Berichte

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23.04 - 26.04 Leipzig Marathon, Leipzig

 - Wie würde ich laufen, wenn ich richtig trainieren würde? -

Bericht von Michael Gneiting

Freitag 23.04.2010, 13.30 Uhr
3 Mannen des Team Sport Schweizer machen sich auf den Weg zum Marathon in Leipzig. Mit Namen sind dies Peter, Karle und Michi. Letzter aber nur in der Rolle des Fotografen und Zuschauers. Seine beiden Weggefährten als Athleten für den Marathon.
Die Vorbereitung auf das anstehende Event darf wohl mit Recht als wenig optimal bezeichnet werden. Jeweils gerade einmal um die 500km als Marathontraining in den Beinen und nur maximal 3 lange Läufe stehen zu Buche. Rund 50% dessen, was sonst im Vorfeld absolviert wurde. Die Gründe sind vielfältig, sicher aber auch ein Problem des langen und kalten Winters. Hinzu kommt nun auch noch dass sich Peter die Tage zuvor eine Verletzung an der Hüfte eingefangen hat, etwas unrund läuft und das eine oder oder andere "mir tut es weh" für die anderen übrig hat.

Die Anfahrt gestaltet sich dann doch als langwierig. Die vom Navi errechneten 510km werden um 40km verlängert. Merke: Wenn das Navi meldet, anzeigt, ansagt, ja geradezu bettelt "nächste Ausfahrt rechts" dann sollte dem auch Folge geleistet werden. Der Fahrer bemerkte dies zwar, doch die ungewohnt ruhige Mitteilung an die Beifahrer "Wir sind glaub grad vorbei gefahren" wurde zwar von diesen aufgenommen, aufgrund der fehlenden emotionalen Nachdrucks allerdings mit einem "Nein, nein, weiter geradeaus" abgetan. Die Wiederholung dieser Szene an der nächsten Ausfahrt, als das Navi korrigierend eingreifen wollte, führte nun dazu dass nun doch noch Emotion in Spiel kam. Dies brachte aber alles nichts und die nächstmöglich Ausfahrt musste zur Umkehr genutzt werden.
Trotz allem kam man dann kurz nach 19 Uhr in Leipzig an. Anschließend ging es zu Fuß durch die Innenstadt von Leipzig um das Restaurant "Sol y Mar" anzusteuern. Nach ausgiebigem Essen und Trinken schlenderte man noch durch das belebte nächtliche Leipzig um gegen Mitternacht im Hotel einzutreffen.

Samstag 24.04.2010
Der Tag beginnt mit einem langen Frühstück. Anschließend geht es ins Leipziger Sportforum, wo die Startunterlagen abgeholt werden bzw. nachgemeldet werden soll. Peter verschiebt die Nachmeldung auf den spätest möglichen Zeitpunkt. Die Schmerzen in seiner Hüfte sind nicht weniger geworden und hat in der Nacht kaum ein Auge zu getan. Er will den anstehenden Tag nutzen um die Situation besser beurteilen zu können.
Danach geht es ins Leipziger Stadtleben. Durch die Einkaufsmeilen, Cafe- und Restaurantszene. Für den allgemeinen Überblick sorgt der Besuch auf dem Dach des "Panorama Tower"
Nachdem man es sich längere Zeit in einem Cafe gut gehen ließ und die Szenerie, die Menschen beobachtete, ging es wieder durch die Einkaufspassagen und man steuerte allmählich den kulturellen Höhepunkt des Tages an. Man hatte beschlossen die Kabarettisten der Akademixer, die mit dem Stück "Weiber vs. Männer" die Unterschiede und das Zusammenleben von Mann und Frau aufs Korn nahmen. Oder einfach nur Tatsachen und Fakten präsentierten?
Egal, nach einer tollen und lustigen Vorstellung geht es kurz zurück ins Hotel um dann nach kurzer Pause zum Abendessen in die Stadt zurückzukehren. Dieses wurde beim Italiener eingenommen und anschließend fand der Abend bzw. die Nacht den Ausklang in einer der unzähligen Bars im Barfußgässchen, das bis spät in die Nacht von den Leipziger Nachtschwärmern frequentiert wird.

