt. Hä? was is´n jetzt los ? Nach einigen Minuten ist der Spuk aber vorüber und es stehen noch eineinhalb Stunden Schlaf zur Verfügung. Was das für eine Aktion der Einheimischen war, war nicht herauszufinden.
Um acht Uhr stehen dann alle Trainingslager-Teilnehmer vor der Hütte. Die "Runde ums Haus" führt um den Haldensee und hat runde 6km.
Der Weg führt uns quer durch eine Kuh-Herde, die teilweise mit uns um die Wette läuft. In lockerem Tempo laufen wir am See entlang. Nico und Benni K. entschließen sich gegen Ende zu einem Bad. Kaltes Wasser soll ja die Durchblutung anregen.
Die restliche Truppe läuft weiter und verliert dabei allerdings Dennis, der von Schmerzen am Fuß klagt.
Wenige Minuten später sind aber alle wieder zusammen und freuen sich auf Dusche und Frühstück.
Zu Letzteren gibt noch ein paar Sachen zu sagen.
1.) die Anlieferung der Wecken funktioniert nicht wie geplant und angedacht. Dies führt zu weiteren Minuspunkten beim Guide.
2.) werden wir von der Hüttenwirtin und vom Hüttenwirt angemacht dass wir unsere Kaffeemaschine nicht betrieben dürfen. Elektrogeräte dürfen nach Hausordnung und Brandschutzversicherung nicht betrieben werden. Die Sicherungen seien hierzu nicht ausgelegt. Auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen Seite überhaupt nicht. Das Argument zieht nicht weil sich in der Küche mindestens 7 Steckdosen befinden. Für was sind die dann ? Müsste dann nicht auf der Steckdose ein Kleber aufgebracht sein "Hier keine Elektrogeräte einstecken!". Und warum dürfen dann Kühlschrank und Herdplatten betrieben werden ?

