09.05.10 Int. Schluchseelauf,
Schluchsee
- Toller Landschaftslauf um den
Schluchsee -
Bereits vor Jahren hatte Dietmar schon
von dem Schluchseelauf geschwärmt, bei dem alles passt.
Tolle Strecke, tolle Organisation. Das musste ich mir
natürlich mal selbst genauer anschauen und mir ein Bild
davon machen.
So ging es also am Sonntag morgen um 6:15 Uhr in
Frickenhausen los in Richtung Schwarzwald. Dirk hatte
sich dankenswerterweise bereit erklärt zu fahren.
Unterstützt durch die Geheimtipps von Reinhard Wetzel,
der schon zigmal beim Schluchseelauf dabei war, wurde
das Navi öfters ignoriert oder ausgetrickst und wir
kamen zeitig an. Kühl und regnerisch war es, aber wir
gaben die Hoffnung auf gute Bedingungen unterwegs noch
nicht auf. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Das
Wetter spielte absolut mit. Trocken, fast kein Wind und
teilweise sogar sonnig. „Der Wettergott muss ein
Schluchseeläufer sein“, so der Start/Ziel Sprecher. Wir,
das waren vom TSS: Alex, Dirk, Frank, Kai und Nico.
Der Start erfolgt aufgrund der großen Zahl an
Teilnehmern in 2 Startfeldern (10:10Uhr und 10:50Uhr)
und innerhalb von diesen Startfeldern wird in
Zeitblöcken mit 2min Abstand gestartet. Grund ist die
bereits von Beginn an schmale Strecke (Waldweg), die
nicht mehr Teilnehmer verkraften würde. Grundsätzlich
eine sehr sinnvolle Idee, aber leider gibt es wie
überall immer Leute, die sich überschätzen, bzw. nicht
lesen können. Wir gruppierten uns richtig ein und
standen also alle im 1. Zeitblock. Nach dem Start fühlte
ich mich kurz an den Köln HM erinnert, als ich auch
anfangs im Pulk stecken blieb. Da stolpern da Läufer vor
dir her, die mit Sicherheit 15-20min länger brauchen,
aber was soll`s dachte ich mir, das gibt sich. Nach
1,5km ging mir ein Schnürsenkel auf, was mir auch schon
jahrelang nicht mehr passiert ist und ich musste kurz
anhalten. Aber auch da sah ich noch keine anderen TSSler.
Schnell weiter und versuchen wieder zu Britta Müller
aufschließen, die letztes Jahr gewonnen hatte und sich
zu der Zeit auf Platz 2 bei den Frauen befand. Nach 5km
kommt ein ca. 2km leichter Anstieg, bevor es wieder 2km
abwärts auf Seehöhe geht. „Da bin ich bis auf 100m an
dich herangekommen, musste aber dann kurz zum Trinken
anhalten und dann warst du weg“ meinte Nico später im
Ziel. Bei Halbzeit zog wieder Britta Müller an mir
vorbei, nachdem ich sie zwischenzeitlich überholt hatte.
Ich versuchte an ihr dran zu bleiben, bzw. sie an mir.
Die 2. Hälfte hat zwar keinen längeren Anstieg, jedoch
geht es auf den letzten Kilometern auf einem schönen
schmalen Uferweg entlang, der jedoch immer mal wieder
leicht ansteigt und abfällt. Die 15km Marke passierte
ich bei knapp über 60min und peilte somit weiter die
1:15Std an. Die letzten Kilometer waren jedoch echt
hart. Mein Akku war leer und immer wieder zog ein Läufer
an mir vorbei. Als es dann bei Km 17 gefühlte
50Höhenmeter hoch ging (tatsächlich waren es wohl nur
10m) war ich k.o. Aber das Ziel war nicht mehr fern.
Mein Schlussspurt im Zielanstieg war leider vergeblich,
da der Läufer trotzdem vor mir in der Ergebnisliste
platziert wurde. Ich schaffte aber noch die Punktlandung
auf bzw. knapp unter 1:15 Std. Platt aber froh nahm ich
meine Finishermedaille in Empfang und sah dann auch
schon wenig später Nico. Bei Rivella und Wasser dauerte
es nicht lange bis auch Alex, Kai und Dirk eintrafen.
Alle waren sich einig, dass die Strecke schön aber nicht
leicht war. Noch schnell ein Bildchen machen und dann
ging es ins Duschzelt.
Sieger wurde übrigens Matthias Körner von der SC DHfK
Leipzig in 1:03:08 – Respekt!!
Später streckten wir unsere müden Glieder vor dem
Wohnmobil der Familie Schaich aus und ließen uns den
Kuchen von Rita schmecken (Vielen Dank an Rita und
Dietmar) bevor es dann auf den Heimweg ging.
Fazit: Dem Lob von Dietmar kann ich mich anschließen.
Der Lauf ist wirklich gut organisiert. Die Strecke ist
gut gekennzeichnet und gesichert und wirklich ein
schöner Lauf. Das Teilnehmerfeld ist gut besetzt und es
gibt eigentlich keine große Lücken. Der Startbereich und
die Halle platzen aber bei dem Ansturm wirklich fast aus
allen Nähten, was jedoch bei ca. 3500 Teilnehmern (im
Ziel) nicht verwundert. Die Ergebnisse könnten noch
etwas schneller ausgehängt werden aber dies ist wirklich
nur ein klitzekleiner Mangel, der das Gesamterlebnis
sicher nicht trübt.
Frank: Platz 76 AK 9. Zeit: 1:14:56
Nico: Platz 83 AK 18. Zeit: 1:15:36
Alex: Platz 194 AK 31. Zeit: 1:20:11
Kai: Platz 218 AK 13. Zeit: 1:20:48
Dirk: Platz 256 AK 28. Zeit: 1:22:26