Sonntag 25.04.2010
Der Tag beginnt ...für Peter schon um 2.30 Uhr. Obwohl er nun Michi´s halbe Flasche Flexal-Gel an die Hüfte geschmiert hatte und das Zimmer von dem scharfen Geruch bereits durchtränkt war, ließen die Schmerzen nicht nach. Die Nacht wurde zum Horror und er entschied sich mitten in der Nacht in den Hof des Hotels zu gehen und ein paar Schritte zu laufen. Es tritt keine Verbesserung ein und die nächsten Stunden werden wieder schlaflos werden.
Um 8 Uhr findet man sich im Frühstücksraum des Hotels ein. Karl wirkt entspannt als hätte er in den kommenden Stunden keine Aufgabe zu erledigen.
Danach geht es recht schnell. Peter fährt Karl in die Nähe des Starts und kehrt dann wieder zurück zum Hotel um dann mit Michi auf die Strecke zu gehen. Aufgrund der abgesperrten Straßen, eines nicht allzu guten Stadtplans gestalten sich die ersten Meter als schwierig. Der angepeilte Streckenpunkt in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals wird dann aber erreicht und erweist sich als genial, weil Karle gleiche mehrmals fotografiert und angefeuert werden kann.

Karle wartete indessen im Startbereich auf den Startschuss. Nach dem Beobachten der Inline-Skater stellte er sich selbst die Frage ob es nicht Sinn gemacht hätte sich konsequenter vorzubereiten und vor allem jetzt im Moment sich warmzulaufen. Für weder, noch war nun allerdings noch Zeit. Noch kurz die Schnürsenkel nachschnüren und dann ging es auch schon los. Verwirrenderweise liefen alle in die entgegengesetzte Richtung wie zuvor beim Inliner-Start los, was sich dann aber so erklärte dass die Marathonis zu Beginn eine kleine Ehrenrunde drehen dürfen.
In dem doch überschaubaren Teilnehmerfeld beim Marathon fand Karl einen Weggefährten aus Bayern. Diese Zweckbeziehung war geradezu harmonisch, was man zu der führenden Frau, ihren Tempomachern und Begleitern nicht sagen konnte. Diese waren ebenfalls mit Karle unterwegs und fielen mit einer etwas arroganten und überheblichen Art auf. Daraufhin machten sich Karl & Co davon, was die Dame aber nicht daran hinderte auf Karle bei KM 22 wieder aufzulaufen und die Verfolgung mit dem Spruch "So sieht man sich wieder" zu quittieren.
Danach begann die Kopfphase für Karle. Sollte er nun versuchen an der ersten Frau dranzubleiben oder einen Gang zurückschalten. Sein bayrischer Laufkumpane musste bereits schon abreißen lassen, die Flucht von Madame hatte ihm bereits die ersten Zähne gezogen. Bereits nach kurzer Zeit war dann aber klar dass der Lauf mit der ersten Frau ins Unglück führen wird und Karle ging auf seinen 4:12er Schnitt zurück. Bei KM 27 versuchte Peter Karle mit den Worten "Nur noch 3 Kilometer. Ab KM 30 fällt die Strecke" zu motivieren. Was Karle mit einem Lächeln entgegennahm und sich im gleichen Moment fragte warum die zweite Runde auf einmal flacher geworden sein sollte.
Bei KM 30 kamen Karle Peters berühmte Worte "Wer bei KM 30 unter 2:06h bleibt, kommt immer unter 3 Stunden ins Ziel" in den Kopf. Dies und die Anfeuerungen von Peter und Michi motivierten Karle. "Wir sehen uns bei KM 39 wieder", so die beiden als sie sich wieder auf den Weg in die Innenstadt machten und Karl auf der Strecke alleine ließen.
Kurz danach kamen Karle nun doch aber Selbstzweifel auf. War die Vorbereitung doch zu kurz? Es dauert nun noch 7Km bis ich bekannte Gesichter wieder sehe. "Von dem Zeitpunkt tat es dann richtig weh", so Karle später. "Einzig das Überholen anderer Teilnehmer, denen es scheinbar noch schlechter ging war ein motivierender Funke".
Karl erreichte KM 39, sah sich um und fragte sich "Wo sind meine Freunde?, wo ist mein Gel, wo ist mein Iso-Drink?" Nichts von allem war zu sehen oder zu bekommen. Peter und Michi irrten derweil in der Stadt umher. Durch die Absperrungen für den Marathon, einigen Baustellen war die Rückfahrt zeitraubender als gedacht. Als die Beiden KM 39 erreichten musste Karl wenige Sekunden vor ihnen durchgelaufen sein. Als Referenzpunkt hatten die Beiden 2 Läufer vom Sparda Team im Auge. Dass diese von Karle zwischenzeitlich überholt wurden wussten sie sie nicht. So begann nun auch auf die Beiden das hoffnungslose Warten "Wo bleibt Karle?" und in beiden reifte die Überzeugung dass Karl nach dem letzten Zusammentreffen ausgestiegen sein musste. Erst nach längerer Zeit im Zielbereich klingelte Peters Handy. "Wo bleibt ihr? Ich brauch meine Wechselwäsche."
Mit der individuellen Verpflegung war es nun nichts gewesen. Karle konnte sich aber verbaler Unterstützung sicher sein. Seine Leipziger Kollegin Regine und Katrin aus Cottbus waren extra an die Strecke gekommen um Karle anzufeuern.
Der Blick auf die Uhr bei KM40 (2:47h) verriet ihm dann auch dass im Grunde nichts mehr anbrennen konnte und er trotz allem noch unter der 3-Stundenmarke bleiben wird.
So sollte es dann auch kommen. Bei 2:57:16 h blieb die Uhr für ihn stehen.
Resümee für Karle nach dem Lauf "Die Vorbereitung auf diesen Lauf mit einer Diplom-Sportlehrerin aus den neuen Bundesländern war auf keinen Fall verkehrt. Außerdem ist es zu empfehlen am Mittwoch vor einem Marathon mit seinen Freunden und Team-Kollegen die Halbmarathon-Runde "Eichenfirst" in Angriff zu nehmen und nicht irgendwelchen Trainingsvorgaben einer RS800 zu folgen."