Daten: 6km / 32min

3. Einheit
Die Uhr zeigt kurz nach halb eins. Einheit zwei steht auf dem Programm. Ein langer Lauf steht an, auf den Wegen des 2-Seen-Laufs. In Summe 27Km und um die 250 Höhenmeter. Da ausschließlich Alex die Strecke kennt, bleibt man zunächst mehr oder weniger diszipliniert zusammen. Zumindest im unmittelbaren Sicht- und Rufbereich. Die Grüppchen formieren sich allerdings bald. Benni K. und Michi vorne, gefolgt von Frank und Reinhold. Das Ende des Felds bildeten Benjamin Macht, Alex und Nico. Dennis hatte sich nach etwa 2Km wieder auf den Rückweg gemacht. Die Schmerzen in seinem Fuß haben zugenommen und er humpelt im Prinzip nur noch.
Bald stellte man fest dass der 2-Seen-Lauf ganzjährig sehr gut ausgeschildert ist. Dies Tatsache führt nun dazu dass sich das Feld deutlich auseinander zieht. Man war ja nun auf den Strecken-Guide nicht mehr angewiesen.
Eigentlich sollte es ja ein Trainingslager, und in diesem speziellen Fall, ein langer Lauf werden. Benni K. und Michi hatten aber bereits am Vortag begonnen sich gegenseitig zu puschen. Den Startschuss gab nun wiederum Benni K., der beim vorbeilaufen am Haldensee erklärte dass auf er auf der anderen Uferseite, auf dem Rückweg, dann zur finalen Sprintwertung ansetzen werde. Michi konterte locker "Kannst du machen, ...aber du bist doch da dann längst nicht mehr dabei". So kam es also dass sämtliche kontrollierte Trainingsvorhaben auf die Seite gelegt wurden und ein Ausscheidungsrennen zwischen den Beiden gestartet wurde. Zunächst im 4:30er, dann im 3:45er Schnitt. Irgendwann pegelten sie sich dann auf 4min/Km ein. Schließlich standen auch noch Höhenmeter an.
Frank und Reinhold trennten sich ebenfalls von der restlichen Gruppe. Liefen aber ein deutlich kontrolliertes Tempo.
Die Gruppe um Alex bildete die Nachhut. Mit Benjamin Macht und Nico waren aber auch Läufer dabei, die noch nie oder sehr sehr selten über die Halbmarathon-Distanz gelaufen sind. Zudem kam hinzu dass Nico bereits nach 5km über Blasen an den Füßen klagte.
Benni K. hatte ebenfalls noch nie eine solche Distanz absolviert. Dies war ihm aber nicht wirklich anzumerken und da machte der falsche Abzweig, der den beiden Kontrahenten ein paar zusätzliche Meter einbrachte auch noch nichts aus.
Als es durch Tannheim ging wurden die Beiden plötzlich von Alex zurückgepfiffen. "He, ihr müsst hier lang". "Wie, Was, Wo kommt der plötzlich her ?" Benni und Michi schauten sich zunächst etwas verdutzt an. Kurz darauf holten sie aber Alex´s Gruppe ein und flogen daran vorbei. "Wo sind dann Frank und Reinhold ?" "Die müssen jetzt vor euch sein". Diese Aussage zündete die nächste Stufen bei den Beiden. Neben dem Ausscheidungsrennen wurde jetzt auch noch eine Aufholjagd gestartet. Diese führte zu einem flotten Schnitt um die 4min/km bergauf, allerdings auch ins Nichts. Frank und Reinhold waren immer noch hinter den Beiden, was bei der Umrundung des Vilsalpsees klar wurde, da man nun wieder die Übersicht über die Splittergruppen hatte. Das Bergabstück vom Vilsalpsee wurde von den beiden in in  sportlichen 3:30min/km genommen. Nachdem es wieder flacher bzw. hügeliger wurde ging es aber wieder langsamer zur Sache.
4Km vor dem "Ziel" kam nun was kommen musste. "Ich kann nicht mehr, ich brauch ne Pause, ich muss gehen", so nun Benni. "Auf jetzt komm, dann laufen wir langsamer". Michi´s Bemühungen Benni weiter zu motivieren hielten allerdings nur für die nächsten 500m. Dann ging gar nix mehr. Allein zog er weiter. Die Sprintwertung fiel natürlich aus. Was ihm ganz recht war. Das hügelige Schlussstück zur Hütte zog auch ihm noch einmal die Zähne. "Aber Respekt was der Junge geleistet hat. Benni hat glaub echt alles gegeben."
Frank hatte sich unterdessen auch von Reinhold gelöst. An einem fiesen Anstieg konnte Reinhold Frank nicht mehr folgen und ließ diesen dann alleine weiterziehen.
Alex löste sich etwas von seiner Gruppe. Er hatte seine Schützlinge bislang gut begleitet. Benjamin Macht wuchs wohl auch etwas über sich hinaus. Die 27km meisterte er in der Tat bravourös.

Den Abschluss dieser Einheit bildete der Gang ins Sonthofener Wonnemaar. Im Schwimmbecken oder in der Sauna lockerten sich die Muskeln wieder.

Daten: 27,5km / 285Hm / 1:57h - 2:10h

4. Einheit
Um dreiviertel acht merkte man dass man mal aufstehen sollte. Die "Runde ums Haus" stand um 8 Uhr auf dem Programm. Nach längerer Diskussion am Vorabend, bei der verschieden Tagesablauf-Alternativen zur Diskussion standen, war das Fazit letztlich wieder 2 Einheiten zu machen. Es zeigten sich nun aber die Verluste in der Truppe. Nur 50% der TSSler standen in Laufklamotten bereit. Dennis fiel komplett aus, Nico wollte mit seinen Blasen erst zur zweiten Einheit antreten, ebenso wie Benjamin Macht. Benni K. war bereit in den frühen Morgenstunden zu einem Alleingang auf die Rote Flüh unterwegs.
So kam es also dass nur Alex, Frank, Reinhold und Michi um den See trabten.
Die Anderen kümmerten sich derweil ums Frühstück.