Das Tagewerk vollbracht, ging es für kurze Zeit zurück ins Hotel um den Nachmittag anschließend im nahe gelegenen Park bei Kaffee, Kuchen, Eis, Siegerbier und Live-Musik zu verbringen.
Nachdem auch das Abendessen in der Innenstadt abgeschlossen war, rundete der erneute Besuch im Barfußgässchen den Ausflug nach Leipzig ab.

Montag 26.04.2010
Nachdem sich Peters Wehwehchen im Laufe des Vortages zu bessern schienen, wird die Nacht wiederum zum Horror. Er kann kein Auge zu machen, wandelt wieder im Hotel umher und probiert in der Verzweiflung im Fitnessraum auf einer Matte Schlaf zu finden. Alles bringt nichts. Ein heiße Dusche morgens um fünf verschafft etwas Linderung und wenigstens ein paar Minuten die Chance die Augen zu schließen.
Um kurz vor sieben ist dann aber die Nacht vorbei. Nach einer morgendlichen Dusche geht es zum Frühstück und danach wird allmählich die Abreise in Angriff genommen. Nicht ohne aber vorher noch im Mevaco-Büro vorbeizuschauen. Dort hatte Karls Kollegin Regine zum zweiten Frühstück geladen bzw. hatte Peter vorab schon erklärt dass, wenn der Antrittsbesuch stattfindet, dies erwartet werden würde. Diese ließ sich dies dann auch nicht nehmen. Sie und ihre beiden Kolleginnen warteten dann mit Brot, Käse und Wurst auf.
Dann aber ging es tatsächlich auf den Heimweg.

Fazit über das ganze Wochenende. Leipzig ist eine Reise wert. Man darf glaub sagen dass die Stadt jetzt keine einzelnen Höhepunkte bietet, wie es in anderen Städten der Fall ist. Schlösser, berühmte Häuser, Geburtsstätten berühmter Persönlichkeiten etc. Es ist vielmehr die komplette Stadt im Gesamtpaket, die den Zauber dieser Stadt ausmachen und den Eindruck hinterlassen.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

25.04.10 Training TAR

 - Transalp-Trainingseinheit die Zweite -

Bericht von Alex Müller-Wirsam

Heute liefen die zukünftigen TransalpinLäufer ihre zweite Einheit am "Berg". Da wir sicher waren, dass Dennis nach dem Top-10-Ergebnis in Plattenhardt etwas schwere Beine hat, haben wir uns für die heutige Einheit etwas weniger Höhenmeter geplant. So liefen wir zunächst vom Lättenwäldle in Richtung Kohlberg, um dann bei der Viehweide rechts etwas Höhe zu machen. Oberhalb von Neuffen kreuzten wir dann noch eine MTB-Wettrennstrecke, so konnten wir die ambitionierte Rennjugend der umliegenden Region ein Stück begleiten, bis wir dann weiter Richtung Neuffener Steige schließlich am "Bauerloch" endlich wieder auf die Albhöhe aufsteigen konnten. Hier liefen wir dann noch obligatorisch auf die Burg, wo wir kurz den Laufspezialisten Jürgen Kraut trafen. Nach einer kurzen Stärkung, bei der wir das Fotografieren vergaßen, liefen wir dann über die Berglaufstrecke zurück zum Sportplatz in Beuren. Insgesamt eine wunderschöne Streck unterhalb vom Albtrauf, die sich mit rund 590 Höhenmeter als eher entspannt herausstellte. Ein Lob noch einmal an Dennis, der nach der Traumzeit von Samstag trotz etwas schwerer Beine die Einheit mit mir wollte.

 

 
 

 

24.04.10 Filder Volkslauf, Filderstadt

 - Dennis wird Vierter in Filderstadt -

Bericht von Dennis Galac

Am 24.04.10 fand in Plattenhardt das dreißigste mal der Filder Volkslauf über 10km statt.
Vom Team mit dabei waren, Alex und Benni M. als Fanclub und Fotografen.
An der Startlinie standen dann noch Frank, Jochen und ich.
Pünktlich um 16.00 Uhr fiel dann der Startschuss und es ging auch gleich zur Sache, KM1 in 3:12min. Da mir keiner so richtig bekannt war im Feld war es am Anfang etwas schwierig mit wem ich laufen könnte.
Bei KM2 lief dann Matthias Vosseler von der LG Filder an mir vorbei, wo ich dann auch beschloss an ihm dran zu bleiben. Wir waren zu dem Zeitpunkt noch auf Platz 9 und 10. Die Spitze war nur knapp vor uns.
Bis KM5 verlief alles normal, dann legte Matthias noch ne Schippe drauf und wir liefen bei KM6 auf die Spitzengruppe auf.
Ich dachte schon dass ich vielleicht gewinnen könnte, es lief richtig gut.
Aber dann bei KM 7,5 etwa, brach die Gruppe auseinender. Ich und zwei andere Läufer konnten das Tempo nicht mehr halten. Wir liefen zu dritt weiter bis KM9, da war ich noch auf Patz 6, konnte aber noch mal Das Tempo anziehen und lief in 34:55min als 4. ins Ziel.
Sieger war Steffen Straub in 34:32min


Ergebnisse:

Dennis: 4. Platz 34:55min

Frank: 23. Platz 38:07min

Jochen: 38. Platz 39:30min

Dirk: 52. Platz 40:43min

Jan: 140. Platz 46:06min
 

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

11.04.10 Zürich Marathon, Zürich (CH)

 - Zürich-Marathon, der Abschluss einer Woche am Gipfel sportlicher "Höchstleistung" -

Bericht von Alex Müller-Wirsam

Wie das die TSSler für gewöhnlich tun, hab auch ich mich die Tage vor dem Marathon, den ich eigentlich nicht mehr laufen wollte (Erkältungsaustieg bis ca. 2,5 Wochen vor Start), in der Woche des Marathon in Zürich gut vorbereitet. Hier ein kurzer Abriss von der Marathonwoche:

Montag - Fahrt mit Freunden an den Gardasee zum Kletternsteigen/ Einsteigerwanderung/ 1200 Höhenmeter rauf und wieder runter in ca. 4,5 Stunden
Dienstag - Klettern/ ca. 1100 Höhenmeter rauf und wieder runter in ca. 6 STunden
Mittwoch - Berglauftraining/ ca. 1500 Höhenmeter rauf und wieder runter in ca. 3 Stunden
Donnerstag - Klettern/ ca. 650 Höhenmeter rauf und wieder runter in ca. 5 STunden
Freitag - Kurzwanderung 1,5 STunden und kaum Höhenmeter

Samstag - Fahrt mit MIchel nach Zürich/ kurzer Lauf zuvor
Sonntag - Marathon in 3:28 STunden

So, so ist es, wenn Mann den Wahnsinn lebt!!!!!!!! Dass das Marathonerlebnis, das leider nicht bei KM 10 endete, nicht von Genuß geprägt war, versteht sich von selbst. Auch, um die Leidensgeschichte zu vervollständigen, ist noch zu erwähnen, dass ich mir beim KLettern zuvor die Schulter verletzt hatte, was natürlich beim Marathon eine besondere Qualität an Schmerz zeigte.