Nach dem Frühstück mussten die Zimmer geräumt und gereinigt, sowie die Bezahlung der Unterkunft getätigt werden. Bei dieser Aktion stellte sich der Hüttenwirt als sehr ungeschickter Zeitgenosse heraus. Der sonst so ruhige Alex kam hierbei zur Weißglut. Vor allem als der Wirt ihn ein nicht 100%ig glatt gezogenes Bettlaken korrigieren ließ. So pedantisch geht es nicht einmal bei der Bundeswehr zu.
Bei der Bezahlung ging es dann weiter, als wir aufgefordert wurden 4€, für reservierte aber nicht angereiste Personen, nachzubezahlen. Mittlerweile genervt vom Wirt revanchierten sich die TSSler damit dass sie die Bezahlung mit Cent-Stücken vornahmen.

Daten: 6km / 33min

5. Einheit
Kurz vor zwölf ging es dann weiter. Da das Wetter sich nicht sonderlich schön gestaltete, Nebel, kalt, gab es wiederum kurzen Diskussionsbedarf die zweite Einheit des Tages überhaupt stattfinden zu lassen. Letztlich entschied man sich dafür. Von den Zurückgebliebenen des Morgen fand sich allerdings nur Benjamin Macht ein. Der Rest, Benni K. war zwischenzeitlich wohlbehalten von seiner Bergtour zurückgekehrt, blieb auf der Hütte zurück.
Nach flachem einlaufen entlang des Haldensees ging der Weg auf einem Bergpfad bergauf. Dieser war allerdings nur wenige hundert Meter lang und anschließend ginge es auf einem breiten Fahrweg weiter in die Höhe.
Mit zunehmender Höhe wurde der Nebel dichter und die Temperatur geringer. Die TSSler verteilten sich auf die Strecke. Michi vorne draus, gefolgt von Frank, anschließend Reinhold und dann Alex und Benjamin, der zum ersten Mal in bergigem Gelände unterwegs war.
Am höchsten Punkt angekommen sammelte man sich wieder. Da es sowieso keine Fernsicht gab und die Temperatur empfindlich kalt war, geschätzte 10°C, ging es auf einem eigentlich recht schönen Bergpfad weiter um auf der anderen Seite des Bergs wieder mit dem Abstieg zu beginnen. Dieser Weg gestaltete sich nun allerdings als nicht ganz so prickelnd. Ein nasser, matschiger und von Kühen zertrampelter Weg führte auf den ersten Metern nach unten. Das Tempo fiel auf Geh-Geschwindigkeit. Laufschuhe, vor allem welche die schon etliche Kilometer auf dem Buckel haben, sind hier doch weniger zweckmäßig. Bald ging es aber auf einem gut ausgebauten Fahrweg weiter nach unten. Benjamin zeigte hier allerdings erste Anzeichen von Problemen. Die Etappe war natürlich etwas ungewohnt für ihn und der Vortag steckte natürlich auch noch in den Beinen.
Im Tal angekommen ging es auf dem gleichen Weg zurück wie am Vortag. Da war allen klar dass die geschätzten 15Km utopisch waren. KM12 des 2-Seen-Laufs bedeuteten dass es rund 6km bis zur Hütte waren, was für die gelaufene Etappe etwas über 20Km bedeuten würde.
Das Tempo wurde gedrosselt, doch Benjamin hatte nun gewaltig zu kämpfen. Trotz allem schafften es alle zurück zur Unterkunft, wo sie bereits von Dennis, Nico und Benni K. erwartet wurden.
Hier wurden nun erstmal die verbrauchten Kalorien zurückgeführt und die restliche Verpflegung verputzt.
Mit unlogischen Argumenten hatte der Hüttenwirt, den ja nun alle auf dem Kicker hatten, das Duschen untersagt. Nach der Etappe war dies aber eine Wohltat und man machte nun quasi illegal Gebrauch davon.
Wieder gestärkt trat man dann die Heimfahrt an.

Daten: 22,3 km / 815 Hm / 2h23min

Insgesamt erbrachte das Wochenende: 81Km und 2080Hm.

Fotos siehe unter Bilder