Warum ich das alles erzähle? Ich sag nur: Transalpin, du kannst kommen, ich werde bereit sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dennis, zieh dich warm an!!!

 

 - Grüezi miteinander aus Zürich -

Bericht von Michael Merkle

Eine kleine Geschichte aus der Schweiz. Drei Läufer vom TSS waren guter Dinge und willens am 11.04.2010 beim Zürich Marathon an den Start zugehen. Es trug sich jedoch zu, dass einer so leidlich fit startete (Michel), einer gewissermaßen unentspannt startete (Alex), und der dritte gar nicht startete, sondern frühstückte (Reinhold). Was war passiert ?
Alex hatte sich bereits vor zwei Wochen aufgrund von Krankheit innerlich von der Teilnahme am Marathon verabschiedet. Leider hört man nicht immer und zu 100% auf seine innere Stimme. Stattdessen war, als Ergänzungs- und Alternativprogramm sozusagen, ein Kletterurlaub im Himalaja (oder war´s der Gardasee ?) angesagt. Mit einer dementsprechend verzogenen Rückenmuskulatur war er dann auch bestens vorbereitet.

Besser machte es Reinhold. Er hat sich vorsorglich den Miniskus ruiniert und das Kreuzband abgerissen, um dann auf gar keinen Fall starten zu müssen. Ganz schön clever der Junge !

Michel dagegen war durch seinen missratenen HM in Schwäbisch Gmünd hinsichtlich eigener Form und bevorstehender Wettkampfstrategie etwas orientierungslos.

Auf jeden Fall startete dann Michel am Sonntagmorgen um 7.10 Uhr mit dem Shuttlebus Richtung Start, während Reinhold ihm entspannt vom Frühstückstisch aus zuwinkte. Petra Wurster mit Tempomacher Luigi war ebenfalls mit von der Partie.

Nachdem Alex von seinem Privatquartier in Zug angereist war, erfolgte dann gegen 8.30 Uhr der Startschuss. Wenn man “kurz / kurz” läuft, war´s am Anfang bei bedecktem Himmel und gefühlten 5°C ganz schön schattig. Die Strecke führte jetzt zunächst mehrmals durch die schöne Züricher Innenstadt, um dann entlang des Zürichsee bis zum Wendepunkt und dann wieder zurück nach Zürich zu kommen.

Michel hängte sich vom Start weg sofort an den 3h-Pacemaker. Es lief auch erstaunlich gut. Nahezu bis kurz vor dem Ziel war Michel der Schatten des Tempomachers. Leider reichte es nicht ganz. “Ich bin zufrieden, ich hab´ alles gegeben, bin konzentriert und nicht zu schnell angegangen. Leider ist mir zum Schluss ganz einfach der Sprit ausgegangen. Der permanente Wind am See hat mich doch etwas mürbe gemacht und mir die restlichen Körner geraubt”, so Michel nach dem Rennen. “Klar, ich wär´ auch gern noch 2 min.12 sec. schneller gelaufen, aber mehr hatte ich an diesem Tag einfach nicht drauf. Wobei: Die 3:02:11 sind neue PB, d.h. die Jungs und Mädels können sich am Mittwoch auf ´ne Kiste Bier freuen” so Michel weiter.

Das Alternativtraining ist Alex wohl doch nicht so gut bekommen. Er kämpfte, biss und finishte in respektablen 3:28:20. Petra Wurster ist ausgestiegen.
Für Reinhold war´s wirklich schade. Er war in guter Form und hätte hier in Zürich bestimmt einen “rausgehauen”.

Bei den Männern hat der Kenianer David Kiprono Langat in 2:11:03 gewonnen.

Bei den Damen hat die Russin Olga Rosseeva in 2:35:43 gewonnen.

Fotos siehe unter Bilder

 

 
 

 

11.04.10 Solitudelauf, Gerlingen

 - Team Sport Schweizer beim Solitudelauf -

Bericht von Frank Klass

Mehrere Läufer des TSS zog es dieses Jahr zum Solitudelauf nach Gerlingen.
Lag es am vermeintlich "leichten" Lauf mit Start oben am Schloss Solitude
und Ziel unten in Gerlingen oder an der Lust auf einen Formtest? An den
frühlingshaften Bedingungen kann es auf jeden Fall nicht gelegen haben. Mit
niedrigen einstelligen Temperaturen, gefühlt wie 5°C und leichtem Regen
vor dem Start schienen die Bedingungen nicht gerade optimal zu sein.
Die üblichen Diskussionen zu langer oder kurzer Laufbekleidung gab es
trotz allem. Ich entschied mich für kurz kurz und sollte es unterwegs nicht
bereuen.

Vom Start gab ich gleich kräftig Gas um "frei" laufen zu können. Der Abstand
zur Spitzengruppe und der dahinter liegenden Verfolgergruppe vergrößerte
sich Anfangs nur wenig.
Ab ca. Km 7 ließ die Kraft etwas nach und ich verlor schneller an Boden. Von
hinten kam der erste Läufer und ging an mir vorbei. Karle konnte nun
ebenfalls langsam zu mir aufschließen und ging bei km 13 an mir vorbei. Ich
versuchte dran zu bleiben hatte aber nicht die Power. Karle ist zur Zeit
schon richtig gut drauf und selbst Möbel schleppen am Vortag konnte ihn
nicht aufhalten.
Nach dem langen Bergabstück lief die erste Frau zu mir auf und da war ich
ganz und gar nicht Gentleman sondern versuchte nun unbedingt die letzten
Kilometer vor ihr zu bleiben.
Dies gelang mir knapp, auch wenn mich auf der Zielgeraden im Sprint noch ein
Läufer überholte.
Karle reichte es noch gut unter 1:23h als 12. in 1:22:44, mir zu 1:23:09 und Platz
16.

Wenig nach uns kamen die restlichen Teilnehmer des TSS ins Ziel. Kai und
Jochen liefen das Rennen weitgehend zusammen und schafften beide eine neue
HM Bestzeit. Kai konnte seine Zeit aus dem Vorjahr regelrecht pulverisieren.
Benjamin lief mit Peter zusammen bis ca. Km 16. Dann gab Peter Gas und konnte
noch einige Minuten gut machen. Auch für Benjamin reichte es im Ziel zu
einer neuen Bestzeit.
Jürgen und Tanja kamen zusammen ins Ziel. Ob Tanja auf Jürgen warten musste
oder umgekehrt oder es sich einfach so ergeben hat ist mir leider nicht
bekannt. Es war auf jeden Fall ein schöner Ausflug nach Gerlingen und
Glückwunsch allen Bestzeiten-Bezwingern.
 

Karl: Platz 12 AK 5. Zeit: 1:22:44
Frank: Platz 16 AK 5. Zeit: 1:23:09
Kai: Platz 40 AK 1. Zeit: 1:27:40
Jochen: Platz 42 AK 4. Zeit: 1:27:44
Peter: Platz 65 AK 7. Zeit: 1:31:32
Benjamin M. Platz 97 AK 8. Zeit: 1:34:20
Tanja Platz 249 AK 3. Zeit: 1:43:48
Jürgen H. Platz 250 AK 52.

Zeit: 1:43:49

Fotos siehe unter Bilder

 

Bericht von Benjamin Macht

Beim letzten Mittwochstraining entschieden sich einige spontan am heutigen Sonntag in Gerlingen beim 25. Solitudelauf an den Start zu gehen.
Insgesamt acht Läuferinnen und Läufer vom TSS entschieden sich für die Halbmarathondistanz, welcher pünktlich um kurz vor zehn auf der Schillerhöhe startete. Kurz nach dem Start kristallisierten sich die TSS-Zweiergruppen: Frank & Karle mischten vorne mit, Kai & Jochen liefen gemeinsam eine super Bestzeit und Jürgen Heubach verhalf Tanja ebenfalls zu neuer Bestzeit. Ich hatte mit Peter Schweizer einen prima Tempomacher an meiner Seite. Wir lagen gut in der Zeit, als er nach etwa fünf Kilometern meinte: "Wer mit mir läuft, läuft Bestzeit"! Er sollte Recht behalten. Bei Kilometer 17 konnte ich nicht mehr mithalten und musste ihn ziehen lassen. Nach welligen 21,1 Kilometern hatte ich trotzdem meine Bestzeit um ganze 10 Sekunden verbessert - vielen Dank Peter!

Fazit: Ein schöner Frühjahrslauf auf welliger aber gut zu laufenden Strecke.